Freitag, 17. März 2017

Prälat Imkamp: Das Konzept der Priesterausbildung in Deutschland ist gescheitert!

Prälat Imkamp, bei gut informierten Katholiken bekannt wie ein bunter Hund, wurde selbstverständlich auch beim "Kreuzknappen" schon mehrfach mit seiner pointierten Meinung erwähnt, zur vermut-
lich nur begrenzten Freude der Bischöfe... ---> HIER und HIER !

Ab und zu schreibt er auch einen kurzen Artikel für "DIE TAGESPOST", und da gab's gestern von ihm ein deftiges Statement zur Priesterausbildung in Deutschland, nach dem Motto, dieses "Unternehmenskonzept" sei ganz offensichtlich gescheitert. Er will stattdessen einen anderen Weg gehen... ---> HIER !
Gibt's Meinungen dazu?

Kommentare:

  1. Helmut Schneider17. März 2017 um 12:06

    Schön wär's, wie Imkamp das sieht,
    aber heute sehen leider auch etliche Priester ihren
    Beruf mit gewerkschaftlich orientiertem Blick:
    strike Ausnutzung aller Urlaubstage, das Pochen auf den
    freien Montag, die minutiöse Abrechnung aller Tätigkeiten,
    jede Kleinigkeit für's Ordinariat bzw. für's Finanzamt
    notiert - nur nichts verschenken, was einem zusteht!
    Ja, es gibt sie auch, die von mir liebevoll als "Dino-
    saurier-Priester" titulierten, die sich aufopfern, die
    jede Woche im Beichtstuhl sitzen, ob nun einer kommt
    oder nicht...
    Aber mal ehrlich: Man muss sich nur die Einrichtung der
    Priesterseminare und der Zimmer dort ansehen - alles vom
    Feinsten, jedes mit Toilette und Dusche etc.
    Da können wir als Familie nur von träumen, dass jeder
    seinen eigenen Bereich hat. Luxuspriester...

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  2. Allein die Tatsache, dass die Priesterseminare
    bei den konservativen Gruppierungen voll sind,
    bestätigt ganz klar, wie recht Prälat Imkamp mal
    wieder hat.
    Letztlich hat sich die Kirche mit dem verweichlicht-
    zeitgeistigen Priesterbild überhaupt keinen Gefallen
    getan, weil es die Kandidaten in eine Identitätskrise
    stürzt. Der konservative, an Christus statt an Pastoral-
    plänen ausgerichtete Priester lebt dagegen ganz für
    Kirche und Gemeinde - und ist glücklich trotz der vielen
    Arbeit!

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    1. Das ist das übliche Scheinargument.

      Der Salafismus ist für religiös ungebildete Milchgesichter aus areligiös sozialisierten Familien besonders attraktiv. Das heißt nicht, dass der radikale Islam besser oder authentischer wäre als gemäßigtere Gruppierungen. Es ist einfach ein Krisensymptom, eine Folge der Säkularisierung.

      Junge Menschen ohne religiöse Erfahrung suchen einfache Antworten, und wenn sie damit provozieren können, um so besser.

      Dasselbe geschieht auch in der Kirche.
      Dass die Priesterseminare bei radikalen Gruppen voll sind (was im Übrigen so pauschal gar nicht stimmt) und viele junge Menschen Fundamentalisten werden, ist kein Hoffnungszeichen, sondern ein Symptom der weltweiten Glaubenskrise. Genau wie das umgekehrte Phänomen, dass sich normal denkende Menschen nur noch selten für den geistlichen Beruf entscheiden.

      Was aus den "Priesterseminaren der konservativen Gruppierungen" für schreckliche Gestalten hervorgehen, sehen wir momentan in Amerika, wo der jüngere Klerus die Gemeinden terrorisiert und massiv Gläubige verschreckt.
      https://www.ncronline.org/blogs/ncr-today/north-carolina-church-exile-battles-restorationists

      Glücklicherweise ist der Papst da ganz auf Seiten der Gläubigen und warnt oft vor "restaurativen" und "klerikalistischen" Gefahren.

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    2. Prälat Imkamp ist ein ganz toller
      Priester, Prediger und Erklärer des katho-
      lischen Glaubens. Wir waren schon viermal
      bei ihm!

      https://www.youtube.com/watch?v=poAGGI7So6s

      https://www.youtube.com/watch?v=0Mz1yUOV_sg

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  3. Naja, Msgr. Imkamp und Priesterausbildung, ist ja witzig.

    Zuallererstmal ist er selber in seiner eigenen
    Priesterausbildung gescheitert und
    hat das dennoch Beste draus gemacht.
    Da soll er sich nicht beschweren.

