Sonntag, 28. Mai 2017

Rede von Papst Franziskus macht stutzig: Will er langfristig die kirchliche Stuktur abschaffen?

Bei seinem Besuch in Genua hat Papst Franziskus natürlich nicht nur mit Fabrikarbeitern über ihre Arbeitsbedingungen gesprochen (siehe meinen gestrigen Artikel). Anschließend traf er in der Kathedrale Priester, Ordens-
leute und Seminaristen und antwortete ausführlich auch auf deren Fragen.
Dabei betonte Papst Franziskus, der "Stil Jesu, das ist das Grundlegende für unseren Dienst". Jesus sei "immer auf dem Weg" gewesen, "immer unter den Menschen, der Menge" (was bekanntlich nicht stimmt, da mehr-
fach erwähnt ist, dass Jesus sich zum Gebet zurückgezogen hat, was der Papst dann auch einräumte)

Und dann der Satz: "Jesus hat sich nie an Strukturen gebunden - er hat sich immer an Beziehungen gebunden" (was ja so auch nicht stimmt, da er die damaligen Strukturen und religiösen Gesetze ausdrücklich akzeptiert hat und noch besonders betonte, kein Fünkchen vom Gesetz werde von ihm angetastet (Mt 5,17), und "wer nun eins von den kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der kleinste sein im Himmelreich", wer das Gesetz aber erfülle, "der wird groß sein im Himmelreich".)
Papst Franziskus erklärte in Genua weiter, es gehe "um ein Minimum der Strukturen für ein Maximum des Lebens"... ---> HIER !
Wenn man das weiterdenkt, könnte dies aber doch bedeuten, dass es im Sinne Jesu sei, jedenfalls aus Sicht dieses Papstes, die kirchlichen Struk-
turen weitgehend abzubauen, um mehr Freiheit im Leben und in persön-
lichen Begegnungen zu haben. - Kommt bald also z.B. das Ende der Kir-
chensteuer in Deutschland...?