Dienstag, 25. April 2017

Kriminalitätsstatistik: Deutschland in Rutschgefahr?

Am Sonntag wurden die ersten Zahlen bekannt, gestern wurde die Statistik des Bundeskrimi-
nalamtes dann offiziell vorge-
stellt: In Deutschland sei "etwas ins Rutschen geraten", findet neuerdings der Bundes-
innenminister z.B. angesichts von einer gewaltigen Steigerung um 52 Prozent... ---> HIER und HIER ! -- Ich fürchte, es ist mal wieder kompliziert. Zum einen ist die Definition, was denn "ein Zuwanderer" ist, vielleicht etwas eigenartig, denn z.B. anerkannte Flüchtlinge mit Bleiberecht zählen nicht dazu.
Die Meinungen darüber, wie die Statistik zu deuten ist, wie weit was ge-
rutscht ist, gehen weit auseinander. So beschwichtigt z.B. die linke "taz" ganz originell, "vielfach" seien die Straftaten in den Flüchtlingsunter-
künften begangen worden, und die Opfer seien Flüchtlinge. ---> HIER !

Ob es das wirklich besser macht? - Hinzu kommen Bedenken zur Erhebung der Zahlen. Studenten der Statistikwissenschaft werden regel-
recht gewarnt vor der einfachen Deutung... --->
HIER !                               Ja, es hat sich etwas verändert in Deutschland in den letzten Jahren.
Und inzwischen ist diese Erkenntnis (zumindest temporär) auch bei Politikern angekommen...

Kommentare:

  1. Tradi's Liebling25. April 2017 um 07:34

    Klar, dass der Obertradi Kreuzknappe die Zahlen genüsslich aufgreift, und die Schar seiner Getreuen wird sich sicher unverzüglich geifernd darauf stürzen, um die Flüchtlinge in den Dreck zu ziehen.

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    1. Ich fürchte, Herr oder Frau Liebling,
      wir beide haben sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, was "Genuss" ausmacht. Um Ihnen ein großes Geheimnis anzuvertrauen: Ein großes Stück Käsekuchen oder ein Jägerschnitzel fallen bei mir eher unter diese Kategorie als Verbrechensstatistiken.

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    2. Beliebte Methode,
      aber leicht durchschaubar: So soll eine Diskussion,
      die den Linken unangenehm ist, von vorneherein abge-
      würgt werden!
      Am besten mal ein Beispiel aus der Praxis:
      Kriminelle Clans meinen z.B. "Hameln soll brennen!"

      https://www.welt.de/vermischtes/article163972075/Hameln-soll-brennen.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter

      Was sagt Tradi's Liebling denn konkret dazu???

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    3. Kann man jemand mit puren Fakten in den Dreck ziehen?
      Dann hat der Innenminister das gestern gemacht!
      Man kann aber, so unangenehm das sein mag,
      einfach mal logisch denken:
      Wenn die Krimininalität jetzt so aussieht, wie geschildert, wie wird sie dann wohl erst in fünf Jahren aussehen, wenn weitere zwei Millionen Gäste bei uns eingereist sind?
      Tipps und Prognosen werden noch entgegengenommen.

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  2. Wir wollen doch bitte mal festhalten, dass die Politik
    genau das jetzt amtlich betätigt, was das Volk wie z.B.
    PEGIDA schon seit zwei Jahren vorausgesagt hat.
    Doch weder Politik noch Journalisten wollten das glauben;
    im Gegenteil wurde man als Rassist beschimpft.
    Nun sagt der Innenminister genau das gleiche!

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  3. Einfach mal einen Blick in die Originalstatistik werfen,
    dann wird es klar:

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/neue-kriminalstatistik-bayern-ist-das-sicherste-bundesland-14985597.html

    Die Formulierung, es sei "etwas in Rutschen geraten",
    finde ich ausgesprochen originell. Das hört sich an wie ein Bericht über eine überraschend hereingebrochene Naturkatastrophe, wie ein Bergrutsch nach Dauerregen.
    Meiner bescheidenen Meinung nach ist aber nichts ins Rutschen geraten, sondern Politiker haben es zugelassen, dass durch eine zu große und unkontrollierte Zahl von Gästen eine Überforderung der Behörden und der Polizei möglich wurde.
    Der jetzige Zustand war vorhersehbar.
    Warnende Stimmen wurden aber sofort in die rechtsradikale
    Ecke gedrückt, weil Kritik politisch nicht erwünscht war.
    Inzwischen sieht man kein einziges Foto mehr
    von Kardinal Marx, wie er ankommenden Flüchtlingen die Hand schüttelt. Warum wohl?

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  4. Helmut Schneider25. April 2017 um 08:19

    Man lese einfach mal die über 450 Leserzuschriften
    im BLAUEN Link des Kreuzknappen zur Zeitung "DIE WELT".
    Dann bekommt man einen kleinen Eindruck davon,
    wie die Wahrnehmung von normalen Leuten ist.

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  5. Zur Dramatisierung besteht genau so wenig Anlass
    wie zur Verharmlosung - die Zahlen sprechen eine deutliche
    und warnende Sprache: So kann und darf es nicht weiter gehen!
    Entscheidend ist, ob die Politik die nötigen Konsequenzen
    daraus zieht, und das scheint mir nach Verfolgung der gestrigen Debatte eher nicht der Fall zu sein.
    Es wird zwei, drei Taqe in den Medien darüber palavert,
    und das war's dann auch schon wieder bis zum nächsten Jahr.
    Konsequent wäre dagegen, die Ausgaben für Sicherheit
    sofort und nachhaltig zu erhöhen, z.B. für mehr Polizei.
    Das geschieht jedoch nur zögerlich und in zu geringem Umfang.
    Die Folgen werden wir erleben.

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  6. Dr. Boer ist zuzustimmen.
    Kühlen Kopf bewahren, aber auch nicht einfach zur
    Tagesordnung übergehen. Solch eine mühsam erstellte Statistik
    dient ja nicht zum Vergnügen, sondern sie soll ein Anhaltspunkt sein für politisches Handeln.
    Da ist es für mich schon seltsam, wenn gestern der Kriminologe Prof. Pfeiffer dazu meinte, es ja verständlich,
    dass diejenigen am ehesten kriminell würden, die keine Bleibeperspektive hätten.
    Gerade zu etwas kann man doch nicht einfach so stehen lassen,
    sondern die logische Konsequenz ist doch, noch zügiger abzuschieben. Oder?

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    1. Die Wahrheit dürfte - wie so oft - in der Mitte liegen;
      den Kriminologen Pfeiffer empfinde ich auch eher als
      Verharmloser, aber dennoch sollte man seine Argumente einfach mal ernsthaft in Erwägung ziehen:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kriminalstatistik-kriminologe-fluechtlinge-werden-haeufiger-angezeigt-als-deutsche-14986846.html

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  7. Googlekontenloser meint:
    Die (auch) von der "taz" geforderte denzentrale Unterbringung ist auch eine Forderung des "Packs":
    "Dezentrale Unterbringung von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten, entsprechend der kommunalen Möglichkeiten und der Sozialprognose des Asylbewerbers. Verkürzung der Bearbeitungszeiten von Asylanträgen nach holländischem Vorbild und sofortige Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern. Aufnahme eines Rechtes auf und der Pflicht zur Integration ins Grundgesetz."
    siehe hier http://www.pegida.de/ unter Programm.

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