Mittwoch, 13. September 2017

Nein, uns hat kein Hurrikan erwischt, aber...

Die Männer (und gewiss auch manche Frauen) kennen das: Kaum sind gerade mal nur zehn Jahre ins Land gezogen, halten es gewisse Familienmitglieder für geradezu überlebenswichtig, dass die Wohnung komplett auf den Kopf gestellt wird - sprich: Bei uns soll gründlich renoviert werden!
Wer von meinen geschätzten Lesern einige Lebenserfahrung besitzt, der weiß, was es bedeutet, wenn Frauen davon sprechen, dass etwas gründlich gemacht werden muss, und zwar unbedingt und auf der Stelle!
Die ersten Vorzeichen der herannahenden Katastrophe hatte ich wohl nicht ernst genug genommen und im stillen gehofft, dieser Kelch könnte an mir vorübergehen, irgendwie. Männer haben manchmal einen Optimismus, da können Frauen nur schmunzeln.
Kurzum: Mit Beginn des heutigen Tages beginnen hier nicht nur die Herbststürme, sondern es beginnt auch die Unkenntlichmachung mehrerer gemütlicher Zimmer. Da teilweise sogar der Fußboden erneuert werden soll, wagte ich anfangs noch vorsichtigen Protest ("Das haben wir doch erst kurz... - Das ist doch noch gut!"), doch ich erntete nur mitleidige Blicke.
Die unausweichliche Folge: Mehrere Zimmer werden nacheinander komplett leergeräumt und dann Stück für Stück, Stunde für Stunde, Tag
für Tag, in den von einigen Familienmitgliedern gewünschten Zustand gebracht.
Ich wage inzwischen, nachdem ich das Ausmaß bereits einige Stunden erleide, keinerlei zeitliche Prognosen mehr; mein dezenter Hinweis an das Team, ich ging doch immer noch davon aus, dass wir bis Weihnachten fertig sind, wurde mit völliger Nichtbeachtung quittiert.

Damit einhergehend hat auch das lustige Spielchen eingesetzt, das mit Sätzen einhergeht wie "Weiß jemand, wo der Autoschlüssel liegt?" oder "Der Brief mit der Arztrechnung liegt nicht mehr da!" umschrieben werden kann. Ich rechne mit erheblichem Schwund...
Kurzum: Es wird in den nächsten Wochen Tagen auch ziemlich ruhig in meinem Blog, und ich hoffe inständig, dass mein Computer nicht ohne eindeutige Ankündigung zutapeziert wird. Noch nicht mal ein Foto von der Großbaustelle durfte ich machen, liebe Leser!
.
Zwei Anmerkungen:   1.) Von Beileidsschreiben und -besuchen bitte ich Abstand zu nehmen.  2.) Halten Sie sich in nächster Zeit mit Leserbriefen etwas zurück; ich komme vermutlich relativ selten dazu, diese freizu-
schalten. Ich gebe selbstverständlich Entwarnung, wenn dieses Gewusel und Möbelrücken hier zu Ende ist!


Kommentare:

  1. Sie sind ein Leidensgenosse, ich kenne das...!
    Mein Tipp: Lassen Sie das ganz fatalistisch über sich ergehen
    und veranschlagen dafür im Geiste gut zwei Wochen.
    Dann regen Sie sich erstens nicht auf und freuen sich zweitens, wenn es doch weniger Zeit braucht!

    AntwortenLöschen
  2. Ich weiß schon, warum ich auf Raufaser statt Tapete be-
    standen habe...!
    Bei uns gilt: Küche alle vier bis fünf Jahre, alle übrigen
    Zimmer ca. alle zehn Jahre. Fußboden geht uns nix an, das
    ist der Vorteil der Mietwohnung, da muss der Vermieter ran!

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================