Dienstag, 25. April 2017

Radio Vatikan will's wissen: Wo steht Papst Franziskus eigentlich theologisch?

Wenn ich das richtig mit-
bekommen habe, lautet ein des öfteren auftauchender Kritik-
punkt an Papst Franziskus, man könne eigentlich nicht so wirklich definieren, wo er theologisch zu verorten ist.
Mal scheint er aufgrund von Äußerungen konservativ (für das Thema Frauenprieste-
rinnen sei die "Tür zu")
, mal nimmt man ihn als sehr forschrittlich wahr.

"Radio Vatikan" greift das Thema aktuell auf und stellt die Frage, wo der Papst "eigentlich" theologisch steht.
Die Antwort lässt man einen Theologen aus Venezuela geben (statt den Papst selbst), und der stellt fest, Papst Franziskus sei "ein typischer Ver-
treter einer Theologie des Volkes"

Das sei ein Zweig der Befreiungstheologie, erfahren wir. Und der Theologe beruft sich wiederum auf einen anderen Theologen, auf Lucio Gera, der diese "Theologie des Volkes" konsequent betrieben habe. 
Ein anderer Aufsatz (unten verlinkt) macht das schon in der Schlagzeile klar: "Bei mir erwächst die Theologie aus der Pastoral". - Papst Franziskus ist demnach nicht nur Argentinier, sondern er denkt auch so...
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER sowie englisch ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Ich bin kein Theologe und verstehe das zugegebenermaßen
    nicht wirklich: Aber hilft uns eine "Theologie des Volkes"
    und eine "Theologie von der Pastoral aus" wirklich?
    Wird nicht der Begriff "die Armen" auch leicht zu einer Art Ideologie?
    Jesus war doch kein Sozialrevolutionär, der für mehr Brot und Spiele sorgen wollte, oder?
    Ich weiß, auch das ist ein Schlagwort, aber sollte die Theologie nicht besser vom Verhältnis zu Gott ausgehen statt von Begriffen, die auch der Kommunismus geprägt hat?

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  2. Das Problem liegt in Wahrheit ganz woanders.
    Nicht das Volk, sondern die egoistischen Eliten sollten
    uns Sorgen machen, denn sie mühen sich nach Kräften,
    Gottes Reich und ein lebenswertes Leben anderer Menschen
    zu verhindern.

    Ein Beispiel von vielen:
    https://blog.misereor.de/2017/04/19/brasilien-die-schamlose-selbstbedienung-der-politischen-elite/

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  3. Auf mich wirkt Papst Franziskus eher als ein Politiker
    als ein geistlicher Führer.
    Als ich einmal geistliche Begleitung für über zwei Jahre in Anspruch genommen habe, fühlte ich mich durch den Pater mehr begleitet und unterstützt als aktuell durch unseren Pontifex.
    Es war eine gute und fruchtbare Zeit.
    Geistliche Begleitung kann ich jedem empfehlen, der nach "mehr" verlangt.

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  4. Vielleicht bin ich zu ungebildet,
    aber den Bericht von Radio Vatikan empfinde ich als
    ziemlich nichtssagend.
    Was heißt das denn konkret, wenn man vom Volk statt
    von Gott ausgeht???

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    1. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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