Montag, 6. November 2017

Gab es 2005 das Pontifikat von Benedikt XVI. nur, weil Kardinal Bergoglio verzichtete?

Wurde der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Ratzinger,  im Jahre 2005 vielleicht nur deshalb zum Papst Benedikt XVI.,
weil der jetzige Papst und damalige Kardinal Bergoglio aus taktischen Gründen und um den Weg für ihn "freizu-
machen"
, auf eine Kandidatur verzichtete?

Das jedenfalls kann man durch-
aus zumindest indirekt den ausführlichen Aussagen von Papst Franziskus entnehmen, die heute von "katholisch.de"  zitiert werden.
Kardinal Bergoglio habe 2005 geahnt, dass "die Zeit noch nicht reif" sei für einen Kardinal aus Südamerika, und deshalb habe er damals signa-
lisiert, dass Ratzinger der einzige gewesen sei, der die Statur und Weisheit gehabt habe, um 2005 gewählt zu werden - so liest man es in einem neuen Interviewbuch. ---> HIER !

Ergänzend sei der Vollständigkeit halber hinzugefügt, dass es auch eine ganz andere Sicht auf taktische Überlegungen während des Konklaves 2005 gibt ---> HIER !

Kommentare:

  1. Klar, die Aussage des Papstes muss man durch ein zutiefst unseriöse Seite, die eine Verschwörungstheorie verbreitet, in Zweifel ziehen, gut katholisch! Und natürlich muss Franziskus dann auch lügen, unsere Pasttreuen, sehr gut!

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  2. Ich halte es für bedenklich und kirchenrechtlich auch für
    grenzwertig, wenn Details aus dem Konklave ausgeplaudert
    werden, Papst hin oder her.
    Das ist kein guter Stil!

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  3. Man lese das geheime Tagebuch aus dem Konklave 2005

    http://ppio.de/Apostolat-hm/Aktuelles/franziskus/tagebuch_konklave.htm

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  4. Ordinariatsgeschädigter6. November 2017 um 19:43

    Schon wieder ein neues Interview mit Papst Franziskus.
    So langsam verlieren wir alle den Überblick, und es wäre eine dankbare Aufgabe, einmal eine Synopse aller Aussagen herzustellen, die er in den geschätzt 20 Interviewbüchern getätigt hat.
    Immerhin stellt seine jetztige Dampfplauderei anerkennend fest, dass Kardinal Ratzinger im Jahre 2005 der einzig realistische Kandidat war; so zumindest die Version Bergoglio.
    Man braucht ja nur den BRAUNEN Link oben beim "Kreuzknappen" und Zeitungsdokumente mit Stellungnahmen zum damaligen Konklave zu lesen, um zu wissen, dass diese Erzählvariante
    eine von mehreren ist, die existieren.
    Ich sehe es im übrigen ähnlich wie THEODORA:
    Man sollte es vermeiden, Interna aus dem Konklave nach
    außen zu tragen.

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  5. Ich fürchte, es war ein wenig anders, als uns Papst Franziskus die Sache jetzt darstellt. Zuerst haben er und seine Helfershelfer im Konklave versucht, die Bergoglio-Kandidatur aufzubauen, und nachdem man merkte, dass
    dies nicht mehrheitsfähig war, hat er "großzügig" für Kardinal Ratzinger geworben.
    Vermutlich hat der hl. Geist nicht allzuviel Verständnis
    für die Taktik-Spielereien gehabt und daher für klare
    Verhältnisse zugunsten von Kardinal Ratzinger gesorgt.

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  6. Vom Konklave 2013 weiß man hingegen,dass Kardinal Bergoglio
    erst im fünften Wahlgang mit Müh und Not die erforderliche
    Mehrheit bekam. Das sagt ja auch etwas aus.

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  7. Alles in allem jedenfalls ein Glücksfall.
    2005 war das Opus Dei noch zu mächtig und hätte Reformansätze wie die von Bergoglio kalt totlaufen lassen. Auch mit Berluscono hätte es Probleme gegeben.

    Da hat Ratzinger, der weder Berlusconi noch das Opus Dei mochte, gute Vorarbeit geleistet, und durch seine beängstigende Bevorzugung des Extremtraditionalismus eine Situation geschaffen, wo sich keiner mehr gegen einen Progressiven auf dem Papstthron sperren konnte und wollte, nachdem die Karre einmal verfahren war. Danke Papi.

    Heute sind wir in der Situation, dass das Opus Dei selbst gespalten ist, sehr viel innerkirchlichen Einfluss an die Traditionalisten abgeben musste und der Erneuerungsflügel die alten Garden langsam aber sicher entmachtet und alt aussehen lässt (was sie mittlerweile auch sind). Der Papst hat jetzt das Opus Dei in der Hand und nicht mehr wie früher umgekehrt. Alles wie gesagt auch Ratzingers Verdienst.

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  8. Papst Franziskus umgibt sich mit Agnostikern.
    Die haben wir hier nicht einmal in unserer weltlichen Redaktion.

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