Dienstag, 23. Mai 2017

"Radio Vatikan" und die Kunst der besseren Flüchtlings-Schlagzeile...

Bei der Berichterstattung kann man Überschriften sehr verschieden setzen.
Wenn also "Radio Vatikan" gerade
meldet "Mittelmeer-Retter von Vorwürfen entlastet", dann ist das mit Bezug auf die Debatte im Verteidigungsausschuss des italienischen Senats zwar richtig, aber auch nur die halbe Wahrheit.
Erst gegen Ende des Artikels erfährt der Leser, was man anderswo an vorderer Position lesen kann: Die italienische Regierung will den privaten Flücht-
lings-Rettern im Mittelmeer mehr auf die Finger gucken
und hat eine Liste mit Empfehlungen erstellt. Dazu gehört z.B., dass die privaten Helfer-Schiffe nur unter der Regie der italienischen Küstenwache tätig werden sollen und dass sie ihre Geldgeber offenlegen sollen, denn da gibt es in Einzelfällen Erklärungsbedarf.

Insgesamt herrscht im Mittelmeer zuweilen ein rauher Ton, wie man z.B. am kürzlichen Zwischenfall angeblich in libyschen Hoheitsgewässern sieht, bei dem es zum Streit zwischen libyscher Küstenwache und den privaten Rettern kam, wer denn nun die Flüchtlinge aus einem Boot übernehmen darf - die Küstenwache wollte die Flüchtlinge zurück nach Libyen bringen, nur wenige Kilometer von der Küste entfernt, während "Sea Watch" die Flüchtlinge unbedingt nach Italien bringen wollte - und dies auch durch-
setzte. Fast schon wie in einem Krimi...

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