Mittwoch, 11. April 2018

Deutsche Journalisten: "Multikulti" muss sein, aber bitte nicht bei uns!

Man mag es nun gut finden oder nicht: Fest steht, dass in Deutschland mittlerweile jeder fünfte Bürger einen Migrations-
hintergrund hat.
Bei Journalisten wie auch bei Politikern ist es immer mal wieder ein wichtiges Thema, wie integriert bei uns doch die meisten Mitbürger mit aus-
ländischen Wurzeln inzwischen sind. Viele Initiativen bemühen sich um ein gutes Miteinander und um Chancengleichheit, z.B. bei der Besetzung von Stellen. Doch wie sieht es eigentlich bei den Journa-
listen selbst aus?

Wie sind die Redaktionen, die anderen gute Ratschläge geben, in diesem Punkt denn selbst aufgestellt? -- Das Ergebnis fällt mehr als ernüchternd aus: Während mehr als 20 % der Bürger einen Migrationshintergrund haben, sind es bei den Journalisten nach eigenen Erhebungen gerade mal
2 Prozent...!

Die "Tagesschau" griff das Thema immerhin mal in ihrem Redaktions-
blog auf. Bei den Medien herrsche eine regelrechte Monokultur, heißt es da. Multikulti ist in der eigenen Praxis Fehlanzeige, von wenigen Alibi-Ausnahmen abgesehen. Wie ernst man die Integration bei den Medien-
machern selbst wirklich nimmt, erkennt man z.B. auch daran, bei welchen Haushalten durch ein Spezialgerät am Fernseher das Zuschauerinteresse gemessen wird: von den rund 1200 Geräten, die zur Errechnung der Ein-
schaltquoten dienen, steht kein einziges in einem Haushalt von Nicht-EU-Ausländern -  so der Tagesschau-Blog in einem leider nicht mehr online vorhandenen Beitrag.

Und nebenbei: Auch bei der Frauenquote in den Redaktionen sieht's trotz langjährigem Kampf und viel prominenter Unterstützung  nicht gerade gut aus. Frauen fordern - bislang vergeblich - einen relativ bescheidenen Anteil von 30 % bei der Besetzung von Führungspositionen. Und solche Journa-
listen trauen sich, der Kirche vorzuwerfen, es gäbe dort zu wenig Chancen für Frauen...
Wie es scheint, sitzen die mediengewaltigen Oberlehrer unserer Informa-
tionsgesellschaft mal wieder mitten drin im Glashaus. Aber man kennt das inzwischen: Beim ehemaligen Bundespräsidenten Wulff wurde in einer beispiellosen Presseschlacht fast jeder geschenkte Bleistift angekreidet, während man sich selbst durchaus großzügig bei Rabatten bedient: Zu-
sammen etwa 43.000 Abonnenten haben allein die zwei größten Infor-
mationsdienste, die speziell nur für Journalisten laufend die besten Schnäppchen und Rabatte ermitteln...

Eine Zeitung berichtet darüber... ---> KLICKEN !

1 Kommentar:

  1. Die Gier vieler Journalisten ist scheinbar grenzenlos:

    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/presserabatte108.html

    https://www.prreport.de/singlenews/uid-7788/die-gefragtesten-journalistenrabatte-im-jahr-2013/

    http://www.fr.de/politik/spezials/gauck-folgt-wulff/kolumne-journalisten-rabatte-und-moral-a-872302

    http://www.deutschlandfunk.de/kritisch-oder-kaeuflich.724.de.html?dram:article_id=100540

    https://www.abendblatt.de/kultur-live/article107759069/Presserabatte-Schnaeppchen-nur-fuer-Journalisten.html

    Gut zu wissen, wenn die mal wieder den Moralonkel spielen.

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