Montag, 10. Juli 2017

Buchwerbung bei "katholisch.de"? - Homo-Katholiken "fühlen sich unglaublich verletzt"

Wieder einmal so ein Fall, wo ein beachtlicher Teil der Leser deutlich anderer Meinung ist: Bei "katholisch.de" ist ein recht informatives Interview des Redakteurs Kilian Martin mit einem bekannten Jesuitenpater abgedruckt, der mit seinem Buch Brücken bauen will zwischen katholischer Lehre und dem Leben von Homosexuellen. Diese fühlten sich "unglaublich verletzt", wenn man sie nur durch die Brille des Katechismus anschaue.
Das Buch von Pater James Martin erhielt sowohl Zustimmung wie auch Ablehnung innerhalb der Kirche, wie man anhand des dritten Links er-
kennen kann ---> HIER und HIER und deutlich kritisierend HIER !

.
Die Leser von "katholisch.de" sind in ihrer Meinung auch gespalten; eine ganze Reihe fühlen sich ihrerseits von Homosexuellen "unglaublich verletzt", die wortreich die Tatsache umschiffen, dass der Mensch von Gott bewusst als Mann und Frau geschaffen wurde, die fruchtbar sein sollen und sich ergänzen.
Sich verletzt zu fühlen sei kein objektives Merkmal, denn man könne sich auch verletzt fühlen, wenn einem der Nachbar untersage, ein Zelt in dessen Garten aufzustellen, formuliert ein Kommentarschreiber.
Klar gibt es bei den Lesern (bei "Facebook") auch das Totschlagargument, wem die kirchliche Lehre bezüglich der "ungeordneten" Lebensweise der Homosexuellen nicht passe, der könne ja in einer anderen Konfession seine neue Heimat suchen...

Die Interview-Fragen von Kilian Martin finde ich gut, und jeder meiner Leser kann sich bezüglich der Antworten des Paters durchaus eine Mei-
nung bilden. Ob es da ein wenig weiterhilft, wenn wir an die alte Regel denken, nach der man die Sünde hassen, aber den Sünder als Nächsten lieben soll?!

Jemandem menschlichen Respekt zollen heißt noch lange nicht, dass ich alles und jedes gutheißen muss, was dieser sagt und tut. Aber so wie ich meine Erfahrungen mit Trollen im Internet gemacht habe, so vermute ich, dass sich einige  per E-Mail am betreffenden "katholisch.de"-Journalisten abreagieren werden mit einem Wortschatz, der eines auf jeden Fall nicht ist: nämlich christlich...