Dienstag, 18. April 2017

"Die Integration der muslimischen Türken in Deutschland ist gescheitert"!

Der Schock war zu erwarten, aber das macht es nicht besser: Erdogan hat beim Referen-
dum erreicht, was er haben wollte, wenn auch nur knapp. Damit kann er seine Macht weiter ausbauen, und jedem ist klar, was das für die Oppo-
sition in der Türkei bedeutet. ---> HIER und HIER !

Zusammen mit Äußerungen **) von ihm wie "Europa wird bald türkisch sein!" ( ---> HIER !) sorgt das auch in Deutschland für erhebliches Kopfzerbrechen.
Das wird allerdings noch größer, wenn man die Tatsache zur Kenntnis nimmt, dass die in Deutschland lebenden Türken mit deutlicher Mehr-
heit für den Machtausbau Erdogans / die Verfassungsreform gestimmt haben. 

Ob das aber nicht doch ein bisschen übertrieben ist, was ein Islamexperte schreibt? - Demnach ist die Integration der muslimischen Türken in Deutschland gescheitert. ---> HIER !
**) ... so die verlinkte Zeitung sinngemäß über seine Äußerung...

Kommentare:

  1. Das kommt davon, wenn man es in Deutschland
    zulässt, dass Erdogan und seine treuen Gefolgs-
    leute hier intensive Propaganda unter Landsleuten
    machen können, inclusive Wahlkampfauftritten,
    die eigentlich sogar nach türkischem Recht im
    Ausland verboten sind.
    Ich finde, die deutsche Politik hat dieses Ergebnis
    durch unkluges Verhalten selbst verursacht.

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  2. Das lässt ja leider Rückschlüsse darauf
    zu, wie es uns erst dann mit unseren vielen
    afrikanischen Gästen ergehen wird, die nun bei
    uns wohnen dürfen...

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    1. Nun, was hören wir seit drei Jahren aus Tradimund immer wieder: "Africa docet"... !

      Bittschön, wenn man das so will...

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    2. Wer werden uns schon in deren Kultur integrieren.

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    3. Die Tradis halten uns die erzkonservative afrikanische Kultur seit Jahren als die kulturelle und christliche Zukunft der Welt vor Augen.
      Also werden sie sich über den afrikanischen Zustrom in unsere dekadente westliche Kultur, sie sie ja bekämpfen, sehr freuen und uns vor Augen führen, was uns "Afrika" so alles "lehrt".

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  3. Man kann sich über die scharfe Erdogan-Kritik der Tradis schon wundern. Der Möchtegern-Sultan vom Bosporus hat mit seinem Referendum nichts anderes durchgesetzt als woran die Herrscher in Ungarn und Polen auch emsig arbeiten: Einschränkungen der westlichen demokratischen Grundsätze, faktische Aufhebung der Gewaltenteilung, Errichtung eines autokratischen, semidiktatorischen Regimes unter dem Deckmäntelchen formaler "demokratischer" Regeln etc.pp.

    Was bei "christlichen" Potentaten beifällig kommentiert wird, soll am Bosporus schlecht sein, bloss weil das Land dort muslimisch ist?? Komische Logik.

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    1. @Michael: Touché!

      Der Autoritarismus der Erdogan, Putin, Orban, Kaczinsky ist genau das, was die Tradis wollen udn sich auch für uns erträumen.

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    2. Viola: es ist eine Unverschämtheit, die tiefgläubigen Präsidenten der noch christlichen Länder Osteuropas mit dem Musel-Diktator E. auf eine Stufe zu stellen"

      Denken Sie erstmal nach, bevor Sie hier so einen Unsinn absondern...

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    3. @Viola: du hast sehr Recht. Die Blogs und Portale der Rechtskatholiken quellen über von Beifallsstürmen für Putin, Orban u. Konsorten.

      Da weiß man dann, wie ernst man jetzt die Tradi-"Kritik" an Erdogan zu nehmen hat.

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  4. Nicht DIE „in Deutschland lebenden Türken (haben) mit deutlicher Mehrheit für den Machtausbau Erdogans / die Verfassungsreform gestimmt“! Sondern:

    Von den in Deutschland lebenden Türkeistämmigen sind weniger als die Hälfte türkische Staatsangehörige und somit wahlberechtigt, nämlich exakt: 1.430.127.

    Von diesen Wahlberechtigten haben über 50 Prozent gar nicht an der Wahl teilgenommen. Teilgenommen haben (ca.) 48,7 Prozent, nämlich 46,2 Prozent in den Konsulaten und ca. 2,5 Prozent (Zahl aktuell noch nicht endgültig bekannt) an türkischen Grenzübergängen. Gesamt also (ca.) 696.472 Teilnehmende.

    Davon haben 63,1 Prozent für Erdogan gestimmt = 439.474.

    36,9 Prozent haben mit „Nein“ gestimmt: 256.998.

    Wie es ein Kommentator heute in der ZEIT schreibt: „Ich will das Ergebnis nicht schönreden, denn aus meiner Sicht ist jede Stimme für die Verfassungsänderung eine zu viel. Dennoch sollten in der Diskussion über die Demokratiefähigkeit von Deutschtürken nicht alle in einen Topf geschmissen werden. Dieses Votum sagt nicht, was alle Deutschtürken denken.“

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    1. Dann lassen doch auch Sie Ihr irreführender Geschreibsel. Erdogan ist doch genau der Typus Politiker, den Sie seit Jahren herbei schreiben. Erzkonservativ, autoritär, klare Kante gegen die Linken und alles Liberale. Kein Wunder, dass Ihre Vorbilder Putin und Trump den Sultan einschleimen. Erdogan ist ein Mann der Tradis.

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  5. Wie das in der Türkei an den Wahlurnen
    gelaufen ist, schildert die "ZEIT" sehr anschaulich

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/tuerkei-referendum-wahlbetrug-video-regierung-ungereimtheiten/komplettansicht

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