Samstag, 15. April 2017

"Das Wort zum Sonntag": Golgotha war "absurd und sinnlos" - ist das korrekt?

Wenn man für eine Sendung Werbung macht, sollte man auf seine Wortwahl achten. 
Bei "katholisch.de" fand ich eben einen Flyer, eine Grafik mit Text, der auf das heutige "Wort zum Sonntag" hinweist. 
Die Wortwahl macht mich stutzig: "Golgotha - das heißt heute Idlib in Syrien oder Alexandria und Tanta in Ägypten. Absurd und sinnlos."
Darf man das wirklich miteinander so in Beziehung setzen? Und war Golgotha und damit das Leiden und Sterben Jesu wirklich sinnlos?
Pardon, aber das finde ich nicht, und ohne vor der Osternachtfeier noch viel Zeit zu haben, verweise ich auf eine Predigt über Jesu Tod unter der Überschrift "Der einzig sinnvolle Tod" (ohne damit jedes Wort des Predigers unterschreiben zu wollen)... 
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Nun, der Foltertod eines Menschen ist zutiefst sinnlos und böse, leider etwas zutiefst Menschliches, da brauchen wir den Satan gar nicht. Die Menschwerdung Gottes, die natürlich den Tod mit einschließt, das ist das wahre Wunder, das es zu bejubeln gilt. Dass Gott den Foltertod brauchte bzw. gehen musste, halte ich für eine problematische Konstruktion, dann wäre Gott verantwortlich und nicht die Folterknechte und deren Befehlshaber.

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  2. Jesu Tod und Golgotha absurd und sinnlos -
    das wäre schlicht Ketzerei und ist mit unserem
    Glauben überhaupt nicht vereinbar.
    Es kommt der Unterstellung gleich, Gott habe seinen
    Sohn völlig sinnlos in den Tod geschickt.
    Man darf davon ausgehen, dass der Dechant beim
    "Wort zum Sonntag" es nicht so gemeint hat,
    es ist das übliche Leiden - man will "modern" und
    aktuell sein, und dabei hat er mit der Formulierung
    leider einen mächtigen Fehlgriff getan.

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    1. Genauso dürfte es sein,
      gemäß dem Wort, das wir an Weihnachten auch
      immer wieder hören, Bethlehem sei überall,
      und Jesus sei ein Flüchtlingskind gewesen.
      Wer behauptet, Golgotha sei sinnlos gewesen,
      ist nicht mehr katholisch, um es mal ganz klar
      zu sagen.

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  3. Diözesaner Bürohengst15. April 2017 um 20:04

    Was für eine blödsinnige Formulierung
    beim Wort zum Sonntag!

    Man lese zur Frage von Golgotha z.B.

    http://www.martin-loewenstein.de/glaubenskurse/alpha/alpha3t.htm

    https://www.welt.de/kultur/article1822522/Warum-Jesus-am-Kreuz-sterben-musste.html

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  4. Ein Gedanke zu Golgotha:
    Christus hat sich stellvertretend für uns Menschen ganz der Liebe Gottes hingegeben, im öffentlichen Wirken ebenso wie angesichts des Todes am Kreuz: „Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen“ (Lk 22,42). Da er sich freiwillig selbst in den Tod gegeben hat, nimmt Christus sowohl die Rolle des Opferlammes als auch die des Hohenpriesters ein, der das Opfer darbringt. Durch dieses endgültige Opfer hat Jesus „das Volk von den Sünden erlöst“ (vgl. Mt 1, 21) und zugleich den Opferkult abgeschafft. Denn weitere Opfer sind nicht mehr nötig, ja, eigentlich gar nicht mehr möglich. In der Eucharistiefeier wird deshalb das Kreuzesopfer nicht wiederholt, sondern vielmehr gegenwärtig, in die Gegenwart „hineingeholt“ und für die feiernde Kirche aktualisiert.

    http://sende-zeit.de/2011/07/warum-musste-jesus-am-kreuz-sterben/

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  5. Unnötig

    Ganz egal was Gott wollte, will und wollen wird, ALLES wäre auch möglich ohne die Hingabe des eigenen Sohnes. So gesehen ist Jesu Tod vielleicht nicht sinnlos, aber meiner Ansicht nach absolut unnötig.

    Gott selbst relativiert die Endgültigkeit des Menschenopfers sodann durch die Auferstehung. Eigenartige Kapriolen, deren Sinn mit noch niemand erklären konnte.

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    1. Wie schön, wenn Kuni von Lemm
      und Gottes Willen erklären will...
      ;-)

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    2. Wie schön, wenn Studiosus uns immer wieder so glasklar erklären kann, wer noch katholisch ist und wer alles nicht mehr (s.o.).

      Kardinal Müller würde vor Neid erblassen über so viel Durchblick und Urteilssicherheit.
      Studiosus sollte sich als Substitut im Heiligen Officium bewerben, sofern er es nicht schon ist.

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  6. Warum es nicht anders geht mit der Erlösung als durch Folter, Leid und Tod des HERRN, der zugleich Gott und Mensch ist, das ist und bleibt im Letzten ein GEHEIMNIS Gottes, das wir menschlich nicht wirklich bis in die verborgenste Tiefe erklären können.

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