Freitag, 14. Juli 2017

Der "Osservatore Romano" mit schwerem Geschütz gegen "ultrakonservative Katholiken" in den USA

Man sagt der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" nach, dass darin keine wich-
tigen Artikel stehen ohne das ausdrückliche "OK" aus der engsten Umgebung von Papst Franziskus.
Jedenfalls werden Artikel in diesem Blatt in der Beachtung bei katholischen Journalisten hoch gehandelt - weil man unterstellt, das Papst Franziskus das dort Geschriebene gutheißt.

Nehmen wir mal an, dass dieses Gerücht stimmt, dann könnte der heutige Artikel bei "katholisch.de" auch bedeuten, dass man im Vatikan die kon-
servativen Katholiken in den USA als Störung entdeckt hat, und denkbar wären in absehbarer Zeit irgendwelche Folgen, vielleicht auch nur als Mah-
nungen von amerikanischen Bischöfen, die dem Papst gedanklich nahe-
stehen, ans kirchliche Fußvolk.
Jedenfalls kritisiert man eine "Ökumene des Hasses", die es zwischen evangelikalen und katholischen "Fundamentalisten" gebe, die sich in Ausländerfeindlichkeit, Intoleranz und strenger (wörtlicher) Bibelaus-
legung
äußere. Diese seltsame Einmütigkeit zwischen konservativen Evangelikalen und konservativen Katholiken wird im Originalartikel der Jesuiten sogar als "extremistischer Fundamentalismus" bezeichnet, und man kritisiert, dass man offenbar Religion und Politik vermenge und verwechsle.
Man verwende christliche Begriffe, um für eine "ultrakonservative"
Politik zu kämpfen. Das sei ganz und gar nicht im Sinne von Papst Franziskus, der die Vorstellung, auf Erden das Reich Gottes errichten zu wollen, klar ablehne.

Man lese bei "katholisch.de" ---> HIER !
Der ausführlichere Artikel in der italienischen Jesuiten-Zeitschrift Man schaue ---> HIER !
Es fällt sofort auf, dass hier in die Trickkiste der Rhetorik gegriffen wurde: Ohne einen handfesten Beweis dafür liefern zu können, wird dem kirchenpolitischen Gegner einfach mal "Hass" unterstellt, ein böses Wort, das verletzend ist und wohl auch so gedacht ist.
Das erinnert beinahe an die linksextremistischen Schreihälse, die auch gerne allen Hass unterstellen, die nicht ihrer Meinung sind.

Für eine Jesuitenzeitschrift ist das jedenfalls starker Tobak, der durch Vorwürfe wie den, die Konservativen würden Religion und Politik vermischen, nicht gerade besser wird. Wenn man sich nämlich so manche Aussage und auch die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus ansieht, dann könnte man auch und vielleicht noch eher
den Eindruck haben, da werde Politik und Religion vermischt.

Fazit: Ein Artikel, der dem "Osservatore Romano" wahrlich nicht zur Ehre gereicht!