Donnerstag, 23. März 2017

Kirchenrechtler und Theologen halten Konferenz über Absetzung des Papstes

Sicher ist den Lesern, die auch zwischen den Zeilen meiner Artikel lesen können, sofort aufgefallen, dass am Ende der Schlagzeile das vielleicht er-
wartete Ausrufezeichen fehlt. Das hat seinen guten Grund, denn die Konferenz, um die es geht, ist kein Tribunal über Papst Franziskus, sondern erstmals eine Fachkonferenz über ein Thema, das bislang offenbar etwas vernachlässigt wurde: Welche Vorgehensweisen gibt es, um einen häretischen Papst abzusetzen? -  Näheres über das Treffen in Paris (ich gehe erst einmal davon aus, dass dies kein "Fake" ist) findet man
---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Ob der Zeitpunkt dafür wirklich klug gewählt ist?
    So gießt man doch nur Öl in die Flammen, die bereits
    gegen diesen Papst lodern.

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  2. Ordinariatsgeschädigter23. März 2017 um 17:48

    Die Vernachlässigung des Themas ist relativ,
    denn es gibt durchaus Abhandlungen und sogar
    Doktorarbeiten, die das Problem bearbeiten:

    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:waVG76e_1RoJ:www.bistum-trier.de/goto/%3F7:25299+&cd=3&hl=de&ct=clnk&gl=de

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  3. Konkrete Häresie-Vorwürfe gegen Papst Franziskus
    hat es durchaus schon gegeben, und so wie er sich aufführt,
    werden weitere unter Garantie folgen:

    http://www.katholisches.info/2014/04/orthodoxe-bischoefe-werden-papst-franziskus-haeresie-vor/

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  4. Schon vor recht vielen Jahren, als ich noch in Kirchenrechtsvorlesungen ging, hat uns der Professor (L. Müller, Uni Wien) erzählt, dass das ein Problem ist und eine Lücke im Kirchenrecht, weil man nicht so richtig weiß, was man mit einem eventuellen "papa haereticus" anfangen soll. Die Päpste hießen damals noch JP2 und B16. Das Thema hatte also keine "Tagesaktualität". Jetzt packt man es also tatsächlich an, nicht nur in "Abhandlungen und sogar Doktorarbeiten" (© Ordinariatsgeschädigter), sondern endlich mit einer Konferenz. Ich vermute, diese Konferenz würde auch stattfinden, wenn es heute einen weniger umstrittenen Papst gäbe. Es ist schlicht und einfach höchste Zeit, dass das Thema ernsthaft angegangen wird, unabhängig vom Tagesgeschehen.

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  5. Summorum pontificum23. März 2017 um 20:11

    Da wird seit vier Jahren faktisch einen Papa haereticus haben (mit nicht schlechten Gründen kann man dies allerdings auch schon für die letzten fünf Päpste feststellen), wäre es wünschenswert, wenn diese Konferenz nicht nur "theoretisch" verläuft.

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  6. Es gibt viele Möglichkeiten, sich im katholischen Milieu lächerlich zu machen. Diese Konferenz ist sicherlich eine hervorstechende Idee dafür. Kopfschüttel.

    Das Layout des Beitrags hinter dem ersten (gelben) Link erinnert übrigens stark an den verrückten Pater, der immer von der "V2-Sekte" sprach. Ich besinne mich nicht mehr auf den Namen. Ich weiß, das ist nicht von dem, aber man kann schon sagen: An ihrem Layout sollt ihr sie erkennen.

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    1. Der "verrückte Pater" ist Pater Hermann Josef Lingen, der bekannteste Vertreter der deutschsprachigen Sedisvakantisten-Szene. Bei den Harcore-Tradis, die von "V 2" reden, sehr beliebt. Er sprich bez. Ratzinger auch stets vom "Belzeratz"...

      Er war jahrelang äußerst aktiv, v.a. im Netz. Seit einiger Zeit ist es ruhiger um ihn geworden. Sicherlich wissen unsere Tradis genaueres, warum.

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