Freitag, 10. März 2017

"Radio Vatikan" schafft die Kurzwelle ab - Geld sparen auf Kosten der Armen?

Die Sachlage ist mal wieder kompliziert. Seit 2012 ist der Vatikan Stück um Stück dabei, die Ausstrahlung von Radio-
sendungen über Kurz- und Mittelwelle in weiten Teilen
der Erde abzubauen.
Es gehe um Einsparung
von Kosten
und um andere Mediennutzungsgewohneiten, ließ man die enttäuschten Hörer wissen, die teilweise in entlegenen Regionen leben. Radio hören ist eben auch dort mit relativ einfachen Mitteln möglich, wo es weder genug Geld noch die technischen Voraussetzungen für Internet gibt.
Die Entscheidung des Vatikans ist sicher auch dadurch mit beeinflusst worden, dass die sehr starke Sendeanlage in der Nähe von Rom ver-
mutlich eine Ursache für Krebserkrankungen vieler Bewohner eines Dor-
fes ist, und dementsprechend wurden von Geschädigten schon (vergeblich) Prozesse gegen den Vatikan angestrebt. Der Umzug der Sendeanlage in weniger bewohntes Gebiet hätte Millionen verschlungen...
Nun soll in einem weiteren Schritt auch die Kurzwellen-Ausstrahlung für Afrika wegfallen, doch das brachte nun die afrikanischen Bischöfe auf die Barrikaden: Viele Menschen hätten weder Geld noch Ausrüstung, um das Internet zu nutzen, und deshalb bittet man um Weiterführung des Radioprogramms.

Es ist vielleicht wie bei den großen Konzernen: Kräftiges Sparen bringt zwar bessere Bilanzen, aber oft sind die Menschen die Leidtragenden. Es wäre gut, wenn man im Vatikan mal darüber nachdenkt, welche Folgen die Sparmaßnahmen für die betroffenen Armen haben...
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