Freitag, 14. April 2017

Wenn vier deutsche Politiker einen österreichischen Weihbischof anzeigen...

... dann verspricht das auch juristisch ein seltsamer Fall
zu werden; das wäre dann ungefähr so, wie wenn jemand vor einem deutschen Gericht Klage erheben wollte gegen den ehemaligen US-Präsidenten Obama wegen irgendwelcher Kriegshandlungen.
Also will man im vorliegenden Fall versuchen, von Österreich Amtshilfe zu bekommen, damit man einen Österreicher anzeigen kann. 

Die betreffenden Politiker behaupten offenbar, der Salzburger Weihbischof Andreas Laun habe "zum Hass gegen Teile der Bevölkerung" aufge-
rufen, und dabei habe die Internetseite "kath.net" durch die Veröffent-
lichung seines Hirtenbriefes über die GENDER-Ideologie mit beigetra-
gen, weshalb man diese ebenfalls angezeigt hat.

Ich wage mal die Prognose, dass die ganze Aktion eher ein PR-Gag
ist und ausgehen wird wie das Hornberger Schießen ( ---> HIER !).

Artikel über die Anzeige ---> HIER und HIER !
Der beanstandete Artikel bei "kath.net" ---> HIER !
Mein Blogartikel vom 2. April dazu ---> HIER !
Wenn man sich die Aussagen von Weihbischof Laun genau anschaut, wird man sie wahrscheinlich in der Formulierung als teilweise nicht sonderlich gelungen bezeichnen, aber die Unterstellungen der vier Politiker scheinen mir unbegründet zu sein. 
In der Sache hat Weihbischof Laun sogar Papst Franziskus voll auf seiner Seite, wie man aus diversen Äußerungen des Papstes weiß. 

ES IST KARFREITAG !

 

Kommentare:

  1. ... und wieder einmal fällt sofort auf,
    dass man die in DEUTSCHLAND hoch problematischen
    Aussagen radikaler Muslime überhaupt nicht erwähnt.
    Darf man solche Politiker Heuchler nennen, wenn sie
    die Aufrufe zum Hass ausgerechnet im EIGENEN Land
    derart offensichtlich ignorieren?

    https://www.youtube.com/watch?v=KmfmU6G3-V0

    http://www.abendblatt.de/politik/article207691063/Wie-Islamisten-weiter-gegen-Lesben-und-Schwule-hetzen.html

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  2. Mit ein klein wenig Nachdenken
    dürfte den meisten Menschen (Poltiker ausgenommen?)
    sofort auffallen, dass Weihbischof Laun davon ge-
    schrieben hat, dass der Teufel so formuliere,
    unter anderem "dass es irgendwie gestörte Männer und
    Frauen gibt, die anatomisch eine kleine Missbildung
    haben".
    Es liegt doch auf der Hand, dass KEIN Homosexueller
    eine antomische Missbildung hat - das weiß auch der
    Weihbischof. Wie sollte die Missbildung denn aussehen,
    liebe Poltiker?
    Vielleicht ein doppelter Penis?
    Also ist klar: Weihbischof Laun hält es für eine teuf-
    lische Lüge, bei Homosexuellen von einer anatomischen
    Missbildung auszugehen!

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  3. Die Anzeige ist an den Haaren herbeigezogen.
    Die Politiker machen zwar von ihrem Recht Gebrauch,
    aber andererseits ist das wieder einmal ein Beispiel
    dafür, mit welchem Kram unsere Gerichte regelrecht
    zugemüllt werden.
    Der besagte Weihbischof hat mit keiner Silbe zum
    Hass aufgerufen, das ist blanker Unsinn!

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  4. Die Anzeige wird keine Erfolg haben und ist auch kein guter Weg.
    Gut daran aber ist, dass sie die Aufmerksamkeit auf diesen (nicht zum ersten Mal) entgleisten Beitrag Launs lenkt, der in der Wortwahl, wenn auch vielleicht keine Hate speach, aber eines Bischof, der Brückenbauer und Friedensstifter zu sein hat, unwürdig war. Sein eigener Erzbischof Lackner hat sich ja auch unmissverständlich von Launs Einlassungen distanziert.

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