Donnerstag, 22. Juni 2017

Empfiehlt Papst Franziskus den Katholiken, statt Heirat in wilder Ehe zusammen zu leben?

Der Artikel bei "katholisch.de" ist sicher nicht ohne Grund ganz exakt formuliert, mit ausführlichem wört-
lichen Zitat des Papstes, denn es könnte mal wieder Turbulenzen ge-
ben: Papst Franziskus hat in der gestrigen Generalaudienz noch ein-
mal eindeutig klar gestellt, dass die Ehe nach katholischem Verständnis unauflöslich ist, für immer geschlos-
sen und nicht "so lange die Liebe hält".

So weit so gut, doch dann wird er mit einem "Ratschlag" für alle anderen zitiert, die für sich daran zweifeln, das einhalten zu können: Sie sollten besser "erst einmal" (?)  nicht heiraten.
Es zugegeben vertrackt, aber in der Konsequenz heißt dies doch wohl, dass der Papst den Katholiken empfiehlt, lieber in wilder Ehe zusammen zu leben, bis sie sich vielleicht (oder auch nicht?) irgendwann sicher sind, dass sie stark genug sind, um kirch-
lich zu heiraten.

Man schaue ---> HIER und Video HIER !
Im Vorjahr verursachte der Papst einigen Wirbel mit seiner Aus-
sage, die "große Mehrheit" der katholisch geschlossenen Ehen sei ungültig, da den Paaren nicht wirklich ausreichend klar gewesen sei,
was die katholische Ehe bedeute. - Einige Journalisten spotteten daraufhin, der Papst halte die Katholiken für nicht klug genug, zu wissen was sie tun. ---> HIER und HIER !

Kurz darauf zog der Papst seinen Text zurück und formulierte um; aus "die große Mehrheit" wurde dann das Wort "viele Ehen"...