Donnerstag, 9. November 2017

Bistum Trier: Gläubige sind sauer und reagieren mit Gebetsmahnwache auf XXL-Reform!

Das bleibt wohl ein Dauerbrenner, weil es weiterhin brodelt im Bistum Trier. Heute liest man im Trierer "Volks-
freund"
, dass ca,. 500 Gläubige mit einer Gebetsmahn-
wache
auf die große Strukturreform im Bistum reagieren,
bei der XXL-Pfarreien von bis zu 77.000 Gläubigen entstehen sollen.
Das Bistum "zerschlage" funktionierende Pfarreien und außerdem sei vieles an den Plänen noch ungeklärt, beanstanden die Kritiker, die früher schon davon gesprochen haben, die Kirche züchte sich mit solch einer Reform selbst ihre "Wutbürger" heran.

Man lese ---> HIER und HIER und HIER und HIER !
War das Ganze vielleicht doch ein wenig zu unausgegoren und vor
allem zu überstürzt?

Auf die neue Pressesprecherin des Trierer Bischofs, Judith Rupp, kommt viel Arbeit zu. ---> HIER !

Kommentare:

  1. ein Priester (76 Jahre)9. November 2017 um 19:38

    Vermutlich führt an einer großen Reform kein Weg vorbei,
    so lange es zu wenige Priester gibt.
    Die andere Frage ist, ob man nicht andere Lösungen finden
    kann, zumindest in strittigen Details. Wenn man die Klagen
    der Kritiker liest, kann man wohl nicht umhin, ein gewisses
    Verständnis für diese Gläubigen aufzubringen.
    Bis vor einigen Jahren hätte ich das nicht gesagt, aber nun
    bin auch ich zu der Überzeugung gekommen, man sollte mit der
    Reform nicht unten anfangen, sondern oben.
    Wenn man aus 27 Diözesen in Deutschland, die zum Teil im
    Vergleich zum Weltmaßstab geradezu "winzig" sind, z.B. nur
    20 Diözesen machen würde, hätte man auf einen Schlag eine
    große Anzahl von Geistlichen freigestellt, die dann in der
    Seelsorge vor Ort eingesetzt werden könnten.

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  2. Interessant ist, dass dieser schlimme Zustand
    ausgerechnet in einem "links" orientierten deutschen
    Bistum eingetreten ist.
    Sicher werden noch andere dem Beispiel mehr oder weniger
    folgen, aber man darf doch wohl die Frage stellen, warum
    denn wohl die Priesterseminare in Trier und Nachbar-
    diözesen gähnend leer sind, während sie bei anderen
    wie z.B. den Piusbrüdern oder auch beim österreichischen
    Stift Heiligenkreuz beinahe aus allen Nähten platzen,
    von den indischen Priestern, die es massenhaft gibt,
    mal ganz zu schweigen.

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    1. Legendenbildung ist auch eine Bildung.

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    2. Dann gehen Sie bitte zu den Piussen, wenn Ihnen die Kirche hier zu 'links' ist. Reisende soll man nicht aufhalten.

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    3. Lestipp für "Jorge"
      http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Rheinland-Pfalz-und-Nachbarn-Trierer-Priesterseminar-schliesst-Tore-aber-nicht-ganz;art806,4427855

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    4. Danke.
      Priestermangel ist nichts Neues.
      Bei der "Legendenbildung" bezog ich mich auf den von @Theodora verbreiteten Klassiker, es gäbe da einen kraftvollen Gegentrend durch ultrakonservative Gruppen.

      Was viele nicht begreifen, ist, dass der Zulauf mancher ultrakonservativer Seminare keineswegs ein gutes Zeichen ist, sondern eben auch nur ein Symptom der Säkularisierung.

      Normale Männer werden keine Priester mehr (wie früher, als Priester ein anerkannter und zukunftsträchtiger Berufswunsch sein konnte), sondern die Mehrzahl sind Spinner und Frömmler. Verunsicherte junge Leute halt, die Halt und Sicherheit in einer irrationalen Ideologie suchen, von ihrer Religion meist auch nur wenig wissen und sich darum leicht von fundamentalistischen Gruppen umgarnen lassen.

      Solche Kandidaten gehen natürlich eher zu Sekten als in die bischöflichen Strukturen.
      So erklärt sich das.
      Die Leere der Diözesanseminare und die vollen Piusseminare sind zwei Seiten derselben Medaille (fortschreitende Säkularisierung).

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  3. Die linksliberalen und auf Ökumene, Multikulti und Umweltschutz fixierten Strukturen schaffen sich ab. Das ist doch gut. Übrig bleibt die arme, traditionsbezogene, entweltlichte Kirche, mit wenigen Gläubigen aber ohne Scheinkatholiken.
    hans.kloss)

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