Donnerstag, 2. November 2017

Zeitung: Katholischer Priester nimmt mit Pfarreimitgliedern am protestantischen Abendmahl teil!

Die erheblichen Beden-
ken sind klar benannt, und "katholisch.de" schreibt klipp und klar: "Der Empfang des evangelischen Abendmah-
les ist für einen Katholiken untersagt"
.
Man lese ---> HIER und ergänzend HIER !

Da erstaunt es doch,
dass man vor lauter Ökumene-Begeisterung die Grenzen nicht sehen will: Wie die "Badische Zeitung" schreibt, haben evangelischer und katho-
lischer Pfarrer mit ihren Gemeinden in Waldkirch gemeinsam Gottes-
dienst
gefeiert.
Ein Höhepunkt sei die gemeinsame protestantische Abendmahl-
feier
gewesen, heißt es. Dazu habe der evangelische Pfarrer all diejeni-
gen Katholiken
eingeladen, die das "mit ihrem Gewissen vereinbaren" könnten.
Wörtlich schreibt die Zeitung dann: "Neben Pfarrer Vogel nahmen zahl-
reiche Gemeindemitglieder von St. Margarethen diese Einladung an"
.

Infos --> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Der Pfarrer hat sicher gedacht, er würde der Ökumene damit
    einen Dienst erweisen, doch in Wahrheit hat er ihr einen
    Bärendienst erwiesen.
    Mit Hauruck-Aktionen ist niemandem geholfen, und wie jemand
    durch Nichtbeachtung der Regeln Vorbild sein will, ist mir
    auch unklar.

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  2. Unverantwortlich!
    Es gibt auch Schäfer, die ihre Schäfchen in den
    Abgrund führen!
    Jetzt wird dem zuständigen Bischof wohl nichts anderes
    übrigbleiben, als disziplinar tätig zu werden.

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    1. Nein, das wird EB Burger nicht tun. Pfarrer Dr. Vogel gilt allgemein als herausragend guter Seelsorger und Theologe.

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  3. Die Annäherung nimmt immer mehr zu und ich beginne allmählich, sie als unangenehme Umklammerung zu empfinden.
    Wer sich widersetzt, ist ökumenefeindlich und damit unchristlich.
    Wie war ich selig, froh und dankbar, als ich vor Jahren
    zum Glauben zurückfand!
    Und heute? Verunsichert und oftmals niedergeschlagen.
    Eine katholische Identität - gibt es sie noch?
    Ist sie überhaupt erwünscht?

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  4. Ich bin vor acht Jahren nach hartem Ringen und mit
    familiären Tränen vom Protestantismus zum katholischen Glauben gewechselt, und nun muss ich miterleben, wie alles vor die
    Hund geht. Ich kann garnicht beschreiben, wie ich mich fühle,
    wenn ich sowas lese.
    Weiß jemand, welcher Bischof zuständig ist?
    Ich möchte ihm einen Brief dazu schreiben.

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    1. Ich kann Sie verstehen, mir geht es ja ähnlich, nur mit dem Unterschied, dass ich immer katholisch war.

      Waldshut liegt im Erzbistum Freiburg mit EB Stephan Burger an der Spitze.
      Freiburg war schon zu EB Oskar Saier´s Zeiten relativ progressiv, danach kam EB Zollitsch, in ähnliche Richtung gehend.
      Erzbischof Stephan Burger wird als ein recht gläubiger Mann geschildert, aber wie kann er ankommen gegen die jahrzehntelang praktizierte Ausrichtung seiner kirchlichen Mitarbeiter?
      Ich wohne übrigens im Erzbistum Freiburg.
      In unserer SE ist zur Zeit ein Kaplan tätig, der aus Waldkirch stammt.
      Gläubig, motiviert und menschlich sehr angenehm.

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    2. Auch ich lebe im EB Freiburg, und zwar direkt in Freiburg. Wieso insinuieren Sie mit der Charakterisierung von EB Burger als "recht gläubiger Mann", seine Vorgänger Saier und Zollitsch seien nicht oder jedenfalls weniger gläubig gewesen? Mit welchem recht können Sie den Glauben von Bischöfen so qualifizieren?

      EB Burger leitet die Diözese aus dem selben guten, integrierenden und nicht spaltenden Geist heraus wie seine beiden hochgeschätzten Vorgänger.

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    3. @E.S.:
      Was geht denn Ihrer Meinung nach "vor die Hunde", wenn Sie so etwas lesen?

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    4. Jorge Sensenbrenner2. November 2017 um 20:32

      Das Problem sind genau solche Prottis, die die kath. Kirche in der Benediktzeit ermutigt von unverantwortlichen Proselytenmachern verließen und die nie gelernt haben, dass Konfessionalismus mit dem kath. Kirchenbild unvereinbar ist. Die bringen ihr protestantisch-sektenhaftes konfessionalistisches Kirchenverständnis mit in die Una Sancta und begreifen gar nicht, dass sie als Katholiken nicht einfach in eine andere Konfession gewechselt sind, sondern derselben Kirche angehören wie vorher auch. Solche Leute wären besser gar nicht konvertiert, sondern katholikenfreundliche Evangelen geblieben.

