Donnerstag, 11. Januar 2018

Katholischer Pfarrer steigt nur dann in die Badewanne, wenn seine Haushälterin Zeit hat!

                          Direktlink: Predigt zum 2. Sonntag B (14.1.) ---> HIER !
:
Es ist nicht völlig auszu-
schließen, dass einige Leser aufgrund meiner augen-

zwinkernden Schlagzeile
auf die falsche Spur gelenkt wurden; das Kino im Kopf
und so...!

Dabei ist die Geschichte eine ganz andere: Eben plauder-
ten wir am Telefon mit einem älteren Priester aus unserer Verwandtschaft, und dabei erzählte uns der muntere Ruhestandsgeistliche ein Histörchen aus seinem bewegten Seel-

sorger-Leben.
In den 1970er Jahren war er als Pfarrer in einer Landgemeinde eingesetzt, und kurz nach Beginn seiner dortigen relativ ruhigen Dienstzeit lud er sei-
nen pensionierten Amtsvorgänger zu einem ausführlichen Gespräch ein. 

Im Laufe dieses Gespräches gab ihm sein Gegenüber einen dringenden seelsorgerlichen Rat: Der Nachfolger möge es doch bitte im Interesse des Seelenheils seiner pfarrlichen Schäfchen so halten wie er, dass er Tag und Nacht erreichbar bleibe.
Er empfahl z.B., niemals in die Badewanne zu steigen, wenn nicht sichergestellt sei, dass die Haushälterin Zeit habe, um dringende Besuche ins Pfarrhaus hereinzubitten, etwa bei Sterbefällen, oder um das Telefon
zu "bewachen", wie er sich ausdrückte.

Ich erzähle das hier eigentlich nur, um zu zeigen, wie jener Priester Seel-
sorge verstand - nämlich für die Menschen garantiert da zu sein, komme was da wolle...

Kommentare:

  1. Als ich die Begebenheit zu Ende gelesen hatte,
    war bei mir Taschentuchbedarf (schnief, trän!)
    DAS WAR NOCH EIN SEELSORGER DURCH UND DURCH !

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  2. Es kann aber auch nicht nur diese SUPER-PRIESTER
    geben, bei deren Geschichte ein normaler Priester vor
    Scham im Erdboden versinkt!
    Auch Priester haben ein Anrecht darauf, sich um sich
    selbst zu kümmern, Freizeit und Urlaub zu haben usw.
    Die Zeiten haben sich nun mal geändert!

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  3. ein Priester (76 Jahre)11. Januar 2018 um 19:55

    Die Geschichte hat mich sehr angerührt,
    denn so ähnlich habe ich es in jener Zeit auch selbst erlebt.
    Kein Priester, der auf sich hielt, hätte sich einfach so
    vom Pfarrhaus entfernt; wenn ich mal "ins Dorf" musste, habe
    ich der Haushälterin genau gesagt, wo ich hin wollte,
    damit man dort notfalls anrufen konnte, um mich zu alarmieren. Das ist auch tatsächlich mehrfach so passiert
    in Sterbefällen!
    Natürlich gab es auch Urlaub, allerdings nur drei Woche
    statt heutzutage 5 - 6 Wochen, und man sorgte rechtzeitig
    für ein qualifizierte Vertretung in der Pfarrei !

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  4. Eine wunderbare Geschichte über einen Christusnachfolger
    als Seelsorger. Solch einen Priester wünscht man sich!

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