Mittwoch, 17. Mai 2017

Ein Hoch auf den Skandal-Journalismus! Donald Trump soll angeblich gesagt haben...

Endlich wieder auf breiter Medienfront Klatsch und Tratsch über Donald Trump: Wie ich gestern schon schrieb, soll er angeblich dem russi-
schen Außenminister Details über geplante IS-Anschläge verraten haben, was Menschen-
leben retten könnte - wie furchtbar! ---> HIER !

Die Begründung in den Medien ist vor allen Dingen originell: Damit habe Trump die Geheimdienst-Quelle in der Nähe des IS wahrscheinlich
in Gefahr gebracht, aufzufliegen und sein Leben zu verlieren.
Nun ist es mit Logik betrachtet doch so: Dem russischen Außenmi-
nister dürfte, falls Trump das gesagt hat, wohl kaum daran gelegen sein, diese Quelle zu verraten, und Trump auch nicht. Womit klar ist, dass der Schwarze Peter bei den Medien selbst liegt: Hättet ihr schlauen Journalisten in eurer Sensationsgier besser den Mund gehalten und diese zweifelhafte Story nicht verbreitet, wäre auch niemand gefährdet worden. Das Verhalten der Medien erinnert mich stark an einen Brandstifter, der als Feuerwehrmann arbeitet...

Und gestern dann das nächste Päckchen des "soll-angeblich-gesagt-haben"-Journalismus. Ein Freund des FBI-Chefs will gelesen haben, dieser habe Gesprächsaufzeichnungen über Aussagen von Trump gemacht. Auch hier winkt das Weiße Haus übrigens wieder ab, und es steht Aussage gegen Aussage ohne jeden Beweis. - Aber weltweit wird wieder ein Riesen-
ding daraus herbei geschrieben. Qualitätsjournalismus eben...

Wann endlich soll ein führender Chefredakteur mal gesagt haben, man werde als seriöse Medien nicht mehr herumspekulieren? 

Nachtrag um 7.05 Uhr:  Gerade schrieb mich ein Leser an, der Freunde in den USA hat. Dort wisse man, was unsere Medien verschwiegen: Die "Washington Post", die den Stein ins Rollen gebracht habe, sei nicht so unabhängig, wie man hier gerne tut. Sie gehöre dem "Amazon"-Besitzer, der  seit langem ein ausgewiesener Trump-Gegner sei und diesen zu Fall bringen wolle. 
Man lese ---> HIER und HIER !