Mittwoch, 19. April 2017

Schonungsloser Artikel in der "WELT" über "das Ausmaß der Flüchtlingskrise"

Solch ein Artikel wäre noch
vor zwei Jahren undenkbar gewesen, vermute ich mal. Inzwischen sind jedoch viele Journalisten näher an die Realität herangerückt und sehen auch die Probleme,
die der Flüchtlingsstrom Deutschland bringen wird. -
Das halte ich auch für klug, denn damit entkräftet man auch Vorwürfe, die "Lücken-
medien"
würden über sowas nicht schreiben.

Originalzitat aus der "WELT" im gestrigen langen und mit einigen Belegen / Grafiken ausgestatteten Artikel: "Der Zustrom von Flücht-
lingen wird die deutschen Sozialsysteme vor eine immense Belastungs-
probe stellen..."
---> HIER !

Wie sehr das Thema die Leserschaft beschäftigt, kann man auch daran ablesen, dass der Artikel dort über 800 (!) Leserzuschriften bekam!
Und bevor mal wieder ein paar Unverbesserliche behaupten, ich sei gegen Flüchtlinge: Ich selbst war auch einmal als Flüchtlingshelfer in meinem Wohnort aktiv... 

Kommentare:

  1. Helmut Schneider19. April 2017 um 10:22

    Es geht doch nicht darum, ob man für oder gegen
    Flüchtlinge ist. Kein Christ ist ernsthaft gegen
    Flüchtlinge, aber es geht darum, wie diesen armen
    Menschen am besten zu helfen ist.
    Und da gibt es auch etliche ernstzunehmende Stimmen,
    die darauf hinweisen, dass man die enormen Geldbeträge,
    die jetzt und in Zukunft dafür eingesetzt werden,
    viel sinnvoller und effektiver direkt in Afrika in-
    vestieren könnte, denn bei der dortigen Kaufkraft und
    dem Lohnniveau kann man z.B. mit 100 Euro dort bis zu
    sieben (!) mal mehr erreichen als im teuren Europa.
    Es ist sogar nicht auszuschließen, dass die in Europa
    Verantwortlichen indirekt (!) mitschuld sind an den
    vielen Ertrunkenen im Mittelmeer, denn die Schlepper
    haben ja nur deshalb so leichtes Spiel, weil sie den-
    jenigen, die ein paar tausend Euro für ihre Überfahrt
    ausgeben, in Aussicht stellen können, dass sie in
    Europa ein besseres Leben bekommen.
    Wäre von vorneherein klar, dass es in Europa und ins-
    besondere in Deutschland nur ganz niedrige finanzielle
    Hilfen gibt, wäre der Anreiz zur Überfahrt nicht da.
    Auch von daher ist die Flüchtlingspolitik, wie sie
    derzeit immer noch betrieben wird, ziemlich fragwürdig.

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  2. Christian Fischer19. April 2017 um 10:50

    Ich habe selten einen so qualifizierten Artikel
    gelesen wie diesen in der "WELT", daher danke für
    den Linktipp!
    Was offenbar noch gar nicht im Bewusstsein der Politiker
    angekommen ist, die ankommende Flüchtlinge so großzügig
    finanziell unterstützen:
    Was wir gerade erleben, ist nur die Spitze des Eisberges!
    Ein Vereinskamerad von mir arbeitet für MISEREOR und
    kümmert sich um einige Projekte in Afrika.
    Aus seiner Kenntnis ergibt sich, dass dies erst der
    Anfang ist, und es sind noch viele Millionen junge Afrikaner
    in den Startlöchern, da sie in ihrer Heimat, die sie nur
    ungern verlassen, keine Zukunftsperspektive sehen.
    Daher ist es durchaus realistisch, in Deutschland in den
    nächsten 10 Jahren mit einer Verdoppelung oder Verdreifachung
    der Flüchtlingszahlen auszugehen.
    Die Regierung ist verständlicherweise bestrebt, bis zur
    Bundestagswahl im September möglichst keine solchen Nach-
    richten zu verbreiten.
    Die Überraschung, auch finanziell, werden wir dann im
    Jahr 2018 erleben.

