Donnerstag, 16. März 2017

Missbrauchsopfer Collins legt nach mit öffentlicher Kritik an Kardinal Müller

Vor zwei Wochen ist sie hier im Blog schon erwähnt worden: Das Kommissionsmitglied Marie Collins hat in der Missbrauchs-Kommssion des Vatikans enttäuscht die Brocken hingeworfen - die Ämter der Kurie zeigten zu wenig Kooperationswillen...
---> HIER !

Nun legt sie öffentlich nach und richtet einen offenen Brief an Kardinal Müller - auf dem Wege über die Medien:
Wenn es Probleme in der Kirche gebe, dann solle man nicht nach der Methode vorgehen, "dass man so tut als sei alles gut" - Kardinal Müller habe widersprüchliche Aussagen ge-
macht, die sie nicht nachvollziehen könne.
Insbesondere beanstandet Collins, dass im Jahre 2015 eine Kommission groß angekündigt worden sei, die den Umgang von Bischöfen mit Missbrauchsfällen durchleuchten solle, aber diese Kommission gebe es immer noch nicht...

Ob solche "offenen Briefe" das geeignete Mittel sind, um miteinander
ins Gespräch zu kommen?

Man schaue... ---> HIER und HIER !  

Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter16. März 2017 um 15:21

    Solches öffentliche An-den-Pranger-Stellen
    ist nicht nur äußerst unchristlich,
    sondern es verfehlt auch seinen Zweck:
    Niemand, der öffentlich derart attackiert wird,
    wird in ein persönliches Gespräch einwilligen.
    Dieses Schmutzige-Wäsche-waschen hat vielleicht noch
    ganz andere Hintergründe, die erst später raus-
    kommen. Vielleicht schreibt die Dame gar an einem
    Buch und will schon mal Wirbel machen?

    Bei "Radio Vatikan" kann man aktuell dazu lesen:

    "Der deutsche Jesuit Hans Zollner, Mitglied in der Päpstlichen Kinderschutzkommission und Leiter eines Kinderschutzzentrums an der Päpstlichen Universität Gregoriana, hatte in einem Interview mit Radio Vatikan zu den Gründen, die Collins zum Austritt aus der Kinderschutzkommission veranlassten, Stellung genommen. Dabei hatte er betont, dass im Vatikan de facto auch schon bereits vor 2015 der Vertuschung von Missbrauchsfällen nachgegangen worden sei. Ähnlich wie Kardinal Müller findet Zollner: „Man brauchte kein neues Gericht zu schaffen – das gibt es bereits! Und es hat auch funktioniert, auch wenn es nicht so häufig in Anspruch genommen wurde“, so der Jesuit gegenüber Radio Vatikan."

    http://de.radiovaticana.va/news/2017/03/14/vatikan_missbrauchsopfer_will_kl%C3%A4rungen_von_kardinal_m%C3%BCller/1298558

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  2. Collins geht es nicht um Gespräche, ihr geht es um Handlungen! Und die werden von Müller blockiert. Ihre Kritik ist absolut richtig und zielführend!

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  3. Wie "Radio Vatikan" oben schon zitiert andeutet:
    Der Dame geht es offenbar einfach ums Meckern,
    denn die Möglichkeit der Meldung entsprechender Probleme
    war auch in den vergangenen Jahren schon da.
    Offenbar wurde sie aber kaum in Anspruch genommen.
    Das spricht dafür, dass es wenig Probleme gab.
    Es glaubt doch niemand im Ernst, dass Papst Franziskus
    sich auf dem Kopf rumtanzen lässt.

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