Dienstag, 27. Juni 2017

"Ehe für alle" - Ist die Schlacht für die katholische Kirche endgültig verloren?

Heute haben sich die Ereignisse überschlagen. Gestern Abend deutete sich für die katholische Kirche das heraufziehende Unwetter schon an, nachdem Angela Merkel eine Kehrtwende um 180 Grad gemacht hatte... ---> HIER !
Die SPD hat ihre Hausauf-
gaben durchaus gemacht, was geschicktes Taktieren zum richtigen Zeitpunkt betrifft: Heute kam wie aus der Hüfte geschossen auf einmal die Drohung, man werde das Gesetz für die Gleichstellung der Homo-Ehe noch in dieser Woche durch den Bundestag treiben - in einer Eile, als gehe es in dieser viertrangigen Frage plötzlich um Leben und Tod. ---> HIER !
Die katholischen Kirchenführer scheinen geradezu perplex und über-
rumpelt; offenbar ging man davon aus, dass es auch diesmal irgendwie dann doch wieder gut ausgehen werde. Man rühmt sich ja gerne der guten Kontakte des "Katholischen Büros" in Berlin mit den Telefonnummern aller wichtigen Politiker.
Doch man hat katholischerseits offenbar die Lage falsch eingeschätzt und vorher zu wenig Lobbyarbeit für den katholischen Standpunkt betrieben; jetzt ist das Kalb so gut wie versoffen, und man kann im wesent-
lichen nur noch mit Bedauern reagieren. ---> HIER !

Vielleicht ist aber die Argumentation des Kommentators Kilian Martin bei "katholisch.de" noch eine Chance: Die "Ehe für alle" ist nicht mehr zu verhindern, das sieht er klar. Mit dem aktuellen Coup wird man Fakten schaffen und nicht, wie vorher angekündigt, das Thema im Wahlkampf konträr behandeln. 
Es geht um eine Kehrtwende von geradezu historischem Ausmaß, denn - so Kilian Martin - bislang waren Ehe und Familie, wie wir sie ver-
stehen, vom Grundgesetz unter besonderen Schutz gestellt

Andererseits sieht Kilian Martin in seinem Kommentar auch, dass es nun eine um so dringendere Aufgabe für die Vertreter der katholischen Kirche sein muss, "immer wieder herauszustellen, welches Ideal hier aufgegeben wird...." ---> HIER !