Donnerstag, 12. Oktober 2017

Moderne Firmvorbereitung: "Es ist definitiv nicht unser Ziel, junge Leute sonntags in die Kirche zu bekommen!"

Ein erzürnter Leser schickte mir die beiden Verlinkungen zur "Saarbrücker Zeitung", aber ich vermute, was da gesagt wird, kann man andernorts auch hören.
Der Gemeindereferent, der sich dort offenbar mit seinen Kate-
cheten um die Firmvorberei-
tung kümmert, bringt es auf den Punkt: "Es ist  definitiv nicht unser Ziel, junge Leute sonntags in
die Kirche zu bekommen..." 

Selbstverständlich sagt er im Interview mit der Zeitung noch mehr, und
das sollte man dann in diesem Zusammenhang bitte auch lesen. 

Aber dennoch: Kann man das als Zielbeschreibung für die Firmvorbereitung wirklich guten Gewissens so formulieren?
Man lese ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Da kann man den Gemeindereferenten direkt auf den vorigen
    Artikel des Kreuzknappen über den Katechismus verweisen.
    Der Herr Firmvorbereiter kann man nachlesen, was da über
    den Sonntag des Christen steht und über den Gottesdienst-
    besuch.
    Ist es eventuell möglich, dass er sich den falschen Beruf
    ausgesucht hat und besser Sozialarbeiter würde?

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  2. Was mögen Jugendliche denken, die sich auf die Firmung
    vorbereiten, wenn man ihnen sagt: Hauptsache, ihr glaubt
    an Gott, aber Kirche und Gottesdienstbesuch - das ist nicht
    so wichtig!
    Dann muss man sich nicht mehr wundern, wenn die jungen Leute
    nicht mehr kommen.

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  3. Die verblendete Verbissenheit der Tradis ist hier mit Händen zu greifen. Messen mit Coldplay sind abzulehnen, obwohl sie junge Leute holen, Menschen, die die jungen Leute da abholen wollen, wo sie sind, sind aber auch abzulehnen. Es gibt nur den einen Weg, die Menschen müssen den Tradis in die sonntägliche Messe folgen, nur so können sie Gott finden.

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  4. Zitat Jörg Mang: "nicht unser Ziel, junge Leute in die Kirche zu bekommen"

    Das war ungeschickt formuliert, ganz klar.
    Doch die Äußerungen des Gemeindereferenten fand ich, zusammengenommen, nicht so befremdlich, wie sich das zunächst anhörte.
    Es ist sicher nicht einfach, junge Menschen an die Kirche heranzuführen.
    Dass ihnen durch diese fehlende Bindung etwas ganz Entscheidendes in ihrem Leben fehlen könnte, dies zu erkennen sind sie wohl (noch) nicht fähig oder willens.
    Es bleibt zu hoffen, dass die Menschen, die mit den Firmlingen kirchlicherseits zu tun haben, ihnen etwas mitgeben können und dass alle Aktionen und dann die eigentliche Firmung selbst irgendwann einmal ihre
    Wirkung tun.

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    1. Für die meisten Firmbewerber ist die Teilnahme am Firmgottesdienst für lange Zeit der letzte Gottesdienstbesuch, für viele sogar der letzte überhaupt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welchen Sinn die Firmvorbereitungen in der aktuellen Form überhaupt haben.

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  5. Man sollte den Gemeindereferenten aufklären. Das "definitive Ziel junge Leute sonntags nicht in die Kirche zu bekommen" ist längst erreicht.

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