Montag, 3. April 2017

Kein Drama: Wenn Papst Franziskus "einen seiner größten Kritiker" trifft...

Der Blickfänger beim "Facebook"-Auftritt von "katholisch.de" sollte wohl Leser anlocken (was legitim ist): "Papst Franziskus hat in Norditalien einen seiner größten Kritiker getroffen" - das klingt nach einem spannenden Gespräch, vielleicht sogar nach katholischen Zänkereien.
Das Ganze kann man aber tatsäch-
lich getrost eine ganze Etage tiefer hängen: Beim Besuch der Erdbeben-Region in Carpi ging es um das Gedenken an die Opfer, und beim Gottesdienst im Dom begegnete der Papst eben auch dem emeritierten Erzbischof von Bologna,  Kardinal Caffarra, der einer der vier Kardi-
näle ist, die den Papst in einem langen Brief dringend um Klärungen be-
züglich "Amoris Laetitia" gebeten hatten. Das war's aber eigentlich auch schon...  ---> HIER !

Ein immerhin offiziell vom vatikanischen Presseamt veröffentlichtes Foto zeigt den "größten Kritiker" in nicht allzu herzlicher, sondern eher nach-
denklicher Umarmung mit Papst Franziskus ---> HIER !
Für manche, auch für manche Medien, ist es immer noch schwierig, sich den Gedanken vorzustellen, dass man in der katholischen Kirche verschie-
dener Meinung sein kann...

Jedenfalls leben die beiden Herren nach ihrer kurzen Begegnung noch,
und man darf ja vielleicht auch mal davon träumen, dass es einfach mal
ein Papst-Gespräch mit den vier Kardinälen geben wird

Man denke auch an die Vorbild-Wirkung: Wenn wir es als Christen in der katholischen Kirche nicht schaffen, Meinungsverschiedenheiten friedlich zu klären - wer dann...?!