Sonntag, 4. Februar 2018

Privataudienz am Montag: Was will Erdogan mit seinem Besuch beim Papst erreichen?

So übermäßig mögen
tun die Redakteure von "Radio Vatikan" den tür-
kischen Ministerpräsidenten Erdogan wohl auch nicht: Jedenfalls fällt die offizielle Nachrichtenseite des Vatikans direkt mit der Tür ins Haus und erklärt den vielleicht er-
staunten Lesern, was diese wissen sollen: "Dass der Papst den türkischen Präsi-
denten am Montag empfangen wird, ist als Imagepflege Erdogans zu betrachten"!
---> HIER !
Nun darf man ja stark vermuten, dass Besuche von Bundeskanzlerin Merkel und vielen anderen Politikern auch was mit "Imagepflege" zu tun haben; immerhin besuchte Merkel Papst Franziskus sogar kurz vor den Bundestagswahlen 2017, und "Radio Vatikan" betonte damals, dies sei übrigens schon der vierte Besuch Merkels bei ihm. ---> HIER !

So ist das nun mal, alle wollen den Papst zumindest in der hei-
mischen Medienwahrnehmung auch ein bisschen vor den eigenen politi-
schen Karren spannen, aber Papst Franziskus ist ja nicht dumm und weiß, wie er sich zu verhalten hat, damit das Treffen morgen kein Punktsieg für Erdogan wird.

Das Medieninteresse ist jedenfalls groß, so berichtet z.B. auch der "ORF" darüber ---> HIER !
Besonders gespannt bin ich natürlich, ob "Radio Vatikan" genau darauf schaut, mit welchem Gesichtsausdruck Papst Franziskus       zu Anfang der Begegnung mit Erdogan in die Kameras schaut, aus ge-
gebenem Anlass...  ---> HIER !

Kommentare:

  1. Machtpolitik betreiben! Ist nur nicht klar, ob sich ein Jesuit von so einem möchtegern-Pascha beeinflussen lässt. Ich fürchte, Erdogan wird glauben, er hätte gewonnen und wird auf lange Sicht verlieren. Er kann diesem Bischof von Rom bei weitem nicht das Wasser reichen!

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    1. Das fürchte ich allerdings auch. Meine Sympathien sind klar bei Erdogan, der in seinem Land konsequent mit den Linksgrünen aufräumt. Das gefällt mir als gläubigen Katholiken.

      Aber der Jesuit im Vatikan ist so verschlagen, dass sich Erdogan wahrscheinlich von ihm vera... lässt.

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    2. Ich bin dem "Kreuzknappen" sehr dankbar,
      dass er dem Leser ROMANISSIMUS immer mal wieder
      die Gelegenheit gibt, der Lesergemeinde in diesem
      Blog auf diese Weise mitzuteilen, was wir vom
      Gesundheitszustand von R. zu halten haben.

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    3. Danke, Ricarda, ich hätte es nicht besser
      formulieren können!
      Ich möchte noch den Begriff "FREMDSCHÄMEN" hinzufügen.

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    4. Und ich bin dem Kreuzknappen dankbar, dass er "Ricarda" immerhin mal wieder die Gelegenheit gibt, der Lesergemeinde zu demonstrieren, was für wirres Zeug einem linksgrünen Hirn entspringt.

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  2. Ich bin, was nicht sehr häufig vorkommt, bei der Einschätzung
    des Papstes mit dem "Kreuzknappen" einer Meinung:
    Papst Franziskus ist clever und wird zu verhindern wissen,
    dass Erdogan dies als Bühne zur Selbstbeweihräucherung nutzen
    kann.
    Beim Besuch des Papstes in der Türkei ging der Punktsieg
    ja leider an Erdogan:

    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/franziskus-besucht-erdogan-prunk-fuer-den-papst/11037798.html

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    1. Noch deutlicher hier:
      https://www.n-tv.de/politik/Erdogans-Prunkpalast-erhaelt-Anbau-article13959806.html

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  3. ... vielleicht sagt der Papst ja was zu den deutschen Panzern, mit denen die Türkei gerade kämpft?
    Dann wäre allerdings ein fünfter Merkel-Besuch fällig.
    ;-)

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  4. Der Papst sollte die Interessen der türkischen Christen
    vertreten, aber so wie wir das mit seiner Aktion gegen
    chinesische Bischöfe erlebt haben, wird er wohl auch das
    hier vermasseln!

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  5. @Romanissimus

    "... der in seinem Land konsequent mit den Linksgrünen aufräumt."

    So wie die Chinesen, Saudis und Iraner konsequent mit der römisch katholischen Kirche aufräumen? So wie die verblichene DDR konsequent mittelst der StaSi aufgeräumt hat?

    Ich fürchte, dieser Satz sagt mehr über Sie, als über Erdogan aus. Danken Sie dieser Republik auf Knien dafür, dass die Religionsfreiheit in unserem Wertesystem, man nennt es Grundgesetz, festgeschrieben ist..

    Sonst kämen die Roten, Linken und das Gewerkschaftsgesocks noch auf die Idee sich ein Arbeitsrecht herbei zu streiken, das die Kirche nicht mehr für "gerecht" halten dürfte.

    Und nein, das Verbot von öffentlichen Autodafes ist KEINE Christenverfolgung!

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    1. @F.M.:
      ich hatte von der beeindruckenden Konsequenz gesprochen, mit der Erdogan in seinem Staat die Linksgrünen bekämpft. Von nichts sonst. Und genau die verdient alle Anerkennung, gerade von gläubigen Katholiken. Der unsägliche "Welt"-Schreiberling Yücel, der eine total linksgrünversiffte Agenda verfochten hat, ist jetzt immerhin mundtot gemacht. Gut so!

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    2. Nun ja, das mundtot machen eines Gegners ist gut katholische Tradition. Und an der Seite unsäglicher Diktatoren, Tyrannen und grausamen Machthabern hat sich die römisch-katholische Kirche schon immer wohl gefühlt, so sie nur ein Zipfelchen der Macht abbekommen konnte.
      Das ging aber eigentlich immer schlecht aus. Vor fünfhundert Jahren war plötzlich der halbe Laden weg und heute ist man fleissig dabei den Rest zu verspielen.
      Aber Hauptsache der Gegner ist mundtot gemacht.

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