Mittwoch, 15. März 2017

"Wieder eine Bastion gefallen!" - Auch Schwule und Muslime jetzt bei katholischen Schützen

"Wieder eine Bastion gefallen!", jubelt das Magazin "Männer", denn die katholi-
schen Schützenverbände haben sich auf ihrer Bundesvertreter-
versammlung jetzt dafür ausge-
sprochen, dass auch Muslime und Schwule Schützenkönig werden dürfen. 

Eine Leserin aus Tirol schrieb mir gestern Abend dazu eine E-Mail und meinte ironisch: "Wo-
möglich eine Schützenkönigin mit Kopftuch oder gar Burka. Alles ist möglich im Merkelland..."
-  Das lasse ich jetzt mal einfach so stehen, unkommentiert wie auch die Nachrichten über diese Entscheidung der Schützen.

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Die Homosexuellen sprechen das aus,
    was viele denken. Der Zeitgeist hat mal wieder
    ein neues Opfer gefordert.

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    1. Dann erkären Sie uns doch bitte, was für Sie das "Opfer" ist, wenn ein Schwuler Schützenkönig werden sollte.

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    2. @Balthasar

      Ist doch klar ... Wenn andere etwas dürfen, wird es natürlich den armen Christen weggenommen.
      WAS ihnen genommen wird, können Sie nicht sagen, aber super darüber jammern. Ist wie bei der Öffnung der Ehe für alle ... niemandem wird etwas genommen, aber jammern können Sie drüber ... Ich stelle seit Jahren die Frage, WAS und vorallem WEM etwas dadurch genommen wird, nur gab es bis heute keine realistische Antwort, nur Geblubber.

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  2. Ordinariatsgeschädigter15. März 2017 um 09:42

    Da muss ich der Dame aus Tirol leider zustimmen;
    gegen eine Entscheidung im Einzelfall (heute sind in
    der Kirche doch die Einzelfallprüfungen ganz groß
    in Mode) hätte ich nichts einzuwenden, aber so
    pauschal halte ich das für unbedacht.

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    1. Herr Ordinariatsgeschädigter,

      nö, im „Orientierungsrahmen“ bzw. den darin enthaltenen Beschlussvorschlägen (gebilligt am 12.03.17 von der Bundesvertreterversammlung)
      ist durchaus und explizit von „Einzelfallentscheidung“ die Rede.
      Und die fällt die jeweilige Schützenbruderschaft vor Ort.
      „Aus der Kirche ausgetretene Getaufte oder Nichtchristen (auch Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften) können nach eingehender Prüfung im Rahmen einer Einzelfallentscheidung in eine Bruderschaft aufgenommen werden.“
      http://www.dv-trier.de/Berichte/Berichte_2016/998_BHDS_Orientierungsrahmen_20161212.pdf

      Weiter heißt es dort:
      „Die sexuelle Orientierung eines Menschen gehört zu seiner Persönlichkeit und Identität und ist für die Aufnahme in eine Bruderschaft unerheblich. Homosexuelle Schützenbrüder und Schützenschwestern haben daher selbstverständlich alle Mitgliedsrechte und Mitgliedspflichten, einschließlich der Möglichkeit, die Königswürde zu erringen.“
      Ein früherer Beschluss des Schützenparlaments vom 11.03.2012,
      der homosexuellen Schützenmajestäten untersagt,
      mit dem Lebenspartner als Königspaar aufzutreten,
      wurde bei der jetzigen Bundesvertreterversammlung
      gemäß dem Beschlussvorschlag aufgehoben.
      Angewandt wurde der Beschluss schon länger nicht mehr.

      Also: Was da jetzt von der Bundesvertreterversammlung
      gebilligt/beschlossen wurde, ist ein „Orientierungsrahmen“,
      ein „Öffnungsprozess, der den Bruderschaften größere Freiheiten gibt,
      von ihnen aber auch mehr Eigenverantwortung verlangt“:
      „Die lokalen Bruderschaften entscheiden frei, wer aufgenommen wird und damit auch Schützenkönig werden kann.“
      http://schuetzen.erzbistum-koeln.de/export/sites/schuetzen/Pressebereich/Presseinformation_12_03_2017.pdf

      „Dabei dürfte es auch weiterhin regionale Unterschiede geben. Im Rheinland, so Vogt, hätten sich viele Bruderschaft schon lange mit „rheinischen Lösungen“ beholfen, wenn die strengen Regeln von oben ihnen nicht gefielen. Aber auch im Kreis Paderborn begrüßen es viele Bruderschaften, nun „mehr Beinfreiheit“ zu haben.
      http://www.ksta.de/26177974

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    2. Ordinariatsgeschädigter15. März 2017 um 13:42

      Herzlichen Dank, lieber Leser Pjotr,
      für diese für mich neuen Informationen.
      Das lässt die Entscheidung in einem anderen
      Licht erscheinen.

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  3. Jorge Sensenbrenner15. März 2017 um 09:45

    Ich warte auf den Kommentar eines Beobachters.

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  4. Ein Glück, dass es in unserem Schützenverein noch nie jemanden interessiert hat, welches Geschlecht, welche Beziehungen oder welchen Glauben der/die Schützenkönig/in hat, solang es das beste Ergebnis war ...

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  5. Die Schwulenverbände sind offenbar
    klüger als die naiven Katholiken...

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  6. Die Schwulenverbände sind offenbar
    klüger als die naiven Katholiken.

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  7. Hier tuen sich Abgründe auf.
    Satan hat offenbar selbst die früher einmal patriotisch-konservativen Schützenvereine fest in Griff genommen.

    Und die Bischöfe - sie schweigen. Wie immer.

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  8. Viele Schützenvereine haben massive Probleme, jemanden zu finden, der bereit ist, den Vogel abzuschießen.

    Allerdings darf man daran zweifeln, daß schwule Türken diese Lücke schließen können.

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  9. So manche Internetdiskussion geht an den Realitäten
    vor Ort vorbei. Ich bin selbst Schütze und kann nur
    sagen, dass die allermeisten gar nicht Schützenkönig
    werden wollen. Deshalb lässt man den Bessserverdienern
    den Vortritt und schießt am Schluss absichtlich daneben,
    denn Schützenkönig sein ist teuer.

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