Donnerstag, 1. Februar 2018

Die Tradis jubeln über Papst Franziskus: Er hat den Liturgie-Bastlern klar die Leviten gelesen!

Ich habe mich so langsam daran gewöhnt, dass man Papst Franziskus in keine Schublade kriegt.
Mal scheint er extrem progressiv, am nächsten Tag haut er was ganz Konservatives raus.
Gestern brachte er jedenfalls sogar Tradi-Portale wie "katholisches.info" zum Jubeln. Wie konnte das nur geschehen?

Ganz einfach: Papst Franziskus hat am gestrigen Mittwoch in der Generalaudienz auf dem Petersplatz wieder über das richtige Verhalten
im Gottesdienst gesprochen, und diesmal beschäftigte er sich schwer-
punktmäßig mit den Liturgie-Bastlern unter den Priestern, die da meinen, sie müssten vorgeschriebene Lesungen weglassen und stattdessen was Aktuelles aus der Zeitung vorlesen.
Papst-Zitat:  „Man versteht deshalb, warum einige subjektive Entschei-
dungen wie das Auslassen von Lesungen oder ihre Ersetzung mit nicht-biblischen Texten verboten sind. Ich habe gehört, dass jemand, wenn es eine Meldung gibt, die Zeitung vorliest, weil es die Nachricht des Tages ist. - Nein! Das Wort Gottes ist das Wort Gottes! Die Zeitung können wir da-
nach lesen. Dort aber liest man das Wort Gottes. Es ist der Herr, der zu uns spricht. Dieses Wort zu ersetzen durch andere Dinge, macht ärmer und kompromittiert den Dialog zwischen Gott und Seinem Volk im Gebet. Im Gegenteil, es verlangt die Würde des Ambo und den Gebrauch des Lektionars.“

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !
Ich hatte mich ja früher schon erstaunt darüber ausgelassen, dass die Katholiken in Deutschland von den deutschen Oberhirten offenbar als dümmer eingeschätzt werden als Katholiken in anderen Ländern. Man lese meinen Kommentar zum dauernden Weglassen einer Lesung in vielen deutschen Sonntagsgottesdiensten ---> pdf HIER

(Anmerkung: Der in der pdf angegebene Blog "Mein Predigtgarten" ist der Vorgänger des jetzt aktuellen "Nur ein Kreuzknappe" und ist online nicht mehr allgemein zugänglich.)

Kommentare:

  1. Was der Papst da beklagt, ist in Deutschland
    doch seit Jahrzehnten Dauerzustand - mit ausdrücklicher
    Duldung durch die Bischöfe, wie der pdf-Link des "Kreuzknappen"
    anschaulich belegt.
    Eine zweite Lesung sei den Zuhörern nicht zumutbar, sie
    könne nicht verkraftet werden. Für wie blöd halten uns die
    Bischöfe eigentlich?

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  2. In den Medien steht sowieso nichts davon,
    das passt nicht ins Bild vom fortschrittlichen Papst.
    Und die Bischöfe in Deutschland denken:
    Lass den alten Mann doch schwätzen. Wir machen weiter wie
    bisher mit einer Lesung weniger. Und wenn einer der Priester
    in der Messe die Zeitung vorliest - wen interessiert das?

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  3. Der Papst ist von Mitgliedern des Opus Dei fernhypnotisiert worden. Nun noch ein leckeres Spekulatius mit einer schönen großen Tasse Kaffee. (Blond und süß versteht sich)

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