Donnerstag, 16. März 2017

Nicht in die eigene Tasche lügen! - Der Wahlsieg in den Niederlanden...

Die Medien sind begeistert:
In den Niederlanden hat der rechte Geert Wilders eine Niederlage erlitten. Ministerpräsident Mark Rutte wird fast schon ein politischer Heiligenschein umgehängt, wenn man die Kommentare auch von er-
leichterten deutschen Politi-
kern liest, die in eigenen Wahlkampf-Kategorien denken. -  Doch Vorsicht, liebe Leute, lügt euch nicht in die ei-
gene Tasche!
- Wie etwas kritischere Medien auch schon bemerkt haben, hat Rutte auch Verluste erlitten, und die wären noch wesentlich größer, wenn ihm nicht ein gütiges Schicksal in den letzten Tagen zu Hilfe ge-
kommen wäre - in Form von türkischen Ministern, die in Holland Wahlkampf machen wollten.
Rutte zeigte, dass er das politische Geschäft beherrscht und ergriff die günstige Gelegenheit beim Schopfe, indem er die Wahlkämpfer im Gegen-
satz zu deutschen Entscheidungen  wieder abschob; nun stand er da als der konsequente Macher, der Erdogan mal mutig zeigt, wo es lang geht... ---> HIER !

Ich sehe zum lautstarken Jubel nicht wirklich Anlass, sondern eher zur vorsichtigen Freude, dass es noch einmal gut gegangen ist.
Man schaue mal... ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Semper Catholicus16. März 2017 um 12:30

    "...sondern eher zur vorsichtigen Freude, dass es noch einmal gut gegangen ist."

    Mit diesem Bekenntnis zu den Blockparteien des Systems lässt der ehemalige angebliche Tradi Kreuzknappe endgültig die Hose runter und offenbart , dass er sich auf den linksgrünen Mainstreampfad geschmeichelt hat. Die Linkskatholiken, die hier diesen einstmals gläubigen Blog überfluten, wird das natürlich freuen.

    Gute Reise auf dem Weg in dne Abgrund!

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    1. Im Gegensatz zu den Hardcore-Tradis
      scheint der Kreuzknappe etwas über Wilders
      recherchiert zu haben.
      Der Mann ist nämlich extrem und auch schon
      gerichtlich verurteilt.

      Lektüreempfehlung:
      http://www.bento.de/politik/geert-wilders-die-wichtigsten-infos-ueber-den-niederlaendischen-rechtspopulisten-1243320/

      http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/niederlande-geert-wilders-rede-marokkaner-gericht-urteil

      http://www.mopo.de/news/politik-wirtschaft/paul-wilders-rechnet-mit-bruder-ab--das-ist-keine-kritik--er-saet-hass--25811256

      http://www.huffingtonpost.de/2017/03/13/11-fakten-ueber-geert-wilders_n_15336326.html

      https://web.de/magazine/politik/wahlen/wahl-niederlande/geert-wilders-niederlande-wahl-rotzbub-populisten-32218150

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    2. Werte Zeitungsdame,
      wenn Sie Ihrer Auswahl an linken Mainstreammedien auch ein paar konservative oder liberale Blätter und Seiten hinzugesellt hätten (JF, Preussische Allgemeine, Achse des Guten, Tichys Einblicke, eigentümlich frei, etc.) dan käme vielleicht ein etwas ausgewogeneres Bild heruas. Allein die Überschrift im Link von Web.de befleißigt sich einer Sprache, die mich an sehr dunkle Zeiten unter gewissen "Sozialisten" erinnert!

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  2. Vielleicht ein paar Fakten für Martin Schulz und die hier Mitlesenden: Die Sozialdemokraten wurden in den Niederlanden pulverisiert. Von 38 auf 9 Mandate! Nochmal von Achtunddreißig auf Neun. Mark Rutte, der rechts(!)liberaler Präsident verliert 8 Mandate. Gert Wilders, man höre und staune gewinnt 5 Mandate. Natürlich hat er damit die Wahl verloren. Das ist wohl Lückenpresselogik. Liebe Leute: Veräppeln kann ich mich selber. Die Menschen in den Niederlanden wählen rechts. Meinetwegen rechtsliberal und rechtspopulistisch. Aber sie wählen rechts.

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    1. Herr Franken,

      „die“ Menschen in den Niederlanden wählen rechts
      (rechtpopulistisch bzw. rechtsliberal)?

      Das stimmt einfach nicht. Schauen Sie bitte mal genauer hin.

      Ich sehe aktuell für „rechtspopulistisch“ 13,1 %,

      für „rechtsliberal“ 21,3 %,

      für „Mitte“ (CDA) 12,5 %,

      für das linke/linksliberale/grüne Spektrum zusammen 39,2 %;
      da auch die Tierschutzpartei DvdD (3,1 %) eher dem linken Spektrum zuzuordnen ist, ergäbe das zusammen sogar 42,3 %.

      Aktuelle Ergebnisse bzw. Details (unter Bezugnahme auf https://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/politik/parteien/pvv.html ):

      - PVV: 13,1 %
      Die PVV ist eine rechtspopulistische niederländische Partei.

      - VVD: 21,3 %
      Die VVD ist eine marktliberale niederländische Partei, die sich für klassischen Liberalismus einsetzt und dem rechtsliberalen Parteienspektrum zuzuordnen ist.

