Freitag, 24. März 2017

"Ich vermisse den Aufschrei von Kardinal Marx"

Dieses Zitat stammt von einer Leserin meines Blogs, nachzu-
lesen unter meinem Beitrag über Kükenschreddern und Abtreibung. Besagte Leserin verweist da auf einen aktuellen Artikel bei "kath.net", in dem ein Sprecher der AfD zitiert wird.
Dieser kritisiert, dass die Landesregierung von Rhein-
land-Pfalz eine Abtrei-
bungsklinik
mit jährlich 75.000 Euro aus Steuergeldern unterstützt. ---> HIER !

Ob ein Aufschrei von Kardinal Marx nötig ist, bezweifle ich persönlich. Aber wenn man schon klare Kante zeigt, um sich gegen Rechte abzu-
grenzen, dann würde es meiner Meinung nach die Glaubwürdigkeit erhöhen, wenn man auch bei anderen Themen besagte klare Kante zeigt.
Die katholische Kirche hat sich immer klar gegen Abtreibung positioniert, und beim Besuch der deutschen Bischöfe beim Papst im November 2015 gab dieser den deutschen Oberhirten einige dringende Ratschläge mit auf den Weg; unter anderem heißt es in der Presse wörtlich:
"Der Papst be-
kräftigte seine Positionen in Sachen Abtreibung und Sterbehilfe. Er ver-
langte, die Bischöfe müssten den Lebensschutz in Deutschland entschlos-
sen vertreten. Die Kirche dürfe nie müde werden, Anwältin des Lebens
zu sein..."

Vielleicht ist das jetzt ein Ansporn für Kardinal Marx, sein Brust-
kreuz zu betrachten und den Politikern, die Abtreibung fördern, ins Ge-
wissen zu reden?!

Als Vorsitzender der Bischofskonferenz hat die Stimme von Kardinal Marx besonderes Gewicht; sein Kollege Woelki war da übrigens in Predigten im Jahr 2016 schon ziemlich deutlich...
Man schaue ergänzend... ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Herr Woelki war "ziemlich deutlich"? Ts ts ts...

    Ich sage, die linksgrüne Socke hat da mit ein paar heruntergeleierten Phrasen, die noch jeder Bischof irgendwann mal losgelassen hat, krampfhaft versucht, den wachsamen gläubigen Katholiken Sand in die Augen zu streuen.

    Aber ohne uns, Herr Woelki. Wir wissen, wo Sie in Wahrheit stehen!

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  2. Wie wichtig seiner Eminenz sein Brustkreuz ist, hat er ja bereits bei anderer Gelegenheit demonstriert.

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  3. Außer einem bescheidenen Grußwort an den "Marsch für
    das Leben" ist von Kardinal Marx nichts zu erwarten.
    Der denkt strategisch und weiß, dass die kirchliche
    Haltung gegen Abtreibung bei den meisten bequemen
    Bürgern nicht gut ankommt. Warum also sollte er sich
    den Mund verbrennen?

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    1. So krass würde ich es nicht sagen,
      aber da ist was dran. Es wird sicher wohl
      erwogen, wozu man etwas sagt - und wozu man
      besser den Mund hält.
      Manchmal klappt das mit dem Mund halten bei
      Kard. Marx nicht so perfekt, beispielsweise,
      als er am Rande einer Pressekonferenz behauptete,
      "Verbloggung" könne zur "Verblödung" führen.
      Sowas ist schlechter Stil und eines katholischen
      Bischofs unwürdig.

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    2. Sehr geehrter Herr Dr. Boer, sicherlich wissen Sie, dass Kardinal Marx diese Aussage mitnichten auf katholische Blogger an sich gemünzt hat, sondern auf bestimmte traditionalistische Blogs, die ungeniert den baldigen Rücktritt oder Tod des Papstes herbeischreiben und politisch am äußersten rechten Rand unterwegs sind. Im Blick auf solche Blogger(innen - der Frauenanteil dort ist bemerkenswert hoch) war die Aussage des Kardinals noch freundlich. Die gehörten anders angefasst.

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