Mittwoch, 24. Mai 2017

Ablehnung "Marsch für das Leben": Berliner Diözesanrat antwortet auf meine Anfrage!

Es hat sich herumgesprochen: Der Diözesanrat der katholi-
schen Kirche in Berlin ist im Internet ziemlich ins Gerede geraten.
Sowohl "kath.net" als auch einige Blogger-Kollegen haben sich schon mit deutlicher Kritik der Sache angenommen: Es geht darum, dass der Diö-
zesanrat abgestimmt hat
und nicht bereit ist, den Berliner "Marsch für das Leben" durch eine Empfehlung an die Katholiken zu unterstützen, daran bitte teilzu-
nehmen.

Erfahren hat man das ursprünglich eigentlich nur ganz nebenbei, und zwar durch einen kleinen Nebensatz in einem Bericht der Berliner Bistumszei-
tung "Tag des Herrn"
, in dem über die Sitzung des Diözesanrates in-
formiert wurde. Dort liest man lediglich, "zügig erfolgte...  die Ablehnung des Antrags zur Unterstützung des 'Marschs für das Leben'" ---> HIER !


Dann griff "kath.net" diese Steilvorlage auf mit dem Artikel "Berliner Diözesanrat hat kein Herz für ungeborene Kinder", und seit dann gab's den üblichen Lawineneffekt im Internet... ---> HIER !
Mit ebenfalls deutlichen, informativen Worten griffen einige meiner Blogger-Kollegen das Thema auf; ich empfehle die Lektüre ---> HIER und HIER
Klar ist, dass der Diözesanrat sich hier auch gegen den Papst in Stellung bringt, der die Teilnahme ebenso ausdrücklich empfohlen hat wie etwa Kardinal Marx für die Deutsche Bischofskonferenz ---> HIER und HIER !
Wer eigentlich in diesem Diözesanrat sitzt, kann man schnell erfahren... Man schaue ---> HIER !

Da im Internet nicht klar war, was denn da genau beschlossen wurde, schrieb ich gestern Mittag den Diözesanrat per E-Mail an - und heute Nachmittag kam dann die Antwort eines Referenten, ausdrücklich
im Auftrage des Vorsitzenden. Es habe zum Antrag, die Teilnahme am "Marsch für das Leben" zu empfehlen und den Termin (Samstag, 16. September 2017) auch bei den Vermeldungen in den Gottesdiensten zu nennen, "eine Gegenrede" gegeben, über die "zügig" (Zitat Bistums-
blatt) beraten und dann abgestimmt wurde. 

"Ein erheblicher Teil der Befürworter des Marsches" differenziere nicht genug bei diesem schwierigen Thema, angeblich werde "weder die Not
von Frauen nach Vergewaltigung und bei lebensgefährlichen Schwan-
gerschaften in den Blick genommen"
- eine, wie ich finde, sehr kühne Behauptung.
Man wende sich auch gegen "eine Stigmatisierung der Frauen"... - und so brachte man den Unterstützungsantrag mit nur zwei Ja-Stimmen und neun Enthaltungen mit "großer Mehrheit" zu Fall...

Nun wissen wir wenigstens, woran wir sind bei diesem Diözesanrat, und der Papst weiß es auch...