Montag, 10. Juli 2017

Ein krasses Fehlurteil? - Gericht urteilt, das Herumturnen auf einem Altar sei Kunst!

Vielleicht erinnern sich meine Leser an den spektakulären Fall voriges Jahr in Saarbrücken:
In erster Instanz wurde ein Mann zu einer Geldstrafe verurteilt, der in einer katho-
lischen Kirche auf den Altar geklettert war und dort vor laufender Kamera Liegestütze vorführte, die
er später auch als Video veröffentlichte. ---> HIER !

Nun steht's ganz frisch in den Medien: Die zweite Instanz hob das Urteil auf, denn die Vorführung des Mannes sei Kunst und damit nicht
zu bestrafen. Allerdings habe er mit dieser Aktion Hausfriedensbruch begangen, und deshalb muss er 500 Euro an eine soziale Einrichtung zahlen ---> HIER und HIER !
Viele Katholiken sind angesichts dieses neuen Urteils sicher wie vom Donner gerührt: Da wird ein Altar regelrecht entweiht - und das ist Kunst??? 

Die Leser von "katholisch.de" sind bei Facebook voller Zorn; einer meint gar, es läge "eine gewisse Verwirrtheit" der Richter vor. Ein anderer meint, wenn einer vor Gericht einen Kaugummi kaue, bekomme er eine Ordnungsstrafe, und hier werde ein sakraler Raum missachtet, und das werde gebilligt. Wieder ein anderer fordert, man solle das Gleiche doch
mal in einer Moschee veranstalten und sehen, was passiert.

Auch juristisch gibt es Bedenken gegen das Urteil, denn der Kunstfreiheit steht ein anderes, in diesem Falle wahrscheinlich höheres Recht entgegen, die Relgionsfreiheit, die religiösen Gefühle der Katholiken würden damit beleidigt, und das sei ein Straftatbestand.
Klar muss auch der Vorschlag kommen, man solle doch mal als "Kunstaktion" einen Haufen (Verdauungsendprodukt) auf den Richtertisch machen. Wieder andere befürchten ob dieses seltsamen Urteils weitere Nachahmungstäter.
Wie es heißt, ist nicht auszuschließen, dass die Anklage jetzt noch einmal
in Revision gehen wird.