Donnerstag, 8. Februar 2018

Die Kirche als Ausbeuter-Arbeitgeber? Müssen Pastoralreferenten fast am Hungertuch nagen?

Er beschwert sich ja nicht wirklich, der "Thomas" in der ausführlichen Darstellung in der "ZEIT", der zusammen mit seiner Frau nach Meinung von Leserbriefschreibern gutes Geld und sogar überdurchschnittlich verdient.
Dennoch zeigt er an seinen sehr detailliert geschilderten Ausga-
ben und vielen Schulden aus der Vergangenheit, dass es auch bei einem Pastoralreferenten mit 4.000 Euro brutto und dem zusätzlichen Einkommen seiner Frau nicht zum Millionär reicht.
Er jammert also auf recht hohem Niveau, wie Leser in der "ZEIT" urteilen. Die Schlagzeile "Ich kann meiner Frau endlich was zum Geburtstag schenken" mag angesichts der vorlegten Zahlen und der zum Teil zu hinter-
fragenden Ausgaben für manchen Arbeitnehmer und Alleinverdiener eher wie Hohn klingen.

Also: Nein, die Kirche zeigt sich da nicht als Ausbeuter-Arbeitgeber...  ---> HIER !

Kommentare:

  1. Weil ich selbst ein Betroffener bin,
    habe ich den Artikel sofort "verschlungen".
    Dem betreffenden Kollegen scheint nicht ganz klar zu sein,
    wie privilegiert unsere Position im Grunde ist, was die
    Arbeitsgestaltung und auch die Bezahlung betrifft.
    Dass in heutiger Zeit akademische Berufsanfänger erhebliche
    finanzielle Probleme haben, ist eigentlich hinlänglich be-
    kannt. Wenn man sich die Liste anschaut, dann ist bei dem
    Pastoralreferentin noch ein großes Einspar-Potenzial, um
    es mal vorsichtig zu formulieren.
    Mein Bruder hat als Grundschullehrer mit Zusatzausbildung begonnen, in etwa gleicher Studienaufwand. Dem wurde in
    den ersten Jahren vor den Sommerferien brutal gekündigt,
    um dann nach den Ferien gnädig wieder eingestellt zu werden;
    so sparte das Land die Lohnfortzahlung während der Ferien.
    Das nenne ich Kapitalismus pur.
    Dagegen bezahlt die Kirche fair. Wer den Beruf des Pastoral-
    referenten wählt, sollte sich vorher informieren, wie lange
    das dauert, was es kostet und wie nachher die finanzielle
    Belastung aussieht!
    gleicher Studienaufwand

    AntwortenLöschen
  2. Diözesaner Bürohengst8. Februar 2018 um 18:05

    Das ist auf den Einzelfall heruntergebrochen die
    alte Diskussion, warum das Beamtenrecht (und daran ange-
    lehnt die kirchlichen Gehaltsstufen) so unflexibel ist
    und unabhängig von Qualifikation und persönlichem Bedarf
    dem Berufsanfänger in den ersten 10 Jahren mehr als 1.000
    Euro monatlich weniger bezahlt als nach 15 und mehr Dienst-
    jahren.
    Wenn man nach 30 - 35 Dienstjahren pensioniert wird,
    hat man als Pastoralreferent ca. 4.600 bis 5.000 Euro brutto,
    als Anfänger "nur" ca. 3.000 Euro brutto.
    Logische Konsequenz: Bei der Berufswahl gründlich nachdenken!

    AntwortenLöschen
  3. Vielleicht sollte man das Gehalt eines Organisten
    oder eines Küsters/Mesners noch daneben stellen,
    die tagtäglich und bei jedem Wetter und auch an
    Sonn- und Feiertagen ihren Dienst tun und nicht so viel
    frei haben wie die pastoralen Referenten!
    Die Küster müssen sich mit weniger als 1.500 Euro begnügen!

    https://www.gehalt-tipps.de/Gehaltsvergleich/Gehalt/Kuester/15165.html

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Frau Seidler:
      PastoralreferentInnen haben ein volles akademisches Studium an der Universität absolviert, sie sind nicht weniger Theologinnen und Theologen wie die Priester, nur dass sie nicht geweiht sind. In etlichen Gemeinden werden sie als Predigende mehr geschätzt, weil sie oft die beseren Theologen sind.

      Es ist mehr als selbstverständlich, dass man nach einem vieljährigen Universitätsstudium auch eine auskömmliche Besoldung erwarten darf.

      Sonst wird es bald keine "pastis" mehr geben. Dann möchte oich unsere Priester aber mal sehen, wenn sie die nicht mehr haben...

      Löschen
  4. Semper Catholicus8. Februar 2018 um 19:34

    Es wäre sehr begrüßenswert, wenn die "Pastis", die zu den Hauptverantwortlichen der Protestantisierung und Zerstörung der wirklichen Kirche seit dem "Konzil" gehören, mal den Gürtel enger schnallen müssten.
    Vielleicht erledigt sich dieses Problem dann auf sehr natürliche Weise.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Der Hass der Tradis auf studierte Theologen ist grenzenlos.

      Löschen
    2. Natürlich ist diese Stelle sehr gut bezahlt, denn so sind die Menschen, die sie besetzen besser lenkbar und können zur Zerstörung der Wahren Heiligen Katholischen und Apostolischen Kirche besser eingesetzt werden. Die Marktsituation ist ja auch ihnen sehr wohl bekannt (Arbeitszeit-Leistung-Gehaltsverhältnis). Und da wird sich so mancher Pastoralreferent genau überlegen wem er dienen will: Dem Mammon ODER dem Herrn Jesus und Seiner Heiligen Katholischen und Apostolischen Kirche. Zwei Herren kann er aber nicht dienen.

      Löschen
  5. Da smuss man sich mal vorstellen:
    Er verdient "gut 4.000" Euro monatlich, seine
    Frau vermutlich ebenso viel, und dann traut der sich
    doch tatsächlich, lauthals zu jammern.
    Mein Mann arbeitet in der Fabrik in Wechselschicht,
    was auf die Jahre extrem anstrengend ist, besonders in
    der Nacht, und ich habe nur eine Putzstelle.
    Monatlich kommen wir mit Kindergeld für 3 Kinder zu-
    sammen auf 2.700 Euro brutto für die Familie.
    Fremdschämen ist angesagt!

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================