Mittwoch, 11. Oktober 2017

Heute: Wenn die Gewerkschaft "verdi" im katholischen Krankenhaus streiken lässt...

... dann ist das eine knifflige Angelegenheit, bei der man nicht weiß, wie das juristisch ausgehen wird, denn eigentlich ist im speziellen Fall solcher kirchlicher Betriebe kein Streikrecht vorgesehen, wie man an diversen Stellen nachlesen kann, so z.B.
---> HIER !
Nun will man es bei "verdi" also wissen und riskiert damit viel, vielleicht auch ein böses Erwachen für die Angestellten, die dabei mit-
gemacht haben. Wenn heute weniger als 20 der 300 Mitarbeiter gestreikt haben, dann zeigt dies, dass den Betref-
fenden das persönliche Risiko durchaus bewusst ist, dass sie im ungünstigsten Falle ihren Arbeitsplatz verlieren könnten - aber wer weiß schon, wie Gerichte entscheiden und wie viele Jahre sich das beim Gang durch sämtliche Instanzen hinziehen könnte...

Die andere Frage ist, ob die Sonderregelung für kirchliche Betriebe wirklich auf lange Sicht haltbar ist. Auch für die kirchlichen Träger gilt wohl:
Auf hoher See und vor Gericht bist du in Gottes Hand - und es kann viel passieren...

Man lese ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter11. Oktober 2017 um 18:40

    Was soll man dazu sagen?
    Eigentlich sollte es doch wohl so sein, dass ein kirchlicher
    Betrieb, wie es im ersten Link ganz oben erklärt ist, eine
    ganz besondere Solidargemeinschaft ist, in der CHRISTEN für
    das Reich Gottes arbeiten,
    und da kann man sich anders einigen als mit dem Mittel des
    Streiks, das nur die Patienten zu Leidtragenden macht.
    Leider hat die Kirche sich entschieden, um fast jeden Preis
    immer noch mehr und immer noch größere Krankenhäuser unter
    ihrer Regie zu betreuen, und damit fingen die Probleme an.
    Dort arbeiten längst nicht mehr die vom Glauben überzeugten
    Katholiken, sondern es ist ein Arbeitsplatz wie jeder andere
    geworden.
    Was jetzt passiert, ist gewissermaßen die Rache für die
    irrsinnige Expansion auf dem Sozialsektor.

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  2. Auch als Kirchenfunktionär sollte man wissen,
    wenn man schlechte Chancen hat.
    In diesem Falle ist es doch nur eine Frage der Zeit
    (meinetwegen auch ein paar Jahre!), bis dieses Privileg
    auch noch fallen wird.
    Darauf sollte man sich früh genug einstellen,
    und insbesondere stimme ich dem "Ordinariatsgeschädigten"
    zu, dass endlich mal grundsätzlich eine Debatte darüber
    geführt werden muss, ob es wirklich noch sinnvoll ist,
    dass die Kirche Hunderte von Krankenhäusern in Deutsch-
    land betreibt - ohne einen erkennbaren Nutzen für die Kirche,
    denn Krankenhaus können auch andere.
    Meinem Blinddarm ist es egal, ob er staatlich oder kirchlich
    operiert wurde!

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    1. zu Heribert Jäger:
      Das verstehen Sie (und viele andere) offenbar nicht:
      Natürlich können auch andere Krankenhaus, und vielleicht
      sogar besser.
      Die Krankenhäuser werden aber als soziales Mäntelchen
      für die Kirche dringend benötigt. In jeder zweiten
      Diskussion über die Kirche taucht das auf: Aber schaut
      doch mal, wie viel Gutes wir in Krankenhäusern und
      Kindergärten tun!
      Würde das wegfallen, würde die Kirche noch schneller
      in den Bedeutungsverlust sinken. Spätestens in fünf
      Jahren, da stimme ich zu, ist das Thema sowieso durch.

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