Mittwoch, 22. März 2017

Kein Mensch leidet am Down-Syndrom...

... sagt ein Experte, sondern er oder sie leidet darunter, wie die Mitmenschen durch ihre Vor-
behalte damit umgehen!

Aus Anlass des gestrigen Down-
Syndrom-Tages einfach noch mal die Erinnerung daran, dass es sehr viel über eine Gesell-
schaft verrät, wie sie mit den Schwächeren umgeht.
Und sind wir nicht alle irgend-
wie irgendwo etwas behindert...?

Man schaue... ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Naja, ich kenne genug Menschen mit Down-Syndrom, leider leiden die an ganz vielen körperlichen Defiziten, die mit der Behinderung einhergehen. Sie leiden auch daran, in die Gesellschaft nicht wirklich integriert zu werden, auf SONDER-Kindergärten, SONDER-Schulen und SONDER-Arbeitsplätze gehen zu müssen. Inklusion ist das Stichwort, von dem gerade konservative Menschen nicht viel wissen wollen und ihre Kinder lieber auf ein katholisches Elitegymnasium schicken, wo man mit solchen Menschen nicht umgehen muss.

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    1. Wie gut, dass Sie keinerlei Vorurteile haben,
      lieber Leser Integro!
      Unser Michael (12 Jahre) ist selbst auch ein Down-
      Syndrom-Kind und ein wahrer Sonnenschein in unserem
      Leben mit ganz viel positiver Ausstrahlung.
      In der Pfarrei war es gar kein Problem, dass er mit
      zur Hl. Kommunion ging und er ist auch mit Eifer
      Messdiener.

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    2. "Caesarea"antwortet darauf:

      Das stimmt so undifferenziert nicht!
      Vielleicht würden Sie mich 'konservativ' nennen - jedenfalls bin ich begeistert katholisch und habe auf einem katholischen Elitegymnasium mein Abitur gemacht.
      Als Diplom Pädagogin widme ich mich seit Jahren voller Überzeugung und persönlichem Einsatz behinderten Kindern, die inklusiv beschult werden oder an einem Förderschwerpunkt für geistige Entwicklung unterrichtet werden.
      Und dies in guter Gemeinschaft mit vielen weiteren vielleicht 'Konservativen'
      Wir fragen uns nichts​, wie andere uns einsortieren, sondern setzen uns in der Überzeugung ein, daß jeder Mensch lebens- und liebenswürdig ist!

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    3. Ich beschrieb nur die Realität von Menschen mit Down-Syndrom. Und das bitte durchaus kritisch! Mit Vorurteilen hat das auch nun gar nichts zu tun! Fakt ist, dass Inklusion nun beileibe keine Errungenschaft der Konservativen, sondern linker Kräfte ist. Schon, Caesarea, dass Sie da trotzdem mitmachen :-) Und eine Frage! Wie viele Kinder mit Down-Syndrom waren denn auf Ihrer Schule?

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    4. Selbstverständlich sind die persönlichen Erfahrungen von "Simone N." und "Caesarea" absolut ernst zu nehmen, und sie haben als konservative Katholiken meinen vollen Respekt.

      Zugleich meine ich, dass Leser "Integro" allerdings einen wunden Punkt anspricht: es gibt eine schmerzhafte Diskrepanz zwischen dem Einsatz "konservativer Katholiken" für das ungeborene Leben, wo dann gerne mit dem erfüllten Leben von "geistig Behinderten" und Down-Syndrom-Menschen argumentiert wird, und zugleich der Zurückhaltung, tw. auch heftigen Kritik an vielen Modellen der Inklusion. Inklusion gilt als "linksgrün", und das geht für konservative Katholiken ja nicht. Es ist schon aufallend, dass der Begriff "Inklusion", der heutzutage ja in fast aller Munde ist, von konservativen Katholiken zu gut wie gar nicht benutzt wird.

