Freitag, 12. Januar 2018

"katholisch.de" nennt die sechs Gründe für den Priestermangel in Deutschland

In einem ausführlichen Artikel beschäftigt sich der "Chef vom Dienst" (so eine Art Chefredak-
teur)
bei "katholisch.de" mit dem Thema Priestermangel.
Er erläutert die sechs wichtigs-
ten Ursachen - und sieht im Grunde schwarz für die Zu-
kunft, denn "eine Trendwende scheint nahezu unmöglich".

Eine recht gute Zusammenfassung, finde ich, wenn man auch nicht allem zu 100 % zustimmen muss, wie beispielsweise die Behauptung von Thomas Jansen, die Priester müssten heute Supermänner und Alles-
könner s
ein.
Treffen enorm gestiegene Anforderungen nicht auch auf viele andere Berufe zu? Und haben Priester heute nicht viel mehr Hilfe als früher? Erwarten die Gläubigen tatsächlich "Supermänner"?

Man lese ---> HIER !

Kommentare:

  1. Die Katastrophen-Jammerei geht mir gewaltig auf den Senkel.
    "katholisch.de" und andere betreiben damit Negativ-Werbung.
    Wer Leute für das Angeln begeistern will, zeigt wohl kaum,
    wie Fische zappeln und nach Luft ringen oder die rauhe See,
    sondern Freunde, Sonnenuntergang, Meer, ein schöner See usw.
    Warum also immer jammern?
    Warum zeigt man nicht jede Woche "den Priester der Woche"
    in einem positiven Portrait?

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  2. Ja und nein!
    Was tut denn die Kirche ganz konkret?
    Wo sind die großen Werbekampagnen für den Priesterberuf?
    Ich habe eher den Eindruck, dass man ganz bewusst möglichst
    wenig Werbung macht, weil das Ziel der Reformer das "allge-
    meine Priestertum" ist, anschließend Diakonat der Frauen,
    anchließend Priestertum der Frauen.
    Haben Sie jemals eine Werbesendung über die Schönheit
    des Priesterberufs gesehen? - Ich nicht, jedenfalls in
    Deutschland nicht...

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  3. Die Priesterseminare der Traditionstreuen sind voll.
    Vielleicht sollte man den Tunnelblick mal ablegen,
    auch bei "katholisch.de"

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  4. Warum sind sie voll?

    Weil etliche sehr konservative, "traditionstreue" Seminare jede Menge Alumni aufnehmen, die in diözesanen Seminaren aufgrund mangelnder Reife, sexueller Präferenzen u.a. nicht genommen worden sind. Spätestens seit dem Missbrauchsskandal vor acht Jahren wurden ja die Zulassungsbedingungen zu den Priesterseminaren hierzulande zu Recht sehr verschärft.

    Man erinnere sich an Österreich: dort prahlte der erzkonservative, bei Traditionalisten sehr beliebte St. Pöltener Bischof Kurt Krenn gerne mit seinem "überfüllten" Priesterseminar. Nachdem bekannt wurde, dass dort Homo-Orgien u.a. an der Tagesordnung waren, musste der saubere Bischof und der halbe Lehrkörp0er des Seminars zurücktreten. Und das gesamte "überfüllte" Seminar wurde bis auf weiteres geschlossen.

    Aber diese Gründe werden bei den Tradis wohlweislich verschwiegen. Der Mythos "Die konservativen Seminare sind voll, weil die jungen Leute von der 'Tradition' angezogen werden wie die Motten vom Licht" darf nicht angetastet werden.

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    1. ...wofür Sie im Einzelfall den Beweis antreten müssten,
      aber nicht können. Mangelnde Reife scheint mir eher
      bei den vielen Abspringern anderer Seminare vorzuliegen,
      da bekanntlich die Hälfte das Studium nicht beendet.
      Und immer gilt:
      Ausnahmen bestätigen die Regel, und das ist auch
      in konservativen Seminaren so.

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    2. Der Netzfischer greift geschickt ein paar
      Einzelbeispiele heraus und schließt daraus manipulativ
      auf die Gesamtheit.
      Ich übersetze das mal: Es ist nachgewiesen, dass
      übermüdete LKW-Fahrer dutzendfach für schwere Unfälle
      verantwortlich sind. Ergo: Alle LKW-Fahrer sind
      schlecht, und LKWs gehören abgeschafft!
      Und nun zur Freude:
      https://www.youtube.com/watch?v=yGoVi4rP_xE

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    3. Der "Sekretär" weiß genauso gut wie alle hier, dass der "Netzfischer" nur ein Beispiel unter etlichen allgemein bekannten herausgegriffen hat, die für seine These sprechen.

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    4. Wie Günter genau weiß,
      blühen die Tradi-Seminare, und die zeitgeistigen
      dümpeln vor sich hin und müssen zusammengelegt werden.
      Auch Stift Heiligenkreuz platzt aus allen Nähten.
      Die Luft wird dünn für den Netzfischer...

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  5. Ich habe das Glück, zwei Neupriester der "Legionäre Christi"
    persönlich zu kennen, die mir den großen Zulauf zum Seminar
    bestätigt haben. Bemerkenswert finde ich deren Erzählen von
    der sehr intensiven und persönlichen Betreuung während der
    Ausbildung. Wirklich sehr engagierte Leute!

    https://www.flickr.com/photos/legionariosdecristo/sets/72157691003200695/with/27316970679/

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    1. Legionäre Christi in "intensiver und persönliche Betreuung"?

      Ist das Ironie oder Realsatire??

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    2. Heiner und Waltraud S.13. Januar 2018 um 04:03

      Freut uns, dass dies anerkannt wird.
      Unser jüngster Sohn ist auch dort und wird
      voraussichtlich nächstes Jahr geweiht.
      Die Ausbildung ist exzellent, die persönliche Be-
      treuung super. Er ist rundweg begeistert, und die Zahl
      der Anmeldungen steigt weiter!
      https://www.regnumchristi.eu/de/orden-und-gottgeweihte/berufung/das-noviziat/

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  6. Das ganze Gejammer ist Käse und nur eine dumme Ausrede.
    Faktisch haben es die Priester heute einfacher als früher,
    von der Unterstützung durch Pastorale Mitarbeiter und Pfarr-
    büro bis hin zu großzügig bemessenem Urlaub und Bildungs-
    urlaub; manche Priester sind bis zu 3 Monaten im Jahr weg.
    Hinzu kommt, dass bei Berücksichtigung der Zahl der Gottes-
    dienstbesucher auf einen Priester weniger Gläubige kommen
    als früher.
    Alles in allem: Jammern auf hohem Niveau, und dazu noch falsch.

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    1. Zustimmung! Allein schon der fatale Terminus "Priestermangel" ist in Wahrheit ein exzellentes Beispiel für einen postfaktischen FAKE-Narrativ.

      Wie "Studiosus" völlig zu Recht feststellt, haben wir im Vergleich zu früher, als die absoluten Zahlen zwar noch höher waren, in Wahrheit einen Überhang(!) an Priestern, weil sich die Größe des Volks dramatisch verringert hat. Gottesdienstbesucherzahlen sind unbestechlich!

      Man sollte das Wort "püriestermangel" nicht mehr in dne Mund nehmen. Merkt denn keiner, dass das ein Kampfbegriff der linksgrünen Modernisten ist ,um auf diesem Wege sukzessive die Weihebedingungen aufzuweichen, bis das Gelobte Land der Zölibatsabschaffung und schließlich der "Frauenordination" erreicht ist?!?

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