    Es liegt halt an jedem selber. Er hat sich persönlich
    doch im Grunde recht positiv entwickelt,
    auch wenn er manchmal kuriose oder
    platte Ansichten vertritt.
    Immerhin hat er sein Publikum, und darauf kommt es ja
    letztlich an im Priesterleben.

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    1. Offenbar wird "Scheitern" neuerdings
      sehr merkwürdig interpretiert.
      Da ist jemand erfolgreicher Autor,
      bekannter Wallfahrtsdirektor und Monsignore,
      also wenn das Scheitern ist...

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    2. @Jorge: In wiefern ist Imkamp in der Ausbildung zum Priester "gescheitert"? Ich habe zwar irgendwo mal gelesen er sei zunächst durchs Examen geflogen, weil er statt die Prüfungsfragen zu beantworten, entrückt Marienhymnen rezitiert habe. Im zweiten Anlauf habe er es dann geschafft.
      Aber "Scheitern" ist ja doch was anderes.

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    3. Prälat Imkamp ist ein unangepasster, widersetzlicher und öfters auch etwas arroganter Typ, der immer und überall aneckt, gern provoziert und stets sein eigenes Ding dreht. Er wurde deshalb im Laufe seiner stark gebrochenen Karriere immer hin- und hergeschoben und kam nirgendwo zurecht, bis er auf dem Abschiebeposten als Wallfahrtsdirektor landete, wo er tun und lassen kann, was er will. Daraus hat er seitdem das Beste gemacht, das ist absolut anerkennenswert.

      https://www.youtube.com/watch?v=HAwhrB5wMWg
      (bes. ab Min. 2:56)

      Ich finde das eigtl. sympathisch und bin ja auch selber ähnlich gestrickt, auch wenn ich Imkamps theologischen und kirchenpolitischen Ansichten sicher nur selten teile. Mit so einem extrem individualistischen Kleriker lässt sich aber gut und produktiv streiten, jedenfalls wenn er seine eitle Rechthaberlaune mal ablegt.

      Nur kann so ein radikaler Individualist mit sozialen Anpassungsschwierigkeiten, der seine eigene Karriere an allen Ausbildungsanforderungen vorbei realisiert hat, keine sinnvollen Tipps für Ausbilder geben, die ein gewisses Maß an Sozialverträglichkeit im Klerus garantieren müssen. Soviel Selbsterkenntnis sollte er haben. Er sollte Gott dankbar sein, dass es bei ihm trotz seiner menschlichen Probleme am Ende doch so gut geklappt hat, aber nicht versuchen, die Sozialkompetenz in diesem Bereich fähigerer Leute in Frage zu stellen.

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    4. Mit Verlaub:
      Das sollen die Kritiker erst mal nachmachen,
      was Prälat Imkamp alles geleistet hat.
      Man lese nur mal "Wikipedia"

      https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Imkamp

      2010: Großes Verdienstkreuz mit Stern des Ordens De Parfaite Amitié, Hausorden des Fürsten von Thurn und Taxis
      2011: Ehrung mit der Festschrift Signum in Bonum
      2012: Ernennung zum Apostolischen Protonotar durch Papst Benedikt XVI.[7]
      2013: Ernennung zum ordentlichen Mitglied der Päpstlichen Akademie für Theologie
      2013: Ernennung zum ordentlichen Mitglied der wissenschaftlichen Kommission des Archivs der Glaubenskongregation

      mkamp ist seit 1983 Konsultor in der Selig- und Heiligsprechungskongregation (2008 bestätigt durch Papst Benedikt XVI.; 2013 bestätigt durch Papst Franziskus). 2009 wurde er vom Papst außerdem zum Konsultor der Sakramentenkongregation ernannt. Imkamp war seit 2003 korrespondierendes Mitglied der Päpstlichen Akademie für Theologie in Rom und ist seit 2013 ordentliches Mitglied der Päpstlichen Akademie,

      alles zitiert nach Wikipedia

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    5. Muss Jorge aus eigener Erfahrung bestätigen. Imkamp ist so gut wie nicht sozialisierbar. In "Vesperbild" hat er sein Taka-Tuka-Land gefunden, wo er nach dem Motto regieren kann: ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.