      - CDA: 12,5 %
      Der CDA ist eine christlich-demokratische Partei, die sich in der Mitte des Parteienspektrums einordnen lässt.

      - D66: 12,0 %
      Die Democraten 66 (D66) sind eine linksliberale – teilweise auch als sozialliberal bezeichnete – niederländische Partei

      - SP: 9,2 %
      Die SP ist eine linksgerichtete Partei, die den gemäßigten, demokratischen Sozialismus vertritt.

      - GL: 8,9 %
      GroenLinks (GL) ist eine linke, niederländische Partei,

      - PvdA: 5,7 %
      Die PvdA ist eine sozialdemokratische niederländische Partei.

      - CU: 3,4 %
      Die ChristenUnie (CU) ist eine christlich-soziale niederländische Partei, die der christlichen Linken zugeordnet wird.

      - PvdD: 3,1 %
      Tierschutzpartei, eher dem linken Spektrum zuzuordnen.

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    2. Noch was, Herr Franken,

      es stimmt, dass Wilders PVV Prozentpunkte/Sitze hinzugewonnen hat
      (wie übrigens auch CDA und Parteien des linken/grünen Spektrums)
      und dass VVD und (noch deutlicher) PvdA Prozentpunkte/Sitze verloren haben.

      Bei Wilders PVV ist es aber interessant zu beobachten, dass sie schon seit längerem bei den Wahlumfragen aller Institute im Verlauf allmählich Verluste einfuhr.

      Seit Ende 2014 lag die PVV in den Umfragen durchweg vorne, verlor aber (trotz Ausreißern nach oben) nach und nach an Zustimmung, während Ruttes VVD zulegte. Ab Anfang März 2017 dann (zu einem Zeitpunkt, als von niederländischer Seite noch kein Einreiseverbot für türkische Minister ausgesprochen war, das spielte hierfür also noch gar keine Rolle!) wendete sich das Blatt endgültig zugunsten der VVD.

      Ich greife mal das Peil-Institut und einige Umfragewerte aus dessen Wahlumfragen im Verlauf raus:

      (Umfrageinstitute in den Niederlanden geben bei ihren Wahlumfragen überwiegend nicht das prozentuale Ergebnis für eine Partei an, sondern die Anzahl der ihr demgemäß zustehenden Parlamentssitze):

      24.01.16: Wilders PVV 42 Sitze, Ruttes VVD 18 Sitze
      07.08.16: PVV 35 VVD 24
      19.02.17: PVV 29, VVD 25
      07.03.17: PVV 23 VVD 25
      14.03.17: PVV 24, VVD 27

      Endergebnis: PVV 20, VVD 33

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  3. Dieser Artikel gibt wieder Strafpunkte für den
    besonnenen Kreuzknappen, der immer wieder mit einer
    ausgewogenen "Denke" überrascht.
    Die Tradis allerdings werden ihn dafür hassen.
    Morgen wird er bestimmt wieder jammern, er habe etliche
    anonyme Beleidigungen per E-Mail erhalten.
    So ist das mit unseren Tradis - wenn da einer zeigt,
    dass er über den Tellerrand gucken kann,
    dann wird er wie ein Aussätziger behandelt...

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  4. Nun ja, wenn Sie den ersten Einzug einer radikalislamischen Partei in ein Landesparlament als "noch einmal gut gegangen" bezeichnen möchten ...

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  5. Geert Wilders ist ironischerweise
    DAS EINZIGE MITGLIED seiner Partei.
    Mit seiner extremen Islamkritik entzweit er
    die Gesellschaft, die nun einmal - ob einem
    das passt oder nicht - auf ein gedeihliches
    Miteinander der verschiedenen Weltanschauungen
    angewiesen ist.
    Die hohe Wahlbeteiligung der Holländer signalisiert,
    dass die Menschen dort durchaus kapiert haben,
    um was es geht.

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  6. Dass Wilders gerade mal 13 % bekommen hat,
    obwohl es so aussah, als läge er vorne, dann ist das
    ein deftiger Denkzettel gegen seine extremen Ansichten.
    Wer pauschal z.B. Marokkaner als "Abschaum" bezeichnet,
    der passt nicht zum weltoffenen Holland, wie es bekannt
    ist.

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    1. Es passt aber gut zu den Leser "Rhenanius" und "Franken", wie sie uns hier kundgetan haben.

      Natürlich hat Wilders die Wahl verloren, und zwar krachend. Auch wenn uns Herr "Franken" hier die Niederlage zum Sieg schönreden will. Wilders lag in allen Umfragen teilweise weit vorne. Die meisten Medien sahen ihn als neuen Regierungschef.

      Gut, dass Hassparolen in Europa immer noch nicht verfangen, auch wenn die linksrechten Schreihälse in der virtuellen Welt gerne die Lufthoheit innehaben. Aber Österreich hat sich für Anstand entschieden, jetzt Holland, Frankreich wird das nächste Land sein, auch wenn die Tradis in den kommenden Wochen alles tun werden, den Sieg Le Pens zu beschwören. Und im Herbst auch Deutschland. Vom Bundeskanzler Höcke dürfen die Tradis auch nach dem 24.9. gerne weiter träumen...

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