Sonntag, 14. Januar 2018

Jedes Kind zündet vor Beginn der Heiligen Messe seine eigene Kerze vor dem Altar an!

Es sind manchmal die "Kleinigkeiten", die Gesten, die weitreichende Folgen haben. Während gestern mein letzter Beitrag "Sakramentales Sauwetter" automatisiert online ging, war ich gar nicht daheim, sondern auswärts in einer Heiligen Messe in einer beeindruckenden kleinen Dorfkirche in wuchtigem Barockstil, schön und geradezu heimelig für vielleicht 80 Mit-
feiernde. Und die kamen auch, die Kirche auf dem Lande war proppenvoll, etliche mussten sogar stehen - in einer ganz normalen Sams-
tagabend-Messe.

Meine Frau und ich waren zu Besuch in der Gegend gewesen und gerieten so auch in diese kleine, feine Kirche: Der Gottesdienst war rundrum gut, feierlich und vorschriftsmäßig, gut gepre-
digt von einem jungen Priester, insgesamt eine würdige Feier.
Ich fand es einfach schön, wie die Kinder (ja, es kommen noch Kinder!) ganz selbstverständlich vor der Messe zur Kommunionbank schritten, wo für jedes Kind der kleinen Pfarrgemeinde am Rand eine Kerze stand, und die zündete dann jedes Kind an, wenn es kam, ganz ruhig. - Nichts Welt-
bewegendes, einfach eine kleine Geste. Ich fand's gut, und die Kinder fühlen sich willkommen.

Kommentare:

  1. Ja, das ist gut!
    Unser Pastor ist immer früh in der Sakristei (mindestens
    20-25 Min. vor der Messe), zieht sich um, kontrolliert
    die Bücher und trifft Absprachen mit Küster und Organist,
    und dann hat er die letzten 5-10 Minuten Zeit.
    Dann geht er raus in die Kirche und geht zu den Kindern
    und begrüßt jedes einzeln und spricht ein Sätzchen mit
    ihm. Die bekommen dann auch ein Ausmalbild zum Evangelium.
    Das finde ich eigentlich so noch besser!

    AntwortenLöschen
  2. Auf dem Lande ist das kirchliche Leben oft noch
    erstaunlich aktiv, vielleicht auch in Ermangelung
    anderer Vereine usw.
    Bei uns im Ort mit nur 1200 Einwohnern hat die Kolping-
    familie 140 Mitglieder, und es gibt ein vielseitiges
    Jahresprogramm.
    Damit wären wir dann aber auch wieder beim leidigen Thema
    der Zusammenfassung von Pfarreien und Kirchenschließungen.
    Das vorgebrachte Argument, man könne ja 5 km weiter in
    eine Hl.Messe fahren, geht am Problem vorbei,
    denn mit der Schließung der Kirche stirbt die Pfarrei
    langsam aber sicher!

    AntwortenLöschen
  3. Sehr gut finde ich auch eine Kindergottesdienst-
    Betreuung für Kinder unter 6 Jahren, die dann kurz
    vor der Kommunion zur feiernden Gemeinde hinzustoßen.
    Nur sollte das auch nicht IMMER so geamcht werden, weil die
    Kleinen sonst nicht in der Hl. Messe heimisch werden können.
    Bei uns ist in der Sakristei eine Klingel, die der Küster
    nach der Predigt drückt, und das in der Kirche nicht hörbare
    Signal geht dann in den Pfarrsaal, damit die Betreuerinnen
    mit den Kindern aufbrechen. Aber die wissen auch so die un-
    gefähre Uhrzeit.

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================