Freitag, 2. Februar 2018

Ungewöhnlich: Ein Pfarrer in Portugal zeugt ein Kind, darf aber weiter als Priester arbeiten!

Das scheint mir doch etwas ungewöhnlich zu sein, aber vielleicht weiß ja einer meiner Leser mehr darüber:
Laut Medienberichten hat ein portugiesischer Pfarrer öffentlich bekannt, ein Kind gezeugt zu haben, bleibt aber nach einigem Hin und Her
doch weiter als Priester
im Einsatz.

Der Bischof habe erklärt, die Kirche sei schließlich ein Ort der Barmherzigkeit, aber ein Doppelleben könne er nicht dulden. - Wer kann weiterhelfen?
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER und ein kurzes Video HIER !

Kommentare:

  1. Ich bin kein Kirchenrechtler, aber das kann doch wohl nicht wahr sein!
    Da käme ja geradezu einer "Einladung" an alle Priester gleich, Kinder in die Welt zu setzen und weiter als Priester zu arbeiten.
    Was da so alles unter dem Deckmantel der "Barmherzigkeit" läuft!

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    1. Also, dass jmd. nach einem derartigen Fehltritt weiter als Priester arbeiten kann, zumeist nach einem Ortswechsel, ist eigtl. ganz normaler Usus in der kath. Kirche. Bedingung ist meist gewesen, dass er die Sache für sich behält, Stillschweigen wahrt und den Kontakt zu Mutter und Kind konsequent abbricht. Die Kirche zahlte dann ggf. Alimente.
      Das war mit gewissen Varianten im Detail weltweit die geläufigste Lösung, auch wenn es natürlich immer Einzelfälle gab, in denen sich die Betreffenden laisieren ließen oder andere Lösungen gesucht wurden.

      Mit dieser insgesamt doch ziemlich frauen- und familienfeindlichen Praxis hat sich der jetzige Papst mehrfach beschäftigt (auch schon vor seinem Pontifikat) und zuletzt glaube ich auch Regelungen erlassen, die bewirken sollen, dass sich solche Priester selbst um den Nachwuchs kümmern und mehr Verantwortung übernehmen müssen. Ich meine mich zu erinnern, dass da auch der Kreuzknappe drüber berichtet hatte (finde das jetzt aber nicht).

      Den Fall aus Portugal kenne ich nicht.

      Hört sich beim ersten Querlesen so an, dass der Bischof den Priester nicht suspendieren möchte, obwohl er das vereinbarte Stillschweigen gebrochen hat. Also eine Art Parallelfall zu dem bekannten Bloggerpriester Stefan Hartmann (http://www.sueddeutsche.de/bayern/bamberg-eine-heimliche-liebe-war-keine-option-1.2923418), aber mit anderem Ausgang. Klingt für mich erstmal wie ein Schritt hin zu mehr Transparenz und insoweit begrüßenswert (inwieweit "Barmherzigkeit" eine Rolle spielen soll, ist eine andere Frage, aber die Details kenne ich wie gesagt auch nicht).

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  2. Vermutlich mal wieder so eine "Einzelfall-Entscheidung"
    im Sinne von Papst Franziskus.
    Was den wiederverheiratet Geschiedenen recht ist, muss den
    Priestern doch wohl billig sein!
    Alle prüfen ihr "Gewissen", und wenn das dann eifrig zu-
    stimmend mit dem Kopf nickt, dann darf man.
    Sehr praktische Lösung...

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  3. Außerehelicher Sex ist ja normalerweise für Katholiken
    schon als sündhaft zu bewerten. Bei einem Priester ist es
    außerdem ein klarer Verstoß gegen sein Zölibatsversprechen.
    Da irrt der Bischof gewaltig, das ist keine Frage der
    Barmherzigkeit!
    Man kann auch nicht sagen, ich bestrafe einen Totschläger
    nicht, weil ich barmherzig sein will.
    Eine völlig unbegreifliche Entscheidung, die der Vatikan
    hoffentlich bald revidiert!!!

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    1. Vor allem die Masturbation, wie wir seit den interessanten Informationen über das Opus Dei und seinen versteckten Einfluss wissen, ist als schlimmste Form des außerehelichen Sex als schwerst sündhaft zu bewerten.

      Wahrscheinlich wird der Papst - "Einzelfallentscheidung" - demnächst auch mal einen Priester rehabilitieren, der sich regelmäßg einen runterholt.

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    2. 'Caesarea' antwortet:
      Ich finde Ihre Äußerung niveaulos!

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    3. :-)

      So viel Humor seiner Jüngerschaft hätte ich einem Erztradi-Blog wie dem Knappe gar nicht zugetraut...

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