Freitag, 7. Juli 2017

Simples Weltbild? - Wenn die "FAZ" unbeirrbar Kardinal Meisner für einen Don Quichote hält...

Klar, dass sich nach dem Tod von Kardinal Meisner die üblichen Verdäch-
tigen an seiner Person nachträglich ab-
arbeiten müssen.
Er war nicht stromlinienförmig, nicht politisch korrekt in vielen Ansichten, und da liegt es z.B. für Daniel Deckers von der "FAZ" natürlich auf der Hand, dass der Kölner Kardinal ein Don Quichote war, der sich "gegen jede Form des Zeit-
geistes" gestemmt
habe. ---> HIER !

Aber vielleicht haben wir mit diesem schrägen Vergleich ja noch Glück gehabt; es hätte noch viel schlimmer kommen können. Immerhin sehen manche Leser der "FAZ" das in ihren Zuschriften etwas differenzierter, und viele meiner Blogleser gottlob auch.
Es ist zwar bequem, wenn man als Journalist und Christ in Schubladen denkt, aber unbedingt fair ist es nicht. So verweist einer meiner Leser, der mich häufig per E-Mail mit Tipps versorgt, heute Morgen z.B. auf die Tat-
sache, dass Kardinal Meisner in manchen Bereichen doch anders dachte, als man es ihm zugetraut hätte, so z.B. bezüglich moderner Kunst.
Da staunte ich angesichts des zugeschickten LINKS auch nicht schlecht, dass Kardinal Meisner sich beispielsweise anerkennend zu einer sehr gewöhnungsbedürftigen Plastik von Joseph Beuys äußerte. 
Man schaue den pdf-Text seiner Ansprache ---> HIER und ein Foto der "Kreuzigung" (1963) ---> HIER !

Merke (auch für Journalisten): Wenn man das kleine Kunststück fertig bringt, die Augen beide aufzumachen, sieht man besser. Vielleicht übt auch Herr Deckers das mal?!