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  3. eine Frauenkreisvorsitzende19. April 2017 um 11:05

    Die deutsche Flüchtlingspolitik ist ursächlich
    schuld daran, dass so viele "Zuwanderer" ausge-
    rechnet nach Deutschland wollen und sich nicht
    fairer in Europa verteilen.
    Würde man hierzulande bei der Verteilung der sozialen
    Wohltaten für diese Leute nur das Niveau der Nachbar-
    staaten anwenden, bestände nicht mehr ein so großer
    Wunsch, hierher zu kommen.
    So aber scheint vielen das Leben in Deutschland fast
    wie das Leben im Paradies vorzukommen.
    Am meisten ärgert mich, dass man hier nur diejenigen
    als "Gäste" bekommt, die genug Geld hatten, um sich
    die teure Überfahrt überhaupt leisten zu können,
    während viele der viel dringender Hilfsbedürftigen
    irgendwo in ihrem Land oder in einem Lager in der
    Nachbarschaft ihrer Heimat festsitzen.
    Was ist davon zu halten, wenn starke junge Männer
    ihre Dörfer und ihre Familien verlassen und dabei
    Alte, Frauen und Kinder zurücklassen?
    Von daher hat der Leser Helmut Schneider mit seinem
    obigen Kommentar vollkommen recht:
    Deutsche Politiker sind indirekt mitschuld am Tod
    tausender Flüchtlinge!
    Das ist zumindest meine unmaßgebliche Meinung.

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  4. Es ist jedem Praktiker klar, dass die Nachfolgekosten
    deutlich höher ausfallen werden als von der Politik
    vermutet.
    Wenn Zehntausende von Flüchtlingen quasi Analphabeten
    sind und einfachste technische Kenntnisse fehlen,
    wird es sehr mühsam, denen das nötige Wissen beizu-
    bringen, das kann Jahrzehnte dauern.
    Und ein großer Prozentsatz von denen sieht es auch
    gar nicht als so dringend an, sich anzustrengen,
    denn mit der Sozialhilfe kommt man prima aus.

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    1. Warum sollten sich unsere neuen Mitbürger überhaupt Mühe geben, ihren Lebenunterhalt selber bestreiten zu können?
      Die Qualifikation, die sie benötigen, um durch eigene Arbeit das Einkommen zu erwirtschaften, das sie vom deutschen Staat ohne eigenes Zutun erhalten, werden sie in Generationen nicht erwerben.

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  5. Die folgenreichen Fehler der Flüchtlingspolitik
    in Deutschland sind der Dünger, auf dem rechtsextreme
    und fremdenfeindliche Gesinnung ideale Wachstums-
    bedingungen vorfindet.
    Hätte Merkel besonnener reagiert, wäre auch die AfD
    längst in der Bedeutungslosigkeit versunken.

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    1. In der Tat: Merkel ist die Mutter der AfD. (Und die anderen Linken sind ihre Amme.)

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  6. Nicht Merkel schafft Nazis, die Flüchtlingspolitik Merkels enttarnt erst die Nazis, die immer da waren, z.B. unter den scheinheiligen Christen!

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    1. Leider wahr.

      Diese "Flüchtlingskrise" war wirklich ein Offenbarungseid.
      Da sind alle christlichen Hemmungen von vielen konservativen Katholiken abgefallen.

      Was Christen für politische Ansichten haben, war mir bis dahin völlig wurscht. Natürlich sind "Tradis" eher rechtskonservativ eingestellt, aber das hat ja nichts mit Glauben und Frömmigkeit zu tun. Dachte ich.

      Heute weiß ich, dass konservative Christen ihre Religion ohne mit der Wimper zu zucken verraten, wenn es gegen Ausländer geht.
      Das ist sehr enttäuschend. Und macht den Dialog über religiöse und theologische Fragen eigtl. ganz überflüssig. Wozu soll man sich über "Wiederverheiratete" oder "Ökumene" etc. unterhalten, wenn die Betreffenden sich in der wichtigsten Frage überhaupt, der des Doppelgebots, offen gegen den Heiland stellen und damit vom Himmelreich selber ausschließen?

      Man kann so fromm sein, wie man will, ohne Selbstverleugnung zum Wohle der Fremden und Ausgegrenzten kommt keiner in den Himmel. Identitäres Denken und Fühlen steht der Selbstverleugnung diametral im Wege, also reiß es aus und in die Tonne damit.

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