Donnerstag, 8. Februar 2018

Damit die Leute nicht zum Rauchen rausgehen: Papst plädiert für die 10-Minuten-Predigt!

Im Rahmen seiner Vortrags-
reihe über den katholischen Gottesdienst und das passende Benehmen darin behandelte Papst Franziskus gestern
in der Generalaudienz das Thema "Predigt".
Sein Tipp - nicht neu, aber richtig - lautet, die Prediger sollten sich gründlich vor-
bereiten
und dann aber nicht zu lange predigen, höchstens 10 Mi-
nuten
: "Wie oft sehen wir, dass einige während der Predigt einnicken, andere quatschen oder gehen raus, um eine Zigarette zu rauchen..."
Man lese --> HIER !

Kommentare:

  1. Folgt man diesem "Argument" des Papstes,
    wäre ein 40-Minuten-Gottesdienst die logische Konsequenz,
    damit niemand die Kirche vor der Kommunion verlassen muss,
    um Nikotin nachzuladen...
    Mit solchen Reden wie der dieses Papstes schadet sich die
    Kirche selbst, feierliche Gottesdienste werden überflüssig.

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  2. ein Priester (76 Jahre)8. Februar 2018 um 08:14

    Dieses typische Schubladendenken findet sich also
    leider auch beim Papst:
    Lange Predigt = schlecht,
    kurze Predigt = gut.
    Mit der Realität, wie ich sie in Jahrzehnten erlebt habe,
    hat dies freilich nichts zu tun. Es gibt kurze Predigten,
    die sind einfach furchtbar, und es gibt lange Predigten,
    die sind gut und gut vorbereitet.
    Dass der Papst nun auch zur schnell-schnell-Kirche beiträgt,
    macht mich etwas traurig.

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    1. Falsch. Lange Predigten sind typisch protestantisch.
      es ist sowieso bedauerlich, dass mit dem Einzug der Predigt in die Messfeier durch das "Konzil" eine erkennbare Protestantisierung der Kirche erfolgt ist.

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    2. @ Siri:

      Sehr geehrter Herr!

      Ihrer etwas grob, vor allem aber einfältig anmutenden Antwort an die Adresse eines betagten hw. Herrn Confraters sei folgendes entgegnet:

      Das Konzil von Trient hat für das Sonntagshochamt angeordnet, daß dort ein "uberior sermo" (eine ausführlichere Predigt) zu halten ist. War das Konzil "typisch protestantisch"? Erst recht ist die allgemeine Behauptung, lange Predigten seien "typisch protestantisch", barer Unfug. Man lese einmal in der überaus reichhaltigen ("vorkonziliaren") homiletischen Literatur nach - dorf finden sich zumeist sehr lange Predigten, z.B. diejenigen des hl. Leonhard von Porto Maurizio, des hl. Alfons von Liguori, Bourdaloues SJ, Massillons,Fenelons, Bossuets , Bordonis SJ, Segneris SJ oder Hunolts SJ - um nur einige "Klassiker" zu nennen. Diese Predigten dauerten z.T. weit über eine Stunde.

      Was in der Gegenwart tatsächlich "protestantisch" ist, ist die bei den Modernisten übliche Wortlastigkeit, in der eine Marginalisierung der Opferhandlung - atmosphärisch kommt sie oft geradezu einer mindestens praktischen Leugnung des Opferkults der katholischen Kirche gleich - stattfindet. Daraus aber den Rückschluß zu ziehen, lange Predigten seien schon als solche protestantisch, zeugt von einer vollständigen Unkenntnis der traditionellen Praxis der Kirche und der klassischen homiletischen Literatur, ebenso die Behauptung, Predigten hätten niemals in Verbindung mit der Feier des hl. Meßopfers stattzufinden.

      Übrigens besteht eine "erkennbare Protestantisierung" sicherlich darin, daß gewisse Laien gegenüber Priestern (auch eindeutig rechtgläubigen) keinerlei Ehrfurcht mehr erkennen lassen. Solche Leute sind "ihr eigener Papst", die sich von niemand, auch nicht von katholischen Priestern, im Ernst irgendetwas sagen lassen. Auch das wäre zu bedenken, wenn man, wie es mehr als notwendig wäre, gegen protestantische Geisteshaltungen zu Felde ziehen will.

      Mit besten Empfehlungen eines Priesters, der nur die alte Messe zelebriert

      Ihr
      Parochus

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  3. Wenn jemand während der hl. Messe eine quarzen muss, dann sollte er besser ganz zu Hause bleiben. Da ist der Weg zum Balkon kürzer.

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  4. Unser alter Pfarrvikar, ein sehr frommer Mann, war vor seiner Vertreibung aus Schlesien auch Domprediger in Breslau gewesen. Er sagte immer: "Eine gute Predigt dauert 5 Minuten, wenn sie ausufert, 7 Minuten. Von allem, was man noch mehr sagt, nehmen die Leute nichts mit nach Hause, weil sie nicht mehr zuhören!"
    Unser jetzige Pfarrer predigt immer 15 Minuten, wiederholt dabei alles mehrfach, damit wir es auch verstehen (wir sind ja dumm)und predigt am Schluß der Messe gleich nochmal. Niemand hört diesem "Erklärbären" noch zu.

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  5. Das ist ja ganz was Neues,
    das man Predigten danach ausrichten soll, dass die
    Raucher nicht zu lange ohne ihr Suchtmittel ausharren müssen.
    Mag ja sein, dass der Papst die Erfahrung gemacht hat,
    und dass Leute bei seinen Predigten einschlafen,
    aber das dürfte doch eher die Ausnahme sein
    und verdeutlicht wieder einmal, dass Papst Franziskus ein
    alter Herr ist, der noch im vorigen Jahrhundert lebt.
    Heute kommen die Leute nicht mehr nach schwerster Feldarbeit
    übermüdet in die Kirche!
    Ich stelle mir gerade vor, wie wir jetzt auch DIE BIBEL
    UMSCHREIBEN MÜSSEN, denn Jesus hat bekanntlich dem Volk
    so lange gepredigt, dass die Leute nicht mehr rechtzeitig
    nach Hause kamen und vor Ort verpflegt werden mussten
    (vgl. Speisung der 5.000).
    Tja, nun muss der Gottessohn mit dieser päpstlichen Kritk
    klarkommen...

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  6. Es kommt sehr auf den Priester an.
    Bei manchen denke ich auch: Komm bitte bald zum Schluss!
    Anderen wiederum würde ich gerne länger zuhören und bedauere die Kürze der Predigt.

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