      Hier gilt das Wort von Kdl. G.L. Müller:
      "Bischof Müller: Protestanten sind schon in der Kirche – Rückkehrökumene wäre abwegig." (2011)

      Oder etwas jünger (2016):
      "Das konfessionalistische Zeitalter ist vorbei."
      http://www.zeit.de/2016/21/christentum-deutschland-protestanten-katholiken-friedensschluss

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    5. MEINE ANTWORT AUF FRAU GÄRTNER:
      Geehrte Frau Gärtner,
      mit keinem Wort habe ich mangelnde Gläubigkeit bei den Erzbischöfen Saier und Zollitsch thematisiert, lediglich ihre theologische Ausrichtung.

      Wir hatten vor wenigen Jahren einen Priester in unserer SE, der sich voll hinter die damalige priesterliche Freiburger Initiative "Aufbruch!
      Jetzt!" stellte.
      Sein gutes Recht, doch hatte er daneben auch eine Art, die die Gemeinde spaltete. Mir persönlich sagte er, er sei ein Zyniker.
      Priester sein und gleichzeitig Zyniker sein - geht das?
      Und genau dieser Priester sprach immer wieder in seinen Predigten von dieser Initiative. Und er sprach auch davon, dass EB Zollitsch dieses Anliegen voll unterstütze.
      Daneben wurde er aber nicht müde, Papst Benedikt mehr oder weniger offen zu kritisieren. Nicht in privater Runde, sondern auch in der sonntäglichen Predigt.

      Aber ich gebe zu, dies hat jetzt nichts mit den Erzbischöfen Saier und Zollitsch zu tun, dafür sind sie nicht verantwortlich.

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  5. Man lese eine evangelische Stimme dazu:
    http://fragen.evangelisch.de/frage/2913/warum-koennen-evangelische-und-katholiken-nicht-zusammen-abendmahl-feiern

    Und dann wäre da noch die Enzyklika zu diesem Thema:
    http://forum.ihlisoft.de/viewtopic.php?t=510

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  6. BITTEKEINEVERFÜHRER2. November 2017 um 19:54

    Pfr. Vogel sollte von sich aus seinen Rücktritt einreichen.

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    1. Dazu gibt es überhaupt keinen Grund. Ich weiß von jemandem, der an dem Gottesdienst teilgenommen hat, dass gerade das katholische "gläubige Volk" tief bewegt von der Einladung zum gemeinsamen Abendmahl und der mutigen Teilnahme ihres Hirten war.

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    2. Genau das ist ja das Schlimme, Frau Gärtner,
      denn die haben da nicht die Hl. Kommunion empfangen!

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    3. Das ist doch völlig gleichgültig.

      Gerade wenn manche Katholiken meinen, die Evangelen
      hätten kein gültiges Abendmahl,
      ist die Teilnahme doch
      völlig ohne Risiko.
      Passieren kann da nix, ob man dran glaubt oder nicht.

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    4. Soso, Jorge,
      für Sie ist es also völlig gleichgültig,
      ob jemand als Katholik die hl. Kommunion empfängt
      oder nicht...
      Das lässt tief blicken.

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    5. Sebastian, ich glaube, Sie haben Jorge falsch verstanden. Was er gemeint hat (und ich meine, da ist irgendwie was dran): Wenn - wie es die offizielle Meinung auf katholischer Seite ist - die Oblate sowieso nicht in den Leib des Herrn verwandelt wird, weil der Zelebrant = evangelischer Pastor kein geweihter Priester ist, was spricht dann dagegen, dass man sich die Oblate abholt? Sie ist in katholischer Sicht eben nicht der Leib des Herrn, sondern schlicht und einfach eine Oblate. So what?

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    6. Smilodon,
      wir interpretieren da den Nebel. Man müsste die
      Leute konkret fragen, die dort zum Abendmahl gegangen
      sind, ob ihnen bewusst ist, dass sie NICHT den Leib
      Christi empfangen haben.
      Mein Gefühl sagt mir, es gäbe dann etliche erstaunte
      Gesichter...!

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    7. Ich denke, wir haben in diesem Fall beide Recht.

      Tats. ging mein Statement in die von @Smilidon erläuterte Richtung. Wenn es konfessionalistisch denkende Katholiken gibt, die wirklich glauben, bei den Evangelen passiert nix, dann können sie im Grunde beruhigt sein.
      Allerdings war das mit einem Anflug von Ironie formuliert und ich verstehe natürlich schon, dass solche Gläubigen das nicht gut finden und Verwischungen zw. kath. und ev. Abendmahlsfeiern fürchten.

      Das eigtl. Schlimme an der Sache ist allerdings
      eher dieser konfessionalistische (also im Kern
      krass häretische) Glaube mancher Leute.
      Erst kürzlich hat ein renommierter Kardinal oder Bischof
      (weiß momentan leider nicht mehr wer) darauf
      hingewiesen, dass dieser Volkglaube eigtl. gar nicht
      katholisch und jgfs. ein theologischer Irrtum ist.

      Wer glaubt, Gott halte sich an solche konfessionellen Trennungen, kann das kath. Dogma des Ökumenismus nie begreifen. Allerdings gibt es solche Gläubigen nicht nur bei überzeugten Katholiken, sondern bei den Prottis genauso (nur pflegen die andere Vorurteile).

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  7. Sebastian! Und wenn es erstaunte Gesichter gäbe: Wo ist das Problem? Dann haben sie halt nicht den Leib des Herrn empfangen, sondern eine Oblate. Jeder darf Oblaten essen, wann und wo und wie viel er will.
    Ein Problem wäre es eher umgekehrt, wenn nämlich jemand in einer katholischen Messe nach vorne geht, ohne sich bewusst zu sein, dass das dann der Leib des Herrn ist. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass der allmächtige Gott sich in dieser Situation zu helfen weiß.

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