Montag, 4. September 2017

Kirchenführer rufen Bürger auf, nur Parteien zu wählen, die das "Zusammenleben fördern"

Die älteren Semester unter
uns erinnern sich noch schwach an die Wahlaufrufe deutscher Bischöfe, nur "christlich" zu wählen.
Vor einiger Zeit haben die deutschen Bischöfe beschlos-
sen, keine Wahlempfehlung mehr abzugeben. Stattdessen wurde heute ein gemeinsamer "Wahlaufruf" von evange-
lischer und katholischer Kirche veröffentlicht. 
Unter dem Motto "Wir haben die Wahl - Demokratie stärken durch Be-
teiligung und Respekt"
werden aber keine detaillierten Wahlprüfsteine ge-
nannt, sondern relativ allgemein gehaltene Gedanken, über den "Wandel unserer Lebensumstände", weil "viele Menschen" in unser Land kämen,
die "Schutz vor Krieg und Verfolgung" bei uns suchen würden. 

Man bittet die Bürger, "in ihren Wahlentscheidungen zu bedenken, welche politischen Positionen und Kräfte unser Gemeinwesen stärken und unser Zusammenleben fördern", ohne die Parteien zu nennen, die man meint - oder nicht meint.
Man schaue ---> HIER; dort findet man auch den Link zum kompletten Text als pdf-Datei.

Kommentare:

  1. Wählt den Demokratischen Block der Parteien und Massenmedien in der BRD!

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  2. Man leidet ja förmlich mit den bischöflichen Formulierungskünstlern mit, wie man ohne Nennung der Partei den tumben Wahlvolk klarmachen kann, dass man die AfD meint.
    Besonders originell ist die Behauptung, dass alle, die zu uns
    kommen, Schutzsuchende vor Krieg sein sollen.
    Da scheinen die Bischöfe die Diskussion der letzten 12 Monate völlig verschlafen zu haben.

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    1. Da muss ich Ihnen leider recht geben.
      Inzwischen sind wir politisch doch schon einen
      Schritt weiter, indem man zugibt, dass es sehr
      viele Unberechtigte gibt, die (eigentlich)
      abgeschoben werden müssen.
      Die Bischöfe sind nicht in der Lage oder willens,
      zwischen Kriegs- und Wohlstandsflüchtlingen zu
      differenzieren, und damit haben sie sich selbst
      aus der ernsthaften Debatte rausgekickt.
      Im übrigen hat sogar Kardinal Woelki vor Jahresfrist
      noch gefordert, die Wohlstandsflüchtlinge hätten das
      Land schnellstmöglich zu verlassen.
      Ein bischöfliches Dokument der Peinlichkeit.

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  3. Das ist in Ordnung so. Denn es ist keine eindeutige Empfehlung, dass nur eine bestimmte Partei für Christen wählbar ist, wie zu den "Wählt christlich!"-Zeiten unseligen Angedenkens. Sondern es lässt die Wahl ALLER Parteien zu, die sich eindeutig und unmissverständlich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen, insbesondere zu ihrem 1. Artikel ("Die Würde des Menschen ist unantastbar..."), der ein säkulares Derivat des jüdisch-christlichen Menschenbildes ist.
    Es lässt allen Christen die Freiheit zu prüfen, ob es Parteien gibt, die nicht auf den Boden unserer Grundordnung stehen und daher für Christen nicht wählbar sind

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  4. Ein sprachlich völlig unverkrampftes Dokument... ;-) ;-)

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  5. Mal ehrlich: Welche Partei kann man als Katholik mit ruhigem Gewissen wählen?

    Die Partei mit dem geheuchelten C, die die Zukunft dieses Landes nachhaltig gefährdet hat?
    Die Partei, die Merkel mit "noch mehr Merkel" bekämpfen will?
    Die Grünen, die dieses Land so sehr hassen wie die Pest?
    Die FDP etwa?
    Oder gar die SED?

    Da bleibt nicht mehr viel übrig, wenn man seine Stimme nicht gleich in die Tonne werfen will.

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    1. Da muss ich ihnen widersprechen. Ich kann aus gutem oder schlechtem Grund meine Stimme für mich behalten. In Deutschland haben wir nämlich ein Wahlrecht, keine Wahlpflicht. Im übrigen funktioniert Demokratie auch oder gerade durch die Nichtwähler. Eine nicht unerhebliche Mehrheit in unserem Land.

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    2. Ich glaube, an Hass auf unser Land übertifft Arminius "die Grünen" bei weitem. Vom "System" (womit suggeriert wird, wir hätten hier einen Unrechtsstaat, ein "Schweinesystem"), "Blockparteien" etc., was zum täglichen verbalen Repertoire des Arminius und seiner Kameraden gehört, habe ich bei den Grünen noch niemand reden gehört.

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    3. Die Grünen lieben ihr Vaterland so sehr, daß sie es mit der ganzen Welt teilen wollen.

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