Freitag, 9. Februar 2018

Chile-Besuch und Missbrauch: "Papst Franziskus hat eine große Gelegenheit verspielt..."

Es rumort immer noch
heftig in Chile nach dem teilweise etwas verunglückten Papstbesuch; zur Erinnerung schaue man ---> HIER und HIER !

Nun werfen ihm katholische Laienverbände in Chile vor,
mit seinem Besuch habe er sogar die "Entfremdung" zwischen den Chilenen und der katholischen Kirche verschärft, da er dort seiner harten Linie
in Sachen Missbrauchs-Aufklä-
rung nicht treu geblieben sei. - Die Menschen empörten sich darüber, weil ihrer Meinung nach die katholische Kirche immer noch zur Vertu-
schung
neige...   Man lese ---> HIER !

Ein hartes Urteil, finde ich, dass die "Deutsche Welle" da über Papst Franziskus spricht. Vielleicht wäre es aber auch fair, wenn man jetzt erst mal abwarten würde, was der vom Papst nach Chile geschickte Sonder-
ermittler
rausbekommt - und welche Reaktionen des Papstes das dann auslöst!

Rätselhaft ist auch, dass nun laut Medien herausgekommen ist, dass ein Brief von Missbrauchsopfern Papst Franziskus schon im Jahre 2015 erreicht haben müsste, was den "Vatikan in Erklärungsnot" brachte... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Ordinariatsgeschädigter9. Februar 2018 um 13:25

    Es ist ja in den vorigen Artikeln des "Knappen"
    bereits zur Genüge kommentiert worden:
    Da hat der Papst selbst nach Auffassung von Kirchenleuten
    wie einem Kardinal ziemlichen Mist gebaut.
    Er sieht das auch ein und hat sich deswegen entschuldigt.
    Ein bitterer Nachgeschmack bleibt trotzdem.

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  2. Zur Erinnerung fehlt auch noch dieser Link:
    http://kreuzknappe.blogspot.de/2018/02/medien-fragen-hat-papst-franziskus-doch.html

    Der Artikel der DW bringt die Situation ganz gut auf den Punkt und bezieht auch die neueren Untersuchungen über die schwindende Kirchenbindung der Chilenen ein.

    Das Verhalten des Vatikans und des Papstes in der Affäre um Bf. Barros ist da äußerst kontraproduktiv.
    Die einzige innerkirchliche Gruppe, die auf Barros' Seite steht und an der verpassten Aufarbeitung wohl auch nicht ganz unschuldig war (http://www.elmostrador.cl/noticias/pais/2011/04/15/obispo-opus-dei-critica-actuar-de-ministra-en-visita-del-caso-karadima/), ist wie im DW-Artikel angedeutet das Opus Dei und dessen Sympathisanten an der Spitze der rechten polit. Spektrums in Chile (sowie deren Verbündete im Episkopat).
    Alle anderen – Tradis wie Progressive – hat der Papst hier eher gegen sich. Ich denke, er hat viel zu sehr auf Kdl. Ezzati und das Opus Dei gehört. Dass das eine Zeitbombe war, darauf hatte ich auch schon länger hingewiesen.
    http://kreuzknappe.blogspot.de/2017/01/behauptung-papst-franziskus-wirft-drei.html?showComment=1483560630838#c704675681736998040

    Man kann nur hoffen, dass die Aufnahme von Ermittlungen durch Ebf. Charles Scicluna in dieser Sache einen echten Kurswechsel des Vatikans markiert. Dass es Scicluna macht, kann man als Zeichen des guten Willens deuten, denn der steht weder dem Kreis um Papst Franziskus noch dem Opus Dei nahe. Andererseits gehörte er wohl zur kurialen Elite der Benediktära (Bertone & Co.), und die ist im Karadimaskandal eben auch nicht unbelastet und stellt mit Kdl. Ezzati einen der wichtigsten Akteure überhaupt.
    https://www.n-tv.de/politik/Vatikan-nimmt-Bertone-in-Schutz-article823900.html

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