Dienstag, 4. Juli 2017

Grevenbroich: Familiengottesdienst am Sonntag mit Spielstraße, fetziger Musik, Theater und Bewegungsaktionen!

Amerikanische evangelikale Gemeinden lassen grüßen! - Was in den USA seit Jahr-
zehnten in riesigen Gottes-
diensten als Rundum-Versorgung längst üblich ist, schwappt nun wohl auch nach Deutschland.
So wird für den Sonntagvor-
mittag in Grevenbroich um 11 Uhr dreimal ein Familien-
gottesdienst "Abenteuer-
land"
angeboten, mit Kaffee vorher für die Eltern, mit Basteln und Malen für die Kinder. Und dann kommt laut Presse der "Countdown - es wird von Zehn auf Null heruntergezählt, bevor der Pfarrer kommt", und dann "geht es los mit fetziger Musik, Bewegungsaktionen und einem Theaterspiel..."  ---> HIER !

Damit hat die Schwester, die die Idee hatte, andernorts bereits großen Erfolg gehabt. Natürlich kommt dann das Stichwort, man wolle selbstver-
ständlich nicht "möglichst viele Leute" in die Kirche locken, aber es ist doch offensichtlich sehr wichtig, vom großen "Erfolg" zu schreiben.

Mich beschleichen bei sowas immer sehr gemischte Gefühle. Was ist damit gewonnen, wenn man fernstehende Familien zwei-, dreimal im Jahr in die Kirche lockt, mit pastoralen Sonderaktionen, gewissermaßen mit theolo-
gisch-liturgischem Rabatt?

Mir ist auch nicht klar, ob das als Sonntagsmesse gilt - und welche Folgen das dann für den Ablauf der Heiligen Messe hat. Aber vielleicht ist es auch besser, wenn man gar nicht alles weiß. - "Tut dies zu meinem Gedächt-
nis!", hat Jesus gesagt, und ich vermute, er dachte dabei nicht unbedingt an Grevenbroich...