      Etwas zugespitzt könnte man sagen: Hauptsache, das "behinderte" Kind erblickt das Licht der Welt - danach soll es dann aber bitte auf die "Sonderschule" gehen, wo die "Behinderten" unter sich bleiben, und die "normalen" Kinder auf den "richtigen" Schulen ungehindert lernen und ihre Begabungen entwickeln können.

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    5. "Caesarea" antwortet:
      Ich bin der festen Überzeugung, daß wir Katholiken weltweit die Inklusivsten sind!
      Daß es zu meiner Schulzeit an meiner Schule körperbehinderte Lehrkräfte und Mitschülerinnen gab, zeigt, daß meine Schule mit Inklusion durchaus ernst machte.

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    6. Eine nette Ausrede, die nur völlig am Thema geistiger Behinderungen vorbei geht ;-) Klar, als Kriegsveteran kann ich auch mit einem Bein Abitur machen.

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  2. "Caesarea" fragt sich jetzt:
    Warum unterscheiden Sie zwischen unterschiedlichen Weisen von Behinderung?
    Sorry, aber finden Sie eine geistige Behinderung irgendwie besonders?

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    1. Nun, ich habe bisher vor allem von "Konservativen" vernommen, dass eine inklusive Beschulung von "Gesunden" und "geistig Behinderten" nicht gehe. Bei körperlich Behinderten machen sie diesen Unterschied nicht.

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  3. Ihr katholisches Elitegymnasium macht es besonders und auch alle, die gegen Inklusion und für Sonderschulen sind.

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    1. Semper Catholicus22. März 2017 um 20:03

      "Inklusion" ist ein am abstrakten, lebensfernen Reißbrett entworfenes Instrument linksgrüner Ideologie, die uns weismachen will, dass alle, alle gleich sind, unterschiedslos. Die alte sozialistische Gleichmacherei unter einem neuen, "chic" klingenden Namen.

      Das ist aber gegen die Natur und gegen den unwandelbaren Schöpfungsplan des Herrn. Weshalb es immer Sonderschulen geben und brauchen wird. Ich kann als Vater auch nicht akzeptieren, dass meine sehr begabte Tochter in einer "inklusiven" Schulklasse durch geistig behinderte Mitschüler so gebremst wird, dass sie nicht mehr optimal gefördert und gefordert wird.

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    2. Na endlich sagt's mal einer :-) Ihre Tochter wird eher von ihrem bornierten Vater als von behinderten Mensachen gebremst, von denen könnte sie nämlich im Gegensatz zu ihrem Vater Lebensfreude, Achtung und Liebe erlernen ;-) Und dann wären unsere Eliten auch nicht so kalte Roboter, die sich auf Kosten anderer bereichern und die Schere zw Arm und reich immer weiter auseinander rissen ;-)

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    3. Wenn es eines Beleges bedurft hätte, wie verlogen das Argumentieren der selbsternannten 'Lebensschutzer' mit den so wunderbaren "geistig Behinderten" ist, dann hat ihn "Semper Catholicus" mit diesem schrecklichen Kommentar geliefert. Da wird man sprachlos. Wenn das katholisch ist, dann bin ich in der falschen Kirche!

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    4. So neu und chic ist das gar nicht! Paulus hat das schon vor 1957 Jahren gesagt: Ihr seid alle einer in Christus. Der Inhalt ist also alt, nur das Wort ist neu.

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    5. Der hl. Paulus hat das aber geistlich gemeint. Nicht im Sinne einer linken Polit-Agenda, die auf unnatürliche Gleichmacherei abzielt. Papst Benedikt hat sich wiederholt klar gegen die Inklusions-Ideologie ausgesprochen. Sie kommt aus derselben Wurzel wie der Gender-Wahn.

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    6. Komisch, Paulus verdeutlicht das am Beispiel Mann-Frau, Heide-Jude und Freier-Sklave. Und mit den Worten "in Christus" beschreibt er die Gemeinde, nicht das Himmelreich! Da wird es wohl kaum Sklaven geben, oder Siri? (Zum Nachlesen: 3 Kapitel, Galaterbrief)

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