Dienstag, 4. April 2017

Wenn Caritas und Erzbistum München Flüchtlinge über Kondom-Größen aufklären...

... dann findet das in Presse
und Blogs garantiert großes Interesse. Kein Wunder also, wenn die "Süddeutsche Zeitung" einen langen Artikel darüber bringt, wie den Flücht-
lingen beigebracht wird, mittels Lineal die richtige Kondom-
größe zu ermitteln. 

"Kultursensibel" sei die Ausstellung der CARITAS, die man als Wanderausstellung buchen kann - gewiss auch ein modernes Schlagwort.
Nun ist es halt einmal Fakt, dass viele (männliche) Flüchtlinge da sind,
und die haben nun mal auch in dieser Beziehung erhebliche Bildungs-
lücken. Auch das deutsche Gesundheitssystem ist ihnen fremd, und so kommt es z.B., dass zuweilen der Rettungswagen in eine Flüchtlings-
unterkunft gerufen wird, wenn ein Kind Halsweh hat... 

Das Erzbistum München und die CARITAS machen sich da nichts vor -
die wenigsten Flüchtlinge werden solch eine Ausstellung besuchen, aber schon eher "Multiplikatoren", also Leute, die Flüchtlinge betreuen. 

Klar, dass dabei in der veröffentlichten Meinung das Thema "Kondome" fast automatisch in den Mittelpunkt gerückt wird; so schreibt die "Junge Freiheit", die wohl der AfD nahe steht, als Schlagzeile "Katholische Kirche klärt Einwanderer über Kondomgrößen auf".
Ist es richtig oder falsch, solch eine Ausstellung unter der Flagge "katho-
lische Kirche"
anzubieten? - Darüber dürften die Meinungen sehr aus-
einander gehen, nicht nur wegen der Kondome. Streng genommen, meine ich, müsste man sich das selbst mal ansehen, um sich ein Urteil darüber
zu erlauben. 

Mich würde auch interessieren, was "kultursensibel" bedeutet.
Erfahren die Flüchtlinge da auch, was die Kirche von Sex außerhalb der Ehe hält und von anderen etwas heiklen Fragen?  Oder erfahren die Flüchtlinge nur etwas über "technische" Fragen zur vorteilhaften Aus-
übung von Sex?

Ich gestehe, ich sehe da Gesprächsbedarf...
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER und HIER !