Donnerstag, 12. April 2018

Brief: Papst Franziskus gibt zu, beim Thema "Missbrauch" in Chile schwere Fehler gemacht zu haben!

Papst Franziskus hat ei-
nen Brief an die chilenischen Bischöfe geschrieben, der jetzt veröffentlicht wurde. Darin räumt der Papst ein, dass er "schwere Fehler" im Umgang mit dem Thema Missbrauch durch kirchliche Amtsträger gemacht habe.
Leider habe er die Lage falsch eingeschätzt. Er bittet um Vergebung und hat, wie schon öfter, Opfer von Missbrauch zum Gespräch eingeladen. Auch die Bischofskonferenz von Chile wird zum Gespräch von ihm im Vatikan erwartet.

Man lese ---> HIER und HIER und HIER und HIER und HIER !
Anmerkung:  Das ist nicht gut gelaufen, und es bleibt zu hoffen, dass der Papst für sich daraus gelernt hat. Dass er jetzt nicht mit allerlei Ausreden herumjongliert, sondern seine Schuld zugibt, ist aber auch ein starkes Zeichen, finde ich.

Kommentare:

  1. Schön und gut, wenn der Papst sich jetzt entschuldigt.
    Der Image-Schaden, den er mit seiner Spontaneität und
    Dickköpfigkeit angerichtet hat, wird dadurch aber nicht
    repariert.
    Das verdeutlichen auch die interessanten Verlinkungen!

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  2. Tja, eine solche Entschuldigung wäre dem Vorgänger-Papst nach dessen skandalöser Rehabilitierung eines Holocaust-Leugner-Bischofs nicht über die Lippen gekommen.

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    1. Schon gut, wenn die eigenen Aussagen durch keinerlei Sachkenntnis getrübt sind, Bianca, oder?

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  3. Statt einer Entschuldigung wäre es besser,
    dieser Papst würde endlich mal auf Ratgeber hören
    und nicht nur auf seine Einflüsterer.

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    1. Also im Fall des chilenischen Sumpfes scheint er das ja nun zu machen und die dortigen Einflüsterer stehen jetzt unter Schock.
      http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/papst-brief-war-schock-fur-chilenische-bischofe

      Der schreckliche Nuntius, ein Gewächs des Vorgängerpapstes, ist so gut wie weg. Es wird gemunkelt, auch Bertone-Freund Ezzati SDB, der Kardinal von Santiago, werde vorzeitig pensioniert.
      Sein Vorgänger Errázuriz, Bergoglio-Wähler der ersten Stunde, ist schon länger unter starkem Beschuss der Opfer, sitzt aber noch im Kardinalsrat.

      Bin mit dem Verhalten des Papstes im Endeffekt nun doch einigermaßen zufrieden. Barros war seine unerkannte Achillesferse, wie ich schon vor Jahren sagte, als der Karadima-Skandal in Europa gar nicht wahrgenommen wurde. Damals war Kdl. Müller in Chile und verbreitete gegen die Barrosgegner eine Stimmung wie seinerzeit in Regensburg gegen Kirche von unten. Auch er ist als Papstratgeber verschwunden.

      Wenn das jetzt mit einem Schuldeingeständnis auflöst wird und die richtigen Köpfe rollen, haben die seriöseren Ratgeber zuletzt evtl. doch gewonnen.

      Man darf nicht vergessen, dass immer noch Karadimas Drohung wie ein Damoklesschwert über allem hängt, er werde die Kirche mit seinem Wissen in den Grundfesten erschüttern. Die Betroffenen, die davor zittern und dem Papst seine unverständige Linie "eingeflüstert" haben, sind weniger in Chile, sondern im Rom der Bertone-Ära zu suchen.

      Das Opus Dei hat übrigens nichts damit zu tun, sondern lacht sich ins Fäustchen. Karadimas Club war als Konkurrenzorganosation zum Opus konzipiert.

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