Samstag, 27. Mai 2017

Der Papst kritisiert Unternehmer, die Leute entlassen - und was ist mit Entlassungen, die die Kirche ausspricht?!

In Genua hat Papst Franziskus bei seinem Besuch vor 3.500 Mitarbeitern einer metallverarbeitenden Fabrik gesprochen. Dabei kritisierte er Unter-
nehmer, die Leute entlassen, um Probleme zu lösen.
Das seien keine Unternehmer, "sondern Händler", die Menschen verkauften. ---> HIER !

Im Grunde stimmt das ja, was er da gesagt hat, allerdings mit Einschrän-
kungen, auf die ich schon mit einem früheren Artikel aufmerksam gemacht habe... ---> HIER !

Vielleicht darf man Papst Franziskus bei dieser Gelegenheit daran erinnern (ohne das automatisch zu verurteilen), dass auch die Kirche sich als Ar-
beitgeber nicht unbedingt nur mit Ruhm bekleckert. Das ist ein weites Feld, das mit der schlechten Bezahlung in unteren Lohngruppen beginnt und bei Entlassungen in deutschen kirchlichen Einrichtungen und auch im Vatikan endet.
An Hunderte von Angestellten beim "WELTBILD"-Verlag, die entlassen wurden, weil die Firma Probleme hatte, erinnern wir uns alle auch noch schmerzlich, und eine ganze Reihe von langjährigen treuen Mitarbeitern wurden entlassen, wenn sie z.B. nach einer Scheidung wieder geheiratet haben - so sind nun mal die Spielregeln, die im Einzelfall auch Leid und finanzielle Sorgen in die betroffenen Familien tragen können.

Mit anderen Worten: Wenn der Papst mit dem Finger auf die Unternehmer zeigt, dann hat das ein wenig auch einen faden Beigeschmack... ---> HIER und HIER und HIER und  HIER !