Samstag, 10. Februar 2018

Mi, 14.2.:Valentinstag und Aschermittwoch - auch die katholischen Geschäfte laufen gut!

Dieses Jahr fällt der  Valentinstag auf den Aschermittwoch.
Katholische Pfarrgemeinden reagieren unterschiedlich: Manche haben die üblichen Segnungsgottesdienste ein oder zwei Tage vorverlegt oder ein paar Tage später angesetzt, manche aber bieten beides am selben Tag im Doppelpack und sehen auch gute Gründe dafür:
Es gibt dann im Valentinsgottesdienst die Möglichkeit, das Aschen-
kreuz
zu empfangen, zum Teil unter etwas provozierenden Einladungen wie z.B. bei einer Pfarrei in Düren, wo man zu einem "sinnlichen Abend" einlädt - ein ungewöhnlicher Beginn der Fastenzeit.
Man schaue z.B. ---> HIER und HIER und HIER !

Das offizielle Internet-Portal im Auftrage der Deutschen Bischofskonferenz heißt "katholisch.de". Da gibt es selbstverständlich auch Beiträge zum Valentinstag, z.B. diese Video-Umfrage ---> HIER !.
Was manche nicht wissen:
Seit September 2013 ist man dort quasi indirekt auch als Verkäufer im Einsatz.
Genauer: Im online-shop bietet man nach eigenen Angaben insgesamt etwa 30.000 Artikel aus dem Be-
reich christliche Bücher und Geschenkideen.

Aber nachdem man in Kaffeeläden inzwischen auch Fahrräder kaufen kann, warum nicht...?!
   --  Der Clou ist aber, dass man nicht nur das einstige Bischofs-Projekt WELTBILD außen vor lässt, sondern intensiv mit dem Leipziger St. BENNO-Verlag zusammenarbeitet.
Das bischöfliche Portal bietet sogar eine telefonische Hotline, deren Telefonnummer mir irgendwie bekannt vorkommt, siehe BENNO-Verlag. Das könnte darauf hindeuten, dass man dort die komplette Bestellungs-
abwicklung übernommen hat. 

Witzbolde könnten daher sagen: bei "katholisch.de" gibt's jetzt den
St. Benno Verlag
unter anderem Namen. -
Mir soll's egal sein, der ist
ja auch in bischöflichem Besitz, das Geld bleibt also in der Familie... -
Aber ein kleines bisschen verwundern wird man sich schon dürfen, oder...?!
Was nun diverse Anlässe angeht, bietet man dort nicht nur Bücher an, sondern auch allerlei Geschenke für fast jeden Geschmack. Zum Valen-
tinstag
gibt's da mehr als 50 Geschenke im Kaufangebot.
Süßer die Kassen nie klingeln?
---> HIER KLICKEN !

Kommentare:

  1. Den Beginn der Fastenzeit stelle ich mir anders vor
    als mit einem "sinnlichen Abend"!
    Mir erschließt sich nicht, wie man den ernsten Charakter
    des Aschermittwochs mit dem Valentinstag vermengen kann?!
    Ich hoffe, am Karfreitag wird demnächst nicht auch
    Ostern gefeiert.

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  2. Die Umsätze, die über den "Shop" von "katholisch.de"
    erzielt werden, dürften kaufmännisch gesprochen eher
    im mikroskopischen Bereich liegen.
    Wer kommt schon auf die Idee, auf der Suche nach einem
    Buch oder Geschenk bei "katholisch.de" zu suchen.
    Was den katholischen "St.Benno Verlag" betrifft, so würde
    ich mir wünschen, dass man in jedem Falle den angefragten
    Autoren auch ordentliche Honorare bezahlt und nicht
    (sicher nur in Einzelfällen ) darum bittet, gratis nach-
    veröffentlichen zu dürfen, was anderswo stand.
    Auch Autoren müssen von irgendwas leben...

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  3. Geschäftstüchtig war die Katholische Kirche schon immer. Wo ein "Heiliger Ort" ist, sind die Läden mit dem schwunghaften Devotionalienhandel und anderem heiligen Nippes nie weit. Da könne sich die drögen Protestanten viel von abschneiden, wenn's um die Stärkung der Einnahmeseite geht.

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    1. Nun ja, das kann man so sehen oder so mit der katholischen Geschäftstüchtigkeit. Wenn es darum geht, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen (Handel mit Devotionslienkitsch, Familienmessen u.ä.), okay, da ist die Kirche nicht zu toppen, seit Jahrtausenden.

      Zugleich sieht es total anders aus, wenn es darum geht, mit dem eingenommenen Geld wirtschaftlich verantwortlich und nachhaltig umzugehen. Heute war in der FAZ zu lesen, dass der Generalvikar des Erzbistums Hamburg in einer öffentlichen Veranstaltung zum Finanzdesaster dieser Diözese wortreich erläutert habe, "das die Katholische Kirche nicht mit Geld umgehen" könne.

      Immerhin ehrlich, der Mann. Kirchen als öffentliche Rechtspersonen sind nicht insolvenzfähig, aber betriebswirtschaftlich gesehen sind tatsächlich einige Diözesen im reichen Deutschland bankrott. Da kann man schon mal fragen, woran das eigentlich liegt, immerhin hat die kath. Kirche etwas mehr Mitglieder als die Protestanten, deren Landeskirchen dennoch wirtschaftlich solider dastehen.

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    2. "Der Heller in dem Kasten klingt / die Seele in den Himmel springt."

      Trotz mancher angestrengter theologischer Verrenkungen, die diesen Zusammenhang irgendwie "einordnen", "relativieren" wollen, aber letztlich hat sich in der katholischen Kirche bis heute nichts daran geändert und wird sich auch nie ändern.

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  4. Frage in die Runde:
    Haben Sie auch gesehen, was da so alles von "katholisch.de"
    in seinem Shop zum Valentinstag angepreisen wird.

    Wer bitte kauft denn sowas für 129 Euro ?????

    http://www.shop-katholisch.de/shop/bronzeskulptur-zueinander-finden.html

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  5. Der Pfarrer in Düren ist einschlägig bekannt...
    http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/koelsche-lieder-und-ein-priester-im-kostuem-gottesdienst-in-der-marienkirche-1.1824248

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