Dienstag, 27. Juni 2017

Italienischer Priester wettert gegen Papst Franziskus - und wird vom Dienst suspendiert!

Vielleicht haben Sie es
heute auch schon bei "katholisch.de" gelesen:
Ein italienischer Priester,
der mehrfach gegen Papst Franziskus und "die Zerstörung der katholischen Kirche" auf der Kanzel gewettert hatte, wurde vom zuständigen Erzbischof von Palermo vom Dienst suspendiert. - Pfarrer Alessandro Minutella ist nun in Italien bekannt wie ein bunter Hund; die Medien soll voll von Berichten und Videos über ihn und seinen Kampf gegen einen Papst, den er für unrecht-
mäßig und für einen Anhänger der Freimaurer hält. Der Konflikt zieht
sich schon einige Monate hin, denn schon im März erhielt der Priester
die Aufforderung des Erzbischofs zur Mäßigung oder zur Aufgabe seines Amtes. ---> HIER !

Da bin ich als eher traditionell denkender Katholik hin und her gerissen: Für so manche Kritik an diesem Papst, die ja von vielen und vielfach geäußert wird, habe ich mindestens Verständnis. Das Problem scheint mir nur zu sein - so weit man das aus zweiter Hand überhaupt beurteilen kann -, dass es da auch Grenzen gibt, gemäß der Redewendung "Der Ton macht die Musik".
Im konkreten Falle hat der Priester, wenn ich die Recherche diverser italienischer Meldungen zusammenfasse, immer wieder mächtig vom Leder gezogen - teilweise unter heftigem Beifall während der Predigt in der Hl. Messe.
Auch jetzt ist es wohl so, dass große Teile der Pfarrgemeinde ihn gerade-
zu aufgefordert haben, die Suspendierung einfach zu ignorieren; beim Erzbischof hat man schon heftig gegen die Absetzung protestiert.

Es ist meines Erachtens nicht gerade förderlich für ein Gemeindeleben, wenn es ausgesprochene Fronten in der Pfarrei gibt, und es macht schon einen Unterschied, ob man den Papst z.B. in einem Buch mit gemäßigter Wortwahl kritisiert - oder polemisch in der Heiligen Messe.
Immerhin hat der Priester seinem Bischof bei der Weihe Gehorsam gelobt. Sachliche Kritik ist erlaubt - und wohl auch nötig -, doch wiederholte öffentliche Attacken in aggressivem Tonfall halte ich nicht für der Sache dienlich und eines Priesters nicht würdig, sorry. (Ich kriege jetzt wieder Ärger, ich weiß...)

In jedem anderen Beruf wäre der Mann mindestens ebenso hart diszi-
pliniert worden, oder können Sie sich einen Autoverkäufer vorstellen,
der den neugierigen Interessenten für einen Neuwagen häufig genüsslich erzählt, für wie miserabel er die Qualität dieser Marke hält?

Man schaue italienische Medien und Predigt-Videos ---> HIER und HIER und HIER und Videos HIER und HIER !