Freitag, 6. April 2018

Auch das gibt's heute noch: Deutscher Stadtrat betet vor jeder Sitzung ein Vaterunser!

Es ist nicht so, als gäbe es im Stadtrat des 7000-Einwohner-Städtchens Ebermannstadt in Oberfranken nur eitel Sonnenschein: Wie anderswo auch, gibt es harte politische Auseinandersetzungen.
Aber da ist ein Unterschied zu den allermeisten Gemeinden: Trotz überraschendem Wahl-
sieg 2014, bei der eine "Umweltaktivistin" namens Christiane Meyer in einer Kampfabstimmung den Bürgermeisterposten errang, bleibt bei einer traditionellen Regelung alles, wie es war.
Es ist sogar ausdrücklich in der Geschäftsordnung für Stadtratssitzungen
in § 27  festgehalten: Vor jeder Sitzung wird, wie man das schon seit Jahrzehnten gemacht hat, gemeinsam ein Vaterunser gesprochen, danach gibt es eine kurze Pause. - Dann beginnt die eigentliche Sitzung, und wer nicht mitbeten möchte, kommt eben vier Minuten später...

Alle Achtung, kann ich da nur sagen!  - Man lese ---> HIER
und
HIER und pdf HIER !

Kommentare:

  1. Das wusste ich auch noch nicht,
    danke für die Info!

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  2. Das ist für mich DIE Meldung des Tages!
    Ich hätte nicht zu hoffen gewagt, dass es so etwas noch gibt.
    Werden wir sicher in unserem Gesprächskreis der Pfarrei ver-
    wenden, direkt nach dem einleitenden Gebet...!

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  3. Diesem mutigen Stadtrat kann man nur gratulieren!
    Warum wird eine solch tolle Nachricht eigentlich nicht
    in allen Zeitungen verbreitet?
    Angst vor dem Islam?

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  4. ein Priester (76 Jahre)6. April 2018 um 10:21

    Donnerwetter!
    Es gibt übrigens Sitzungen von Diözesanversammlungen
    und Pfarrgemeinderäten, bei denen NICHT vorher gebetet wird.
    Das nur zum Vergleich nebenbei.

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  5. Um mal etwas Wasser in den allgemein ausgeschenkten Wein zu gießen:
    So sympathisch das aus christlicher Sicht erscheinen kann, aber verfassungsrechtlich ist das mehr als fragwürdig. Das Grundgesetz verpflichtet zu weltanschaulicher und religiöser Neutralität. Es hat bewußt keinen christlichen Staat proklamiert. Deshalb ist es eigentlich rechtlich unzulässig, im öffentlich-rechtlichen Raum, wozu auch ein politischer Gemeinderat gehört, eine Sitzung mit dem Vaterunser zu beginnen.

    Etwas anderes wäre esen wenn vor jeder Sitzung ein ökumenischer Gottesdinst anberaumt würde in einer Kirche, bei dem es allen Gemeinderäten frei steht, ob sie daran teilnehmen oder nicht. Aber so - was würden dieselben Poster, die das hier so toll finden, wohl sagen, wenn muslimische Mitglieder dieses Gemeinderates unter Verweis auf die religiöse Neutralität unseres Staates fordern würden, dass, wenn schon das Vaterunser im Gemeinderat deklamiert wird, dann bitte auch das muslimische Glaubensbekenntnis??

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    1. @Maß und Mitte:
      Hm. Ich muss zugeben, da haben Sie Recht. Hab ich zunächst nicht gesehen, aber es stimmt.

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