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    6. gläubiger Katholik18. März 2017 um 18:08

      Imkamp ist ein sehr fähiger Mann,
      "Seit 1983 ist Imkamp Consultor der Heiligsprechungskongregation. 2009 wurde er vom Papst zum Consultor der Gottesdienstkongregation ernannt. Er ist seit 1996 Ehrendomherr Konkathedrale Elbing (Marienwerder). Imkamp ist ordentliches Mitglied der päpstlichen Theologenakademie in Rom. 2006 ernannte ihn der Papst zum päpstlichen Ehrenprälaten. Imkamp ist Komtur im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. 2008 wurde er zum Ehrenkonventualkaplans des Souveränen Malteser Ritterordens investiert.
      Seit 2012 Mitherausgeber der Thurn und Taxis Studien Neue Folge. Am 20. Februar 2012 erfolgte die Päpstliche Ernennung zum Apostolischen Protonotar. 21. April 2012 Ernennung zum "Capellán de Merito con Placa" des Constantinischen Ordens vom hl. Georg (spanischer Zweig). 21. Februar 2013 Ernennung zum Mitglied der wissenschaftlichen Kommission des Archivs der Glaubenkongregation. 7. März 2013 Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Am 23.9.2006 wurde Imkamp vom Bayerischen Landessportverbande mit der Verdienstplakette in Gold ausgezeichnet."

      http://www.maria-vesperbild.de/index.php?id=239

      Das sollen ihm die Neider, der ihm das
      Wasser nicht reichen können,
      erst mal nachmachen!
      Ich bin mir ziemlich sicher, dass KEINER
      von den Kritikern je mit ihm gesprochen hat.

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    7. Stelle Imkamps Verdienste doch gar nicht in Frage, ganz im Ggt. Natürlich ist das ein fähiger Mann, nur eben persönlich schwierig und eigenbrötlerisch. Eine Diva halt, wie man es von Künstlern kennt. Solche Leute können tolle Sachen leisten und bedienen ihr Publikum großartig, aber Kollegen und Mitarbeiter kommen oft nicht gut mit ihnen zurecht. Der Papst ist ja auch so ein Kandidat, wenn auch demütiger und selbstreflektierter als Prälat Imkamp.

      So jmd. kann vieles leisten, allerdings schlecht etwas Sinnvolles zum Thema Priesterausbildung beitragen, wo es auf Teamfähigkeit und Persönlichkeitsbildung ankommt.

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  4. Die Gedanken Msgr. Imkamps widersprechen dem Ziel der Protestantisierung der Katholischen Kirche und sind deshalb zu verwerfen.

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    1. Bingo! Herr Imkamp ist zum Fremdschämen.

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    2. Magdalene, beim Stichwort Fremdschämen
      fiele mir da gerade eher ein Lesername ein...!

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  5. Der Prälat, der bevorzugt edle Autos mit Weihwasser besprenkelt, ist ohne Frage ein begnadeter Populist, wie er in Deutschland seinesgleichen sucht. Das muss man ihm lassen.

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    1. Dummes Zeug!
      https://www.youtube.com/watch?v=x-AUkJG2AyE

      https://www.youtube.com/watch?v=96_yRApjVGQ

      Es wird jedes Auto berücksichtigt,
      dessen Fahrer die Fahrzeugsegnung wünscht.

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  6. Auf Prälat Imkamp lassen wir nichts kommen,
    ein toller Priester.
    Die Lästerer sollten mal sein Buch lesen, das der
    Kreuzknappe oben verlinkt hat!

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  7. Nach den Kommentaren hätte ich was schlimmeres erwartet. Das mit den Fortbildungen in allem. Kommt mir aber von einen meiner ehemaligen Kaplänen bekannt vor. Das mit dem Überstunden abfeiern macht zum Beispiel mein Pfarrer sehr häufig. Schließlich hat er einen 40Stunden-Vertrag. In dem Text ist mehr als ein Körnchen Wahrheit.

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  8. Weiß hier einer, in welcher Diözese Imkamp inkardiniert ist? Oder ist er nach den diversen Brüchen und Volten in seiner Klerikerbiografie ein frei flottierender Künstler, ein Teil des Clerus vagans? Ist er jemals in der Pastoral tätig gewesen??

    Man weiß ja, daß er der Haus- und Hof-Geistliche Ihrer Durchlaucht Fürstin Gloria ist. ("Der Schwarze schnakselt halt gern") Die beiden stehen sich sehr nah.

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    1. @Wiggerl: Wie nah stehen sich die beiden denn??? :-)

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    2. Wiggerl, am besten fahren Sie mal nach
      Maria Vesperbild - dort treffen Sie Prälat
      Imkamp bei seiner Arbeit in der Pastoral!

      http://www.maria-vesperbild.de/

      https://www.domradio.de/nachrichten/2011-09-27/geburtstags-interview-mit-praelat-dr-wilhelm-imkamp

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    3. Ein "Wallfahrtsort", den Imkamp managt, ist keine echte Pastoral. Da kommen marianisch erfüllte Leute hin, also ein bestimmtes Milieu, aber nicht die Breite des Volkes wie in einer Pfarre.

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