Mittwoch, 12. April 2017

Päpstliche Fußwaschung: Bekanntlich wusch Jesus den Zöllnern und Dirnen die Füße...

Nein, eben nicht.
Die Fußwaschungs-Zeremonie am Gründonnerstag ist nach dem Gefühl mancher Katho-
liken zu einem Spektakel verkommen, bei dem (fast)
alle Grüppchen mal antreten dürfen, beim Papst und nach-
ahmend bei vielen Bischöfen und Priestern... ---> HIER !

Wie ich dort schon schrieb, hat z.B. der Theologie-Professor Dr. Markus Tymister ( ---> HIER !) eine andere Auffassung über dieses Geschehnis als Papst Franziskus; es passt nicht zum biblischen Vorbild Jesu, wenn nun Hinz und Kunz die Füße gewaschen werden, und Jesus hat dieses demütige Handeln ja eben nicht an Zöllnern und Dirnen vollzogen, obwohl das ja auch ein starkes Zeichen gewesen wäre, sondern ausdrücklich nur dem im Abendmahlssaal versammelten Kreis der Jünger.
Will sagen: Es ist theologisch durchaus strittig, ob das so eine gute Idee von Papst Franziskus ist...

>                                            Direktlink zu diesem Video ---> HIER !

Kommentare:

  1. Die Fußwaschung ist unter Papst Franziskus
    zu einer Show geworden, zu einer Demonstration
    der vermeintlichen Demut sogar Ungläubigen gegenüber.

    http://einwanderungskritik.de/fusswaschung-der-papst-und-die-asylbewerber/

    Wie der Theologieprofessor richtig erklärt,
    gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen der
    Fußwaschung am Gründonnerstag (nicht irgendwann sonst!)
    und der Einsetzung der Eucharistie.

    Fragen Sie mal treue Katholiken, was die von dieser
    Show des Papstes halten!

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    1. Ganz richtig! Jesus ist bekanntlich auch nicht für die Ungläubigen ans Kreuz gegangen, sondern für die Gläubigen. Ansonsten wäre die Kreuzigung zu einer Show geworden, zu einer Demonstration der vermeintlichen Demut sogar Ungläubigen gegenüber.
      Ein unerträglicher Gedanke für gläubige Katholiken!

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  2. Jesus hat denen die Füße gewaschen,
    mit denen er unmittelbar Umgang hatte,
    und nicht denjenigen, die er einmal und nie wieder
    in seinem Leben sah, so wie der Papst das so gerne
    vor laufenden Kameras praktiziert.
    Was wirklich Sinn machen würde, wäre ein Zeichen
    der Demut, so wie Jesus es tat, und das heißt:
    Fußwaschung bei Kardinälen und bei Vatikan-Angestellten,
    mit denen der Papst täglich Umgang hat.

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  3. Unsere Familie hat sich so darüber gerärgert,
    dass wir uns die Papstfeier nicht mehr anschauen.
    Hauptsache, er hat was geändert, was Jahrhunderte
    richtig war.

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  4. Es gibt da eine schöne Geschichte im Lukasevangelium, die hat auch mit Fußwaschung zu tun. Die sollten die Nörgler hier mal mit Verstand lesen...

    Jesus ging in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch. Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr, daß er im Haus des Pharisäers bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küßte sie und salbte sie mit dem Öl. Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müßte er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren läßt; er wüßte, daß sie eine Sünderin ist. Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister! (Jesus sagte:) Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig. Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben? Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht. Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. Du hast mir (zur Begrüßung) keinen Kuß gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküßt. Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt. Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie (mir) so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe.
    Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben. Da dachten die anderen Gäste: Wer ist das, daß er sogar Sünden vergibt? Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!

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    1. Ja, eine schöne Geschichte. Das Problem aber im Zusammenhang mit dem Artikel: Jesus wäscht keine Füße, sondern er lässt sich selbst die Füße waschen.

